Auf die Erfolgsspur zurÜckfinden

Zu einer attraktiven und vielversprechenden Partie kommt es am 31. August zum Auftakt des Championats ab 19.45 Uhr in der Mooshalle Gümligen, wenn der BSV Bern Muri mit Pfadi Winterthur gleich einen ernsthaften Meisterschaftsanwärter empfängt. Und nur 48 Stunden später folgt in Thun bereits das 75. Kantonalderby gegen Wacker.

Das Startprogramm für die Berner präsentiert sich sehr happig, muss der BSV innerhalb von nur 16 Tagen gleich fünf Partien absolvieren. Mit frischem Blut und neuen Impulsen soll sich der BSV nach Jahren wieder an die Schweizer Handballspitze herantasten. Durch die Verpflichtungen von Jakub Szymanski auf der Spielmacher-Position und dem kroatischen Linkshänder Nikola Kedzo ist zu hoffen, dass das Team von Trainer Dragan Dejanovic nun genug Substanz besitzt, um endlich wieder auf die Erfolgsspur zurück zu finden. Dass der ehrgeizige Headcoach in seiner zweiten BSV-Saison die Messlatte an seine Spieler sehr hoch ansetzt stellt er nicht in Abrede. «Handball lebe ich Tag und Nacht. Ich will immer den Erfolg und stehe unter ständigem Druck, denn ich habe sehr grosse Ziele. Ich verlange absolute Loyalität und eine unabdingbare Siegermentalität all meiner Spieler. Diese Forderung gilt insbesondere auch gegen scheinbar unbesiegbare Teams.»
 
Ziel die Playoff-Halbfinals
Die Kadetten, Pfadi Winterthur und auch Wacker sind für den BSV in dieser Saison wahrscheinlich noch ausser Reichweite. Um den vierten und damit letzten Platz in den Playoff-Halbfinals wird es ganz bestimmt einen hart umstrittenen Kampf absetzen. Neben dem BSV ist vor allem mit Kriens-Luzern, St. Otmar und auch dem Aufsteiger Suhr-Aarau zu rechnen. Dieses Trio hat sich auf die neue Saison hin nam- haft verstärkt. Um dieses Ziel der Top 4 überhaupt zu erreichen, konnte mit dem Wunschtransfer von Jakub Szymanski ein erster Schritt in diese Richtung getan werden. Mit dem 33-jährigen tschechischen Routinier von St. Otmar wurde für den zentralen Rückraum ein Leadertyp verpflichtet, den man in den Reihen des BSV in den letzten Jahren schmerzlich vermisst hatte. Hoffnungen sind sicher erlaubt, dass Szymanski sowohl in der Defensive wie auch in der Offensive neue Impulse setzen und zur zentralen Figur wird. Mit dem 27-jährigen 204 cm grossen Riesen Nikola Kedzo konnte zudem ein ausgesprochener Shooter verpflichtet werden, der auch in der Defensive eingesetzt werden kann.
 
Heer fällt ganze Saison aus
Es ist kein Geheimnis und hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass Siege vor allem über eine starke Verteidigung eingefahren werden. Das erhoffte man sich beim BSV auch vom neu formierten Innen-Abwehrblock mit den beiden ausländischen Neuverpflichtungen sowie Thomas Heer und Samuel Röthlisberger. Ein Quartett, das der Konkurrenz bestimmt ein nur schwer zu knackendes Bollwerk abgeben würde. Eine Hiobsbotschaft gab es leider drei Wochen vor dem Start im Trainingsspiel gegen Wacker. Abwehrchef Heer erlitt einen Kreuzbandriss und fällt damit für die ganze Saison aus. «Captain Tomi war in der Defensive unsere Lebensversicherung», so der geschockte BSV-Trainer zum Verlust seines Aggressleaders.
 
Mitrovic noch auf Formsuche
Mit der Finalrunde hatte die Mannschaft in der abgelaufenen Meisterschaft nur ganz knapp das Minimalziel erreicht. Dass es nicht zu mehr reichte war auch der grossen Verletzungsmisere mit sieben Stammspielern zuzuschreiben. Vor allem der Ausfall des technisch hervorragenden Spielmachers Uros Mitrovic nach seiner im Derby gegen Wacker am 25. November erlittenen Schulterverletzung wog sehr schwer. Der Serbe fiel nach der Operation für den Rest der Saison aus. Wie unersetzbar der BSV-Shooter war zeigte sich sehr rasch, denn ohne seinen Spielmacher stellten die Offensivbemühungen gegen die gegnerischen Verteidigungen oftmals keine allzu grossen Probleme. Ob Mitrovic aber nach seiner langen Abwesenheit schon bald zu alter Form finden wird, muss noch abgewartet werden. Mit Jakub Szymanski, Niko Kedzo, Uros Mitrovic, Michael Kusio, Tobias Baumgartner, Samuel Röthlisberger und Tim Weber verfügt das BSV- Team neben einer starken Defensive in dieser Saison sicher auch über eine gute Offensive.

Der BSV besitzt für das kommende Championat eine starke Mannschaft. Bis aber die Automatismen und Abläufe mit den neuen Spielern reibungslos funktionieren, braucht es sicher noch einiges an Geduld.

Bericht: Jürg Jungi

Zum Saisonstart

Dragan Dejanovic und Jakub Szimanski im Gespräch mit Albi Saner

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Kadermutationen

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Zuzüge:
Jakub Szymanski (TSV St. Otmar SG), Nikola Kedzo (Kroatien), Michael Kusio (BSV Junioren), Tim Weber (TV Solothurn), Sebastian Schneeberger (TV Solothurn)



Abgänge:
Manuel Reber (Rücktritt), Oliver Räz (Rücktritt), Benjamin Steiger (HS Biel), Marco Kurth (TV Solothurn), David Nyffenegger (HC Kriens-Luzern)


© BSV Bern Muri AG, 2016

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