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BSV darf – Kadetten müssen gewinnen


Zweimal standen sich in der Vergangenheit Berner und Schaffhauser im Final des Schweizer Cups gegenüber. Ein Erfolg blieb dem BSV verwehrt, sowohl  2004 wie auch 2011 triumphierten die Munotstädter. Zu einem dritten Endspiel wird es diese Saison nicht kommen, denn als Schlager der Achtelfinals wurde die Partie zwischen den Bernern und Ostschweizern ausgelost.
 
Noch ist das erste Final Four von Mitte April dieses Jahres in bester Erinnerung. Der neue Modus hat sich bewährt, in der Stadthalle von Sursee wurde an zwei Tagen ein Handball-Event auf höchstem Niveau zelebriert, mit dramatischen Partien bei den Männern wie den Frauen. Ihren Teil zu einem unvergesslichen Anlass trugen mit zwei beherzten Auftritten auch die BSV-Handballer bei. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Halbfinal eliminierten die Schützlinge von Trainer Alex Milosevic sensationell Kriens Luzern nach Verlängerung. Und im Endspiel waren die Berner trotz personeller Sorgen über weite Strecken ein erbitterter Gegner, ehe vor 1150 Fans Kadettens sechster Cuptriumph dank dem 34:30-Siegf eststand. So oft hatte in seiner Vereinsgeschichte noch kein anderes Schweizer Team den „Kübel“ gewonnen.
 
Staudenmann immer dabei
 
Mehr als acht Jahre ist es her, dass sich Berner und Schaffhauser in der mit 3000 Fans ausverkauften Wankdorfhalle erstmals im Cupfinal gegenüber standen. Letzter verbliebener BSV-Akteur aus dem damaligen Team von 2004 ist David Staudenmann, der sich noch sehr gut an dieses Endspiel erinnert. „Unvergesslich bleiben mir die in Scharen angereisten und alle in orangen Shirts gekleideten Schaffhauser Fans, welche eine kaum noch zu überbietende Stimmung in die Wankdorfhalle ‚zauberten‘. Und als sich Kadettens Top-Shooter Simon Szczucki ohne gegnerische Einwirkung einen Kreuzbandriss zuzog und schon frühzeitig ausschied, hoffte ich insgeheim gar auf einen Sieg. Doch die Hoffnung war nur von sehr kurzer Dauer, die Munotstäder waren ganz einfach die bessere Mannschaft.“ Der BSV verlor letztlich klar mit 24:32 Toren,
 
Der pfeilschnelle Rechtsaussen ist ein vielseitiger Mensch. Neben seinem zeitaufwendigen Hobby als Handballer ist der gelernte Mediamatiker Besitzer der „ts mediamatik GmbH“, Teilhaber an der „santemedia.ch“ seines Vaters Geri und neustens auch Moderator von Medizinsendungen auf Tele Ostschweiz. „Jährlich werden 20 Sendungen ausgestrahlt und pro Monat zwei Sendungen produziert, so dass ich neben den Trainings höchstens alle vier Wochen nach St. Gallen fahren muss.“ Mit grossem Erfolg moderierte der 29-Jährige mit weit über 200 NLA-Meisterschaftspartien im September in Bern ein Podiumsgespräch mit Nationalrats-Kandidaten über Energieversorgung der Zukunft.
 
Für die Partie gegen Schaffhausen gibt sich der BSV-Flügel realistisch: „Wir Berner dürfen, die Kadetten müssen gewinnen. Sicher ist, dass wir unsere Haut gegen diese Star-Equipe so teuer wie möglich verkaufen werden.“
 
Seinem Naturell entsprechend gibt sich Kadettens 35-jähriger Kreisläufer Iwan Ursic zurück haltend: „Für mich ist der BSV immer eine echte Herausforderung. Die Berner liessen vor allem durch die sehr guten Zuzüge aufhorchen. Diese Mannschaft besitzt gute Perspektiven für die Zukunft. Ich bin überzeugt, dass wir am Team von Trainer Alex Milosevic unsere Zähne ausbeissen werden, denn dieser Cupfight wird für uns sicher zu keinem Selbstläufer.“
 
Wer Kadettens Top-Vorstellung in der Champions League gegen Barcelona trotz der 29:33 Niederlage gesehen hat kann sich kaum vorstellen, dass BSV Bern Muri eine Überraschung schaffen könnte.

                                                      Jürg Jungi

Jürg Jungi (JJ)

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Ein unermüdlicher Schreiber und ein wandelndes Handballarchiv zugleich.
JJ schreibt seine Zeilen zu jedem Heimspiel. Viel Vergnügen!