Vom Torschützenkönig zum Suhrer Headcoach

Vor wenigen Jahren ging Misha Kaufmann noch für den BSV auf Torejagd. Nun steht er beim Spiel von nächstem Samstag in der Mooshalle Gümligen an der Seitenlinie des Gegners HSC Suhr Aarau.

Am 15. März 2009 verabschiedete sich Misha Kaufmann von Stäfa mit sieben Treffern bei der 25:30-Niederlage gegen Wacker Thun. Der brandgefährliche Goalgetter wurde mit 300 Treffern Torschützenkönig der Nationalliga A. In der neuen Saison sollte Misha künftig in den Reihen des BSV Bern Muri den gegnerischen Torhütern das Fürchten lehren.
 
Seit der gelernte Glaser vom Zürichsee nach Bern wechselte verfolgte ihn das Verletzungspech auf Schritt und Tritt. Begonnen hat es mit einem Bänderriss, dann brach er sich das Wadenbein, es folgte eine Operation an der Wurfschulter und dann zog er sich gegen Pfadi einen Kreuzbandriss zu. Das erste BSV-Jahr war für Misha frustrierend, weil ihn Trainer Peter Bachmann sehr oft auf der Bank schmoren liess. Als 17-Jähriger noch als «Wurfmaschine mit Auge bezeichnet», wurde der Berner aus Arch unter Chefcoach Alex Milosevic zu einem sehr aggressiven Defensivspieler.
 
Nach vier Jahren wechselte Misha Kaufmann im Jahr 2013 vom BSV als Rückraumspieler und Team-Captain zum HSC Suhr Aarau. Doch die schweren Verletzungen verfolgten Misha auch bei den «Rüebliländer». Als Torschützenleader der Nationalliga B zog es sich im März dieses Jahres eine schwere Verletzung am rechten Knie zu, womit seine erfolgreiche Karriere beendet war. Ende April hat Suhr den direkten Wiederaufstieg in die Königsklasse realisiert.
 
Der 32-jährige Misha Kaufmann wurde vom Vorstand mit Beginn 1. Juni zum neuen Cheftrainer gewählt, unterstützt wird er von der Handball-Legende Arno Ehret, dem Weltmeister mit Deutschland von 1972 und langjähriger Nationaltrainer der Schweizer Handball-Nationalmannschaft. Unter dem Deutschen realisierten die Eidgenossen an der WM 1993 in Schweden den dritten Rang.
 
Nun kehrt der verheiratete Misha Kaufmann als Headcoach von Suhr zu einer kurzen Stippvisite zu seinem ehemaligen Verein BSV Bern Muri in die Mooshalle zurück. Zuletzt spielte er mit den Aargauern am 15. April 2015 im Moos. Misha gewann mit seinem Team 26:23 und erzielte zwei Treffer trotz dem Sieg musste Suhr am Ende der Saison aber den Weg in die Nationalliga B antreten. Nach nur einer Saison in den Niederungen des Unterhauses schafften die Aargauer aber den direkten Wiederaufstieg.
                                                               
Suhr Aarau hat die sicher turbulenteste Saison seiner Vereinsgeschichte hinter sich. So wurde Marks Jud nach seinen sieben erfolgreichen Trainerjahren bei Stäfa verpflichtet, wurde aber im Laufe der Saison entlassen, weil er die Mannschaft nicht mehr erreichte. Nachfolger wurde interimistisch der langjährige Länggasse-Spieler Guido Frei installiert. Und der Suhr-Sportchef erreichte mit dem Team nach dem Abstieg von einem Jahr gleich den direkten Wiederaufstieg.

Kadermutationen

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Zuzüge:
Jakub Szymanski (TSV St. Otmar SG), Nikola Kedzo (Kroatien), Michael Kusio (BSV Junioren), Tim Weber (TV Solothurn), Sebastian Schneeberger (TV Solothurn)



Abgänge:
Manuel Reber (Rücktritt), Oliver Räz (Rücktritt), Benjamin Steiger (HS Biel), Marco Kurth (TV Solothurn), David Nyffenegger (HC Kriens-Luzern)


© BSV Bern Muri AG, 2016

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