Undankbare Niederlage

Das Zwöi vergibt in der Schlussphase des Spiels mögliche Punkte gegen den Leader HS Biel.

Die Zeichen, um den Seeländern die zweite Saisonniederlage zuzufügen, standen letzten Samstag für das Team von Welti/Staudenmann denkbar günstig. Der HS Biel verlor vergangenes Wochenende das erste Mal in der aktuellen Saison gegen Verfolger BSV Stans, und der BSV2 bereitete sich gut auf den Aufstiegsaspirant vor.

Die Anfangsphase der Partie bestätigte die Vermutungen: beide Teams agierten sehr konzentriert in der Deckung und spielten die Angriffe effizient aus. Die Gäste konnten sich allerdings dank Gegenstosstoren bis in die 20. Minute einen Zweitorevorsprung herausspielen (7:9)- ansonsten waren die beiden Kontrahenten gleichauf. Dank den Toren von Reber und Niederhauser liess sich das ‚Zwöi‘ auch vor der Pause nicht abhängen; zudem kassierte der HS Biel mit der Pauensirene noch eine Zeitstrafe.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wiederholte sich der Spielverlauf der ersten Halbzeit. Leider kassierte der BSV vermehrt nach guter Deckungsleistung die schmerzhaften verdeckten Würfe- Biel liess sich so nicht abschütteln. Christian Stämpfli markierte in der 44. Minute mit dem 21:20 die erstmalige Führung für die Hauptstädter und verstärkte somit die Hoffnungen auf den lang ersehnten Punktegewinn gegen die Bieler. Allerdings folgte danach eine Baisse des Heimteams: nach zwei Fehlwürfen und drei technischen Fehlern in fünf Minuten musste Bern die Timeoutkarte legen. Das Heimteam warf nochmals alles rein und konnte bis in die 57. Minute wieder auf 25:27 verkürzen. Der Schiedsrichterentscheid drei Minuten vor Schluss, gleich zwei BSV-Spielern eine Strafe anzuhängen plus 7m zu pfeifen minimierten die Chancen auf einen Punktegewinn der Hausherren drastisch. Mit einem kämpferischen letzten Tor von Topscorer Echaud kamen nochmals Hoffnungen auf, die zwei darauffolgenden technischen Fehler vom BSV liessen jedoch danach die Gäste jubeln. «Die wahrscheinlich schmerzhafteste und nervigste Niederlage in der aktuellen Saison...» so Coach Urs Staudenmann nach der Spielanalyse.

Der BSV will sich kommenden Sonntag im Vierpunktespiel beim Tabellennachbar SG Pilatus für die Heimniederlage revanchieren und den dritten Tabellenplatz nochmals angreifen. Anpfiff ist um 17.45 Uhr in der Horwerhalle in Horw.
 
BSV Bern Muri 2 – HS Biel 26:28 (11:13)
Spitalacker, 100 Zuschauer, SR Brianza/Summ
BSV Bern Muri 2: Charczuk (35%), Häberli (n.e.); Dubach, Echaud (7/2), Grossenbacher (n.e.),Hefti (1), Mühlemann N. (2), Mühlemann T. (1), Niederhauser (2), Reber (5), Reverdin (n.e.), Scheidegger (3), Schildknecht (3), Stämpfli (2).
Bemerkungen: BSV2 ohne Alder, Badertscher, Chevallaz, Diethelm, Gehri, Kupferschmied, Laville, Stucki, Wildberger und Zehnder.


Zittersieg in Pratteln

Das Zwöi gewinnt ein von den Angriffsreihen geprägtes Spiel gegen den TV Pratteln NS knapp mit 34:35 (19:19), musste aber am Schluss noch unnötig um den Sieg bangen.
 
Die schwierig einzuschätzenden Basler, standen vor der Partie auf dem sechsten Rang, holten aber ihre drei Punkte gegen Gegner, die den BSV bezwingen konnten. Man war gewarnt vor dem starken Rückraum, sowie dem schnellen Umschaltspiel und wollte in der Defensive speziell an diesen Punkten entsprechend dagegenhalten.

Nach einer turbulenten Anreise und einer kurzen Matchvorbereitung startete das Zwöi zumindest im Angriff gut in die Partie. Die Fehlerquote war tief und wenn man sich gute Chancen herausspielte landete der Ball auch praktisch immer im Tor. In der Defensive wurde es aber dem Gegner etwa gleich einfach gemacht, das Zwöi tat sich schwer die Lücken im Zentrum zu schliessen und den Gegner zu Abschlüssen über Aussen zu zwingen. So schraubten die beiden Mannschaften den Spielstand im Gleichschritt hoch – mal führte der BSV mit 1-2 Toren, mal hatte Pratteln die Nase um eine Länge vorn. Nach 30 Minuten mit zusammengezählt über 50 Abschlüssen, trennten sich die Mannschaften 19:19.

Dass dieses Spiel über die Verteidigung zu gewinnen war, war spätestens zu diesem Zeitpunkt wohl allen klar, aber auch im zweiten Durchgang konnten die Berner die Taktiken, die man sich vornahm kaum umsetzen. Also ging das Spiel im gleichen Stil weiter wie vor der Pause, bis sich der BSV gut 10 Minuten vor Schluss auf 28:31 absetzen konnte, den Sieg wohl schon vor Augen, fing aber die Angriffsmaschinerie ausgerechnet in diesem Moment an zu stocken und die Basler konnten mit einem 4:0 Lauf die Führung wieder übernehmen. (32:31, 54. Minute). Nun waren es aber wieder die Berner, die vorlegten und mit dem 33:35 eine Minute vor der Sirene den scheinbar entscheidenden Treffer markierten. Beim ganzen jubeln, ging aber das Verteidigen wieder vergessen und die Baselländer konnten innerhalb von wenigen Sekunden verkürzen und kamen nach einem Fehlpass der nervösen Bernern kurz vor Schluss noch einmal in Ballbesitz. Der letzte Abschluss, des Heimteams landete aber erst kurz nach dem Ertönen der Schlusssirene im Tor der Berner und die Schiedsrichter entschieden sofort auf «No Goal». Der BSV kam also noch einmal mit einem blauen Auge davon und feierte einen glücklichen Auswärtssieg.
 
Das Zwöi empfängt am kommenden Samstag, den am letzten Wochenende zum ersten Mal in dieser Saison bezwungenen Aufstiegsaspiranten HS Biel um 19:00 im Spitalacker.
 
TV Pratten NS – BSV Bern Muri II 34:35 (19:19)
Pratteln KSZ – 30 Zuschauer – SR Bächli/Sejdaj
BSV Bern Muri II: Charczuk / Hauser ; Alder, Diethelm, Echaud (9/4), Gehri (2), Grossenbacher, Hefti (8), Kupferschmied, T. Mühlemann (2), Scheidegger (6), Schildknecht (1), Stämpfli (7).
Bemerkungen: BSV ohne Chevallaz, Dubach, Häberli, N. Mühlemann, Reber, Reverdin, Wildberger, Zehnder – Strafen: BSV 4x2min, TVP 3x2min


Klare Verhältnisse

Der BSV2 fegt ein schwaches US Yverdon mit 33:20 aus der Mooshalle.

Spiele gegen Yverdon sind jeweils physisch herausfordernd und nicht selten knapp; doch der Anblick der sichtlich dezimierten Gäste aus der Romandie liess bereits beim Einwärmen viele Zweifel vergessen; vielmehr war klar, dass die zwei Punkte in Bern bleiben müssen. Der BSV Bern Muri 2 ist seit der Aufholjagd in Dagmersellen aus dem Winterschlaf erwacht und wollte das zweite Heimspiel im Moos unbedingt gewinnen.

Nach der verhaltenen Startviertelstunde (7:6) stellten die Hausherren die Deckung um und konnten so sukzessive den Vorsprung aufbauen. Das Spiel entwickelte sich über die gesamte Spielzeit nie zu einem Knüller- aber der BSV2 bewies Charakter. Der Pausenstand von 16:13 liess zwar die Kräfteverhältnisse ausgeglichener aussehen als effektiv gespielt wurde, das Heimteam war allerdings immer spielbestimmend.

Im zweiten Durchgang war der Faden bei Yverdon total gerissen: der fünfminütige Zwischenspurt in Deckung und Angriff vom ‚Zwöi‘ war vorentscheidend und nichts als die erwartete Folge auf die erste Hälfte. Nach exakt 45 Minuten Spielzeit konnte Jair Welti auf praktisch allen Positionen einen gleichwertigen Spieler einwechseln ohne dass eine Qualitätseinbusse bemerkbar war- dies spricht einmal mehr für die Entwicklung der verschworenen zweiten Mannschaft aus der Hauptstadt. Mit dem zweiten Siebenmeter in der 55. Minute markierte Matchtopskorer Nicolas Dubach mit seinem siebten persönlichen Treffer den 12-Torevorsprung zum vernichtenden 29:17. Das taktische Timeout vom BSV2 drei Minuten später hatte einen sehr unglücklichen Grund: Martin Wildberger (3 Spiele 7 Tore) zog sich leider einen Kreuzbandriss zu- vom ganzen Team gute Besserung Märy! Über das ganze Spiel gesehen erhielten die Hausherren zwei bis drei Tore zuviel- ansonsten war die Leistung ansehnlich und die Berner grüssen nun vom dritten Tabellenplatz.
Das Team ist motiviert im Auswärtsspiel gegen Stans vom kommenden Samstag die positive Serie fortzusetzen- nur Pratteln konnte bis anhin einen Punkt aus der Obwaldner Halle entführen. Anpfiff im Eichli ist 19.30 Uhr.

BSV Bern Muri 2 – US Yverdon 33:20 (16:13)
Mooshalle, 80 Zuschauer, SR Ettling/Kappeler
BSV Bern Muri 2: Charczuk, Hauser (ab 50.); Alder (1), Dubach (7/2), Echaud (6/1), Hefti (2), Mühlemann N. (3), Mühlemann T. (1), Niederhauser (1), Reber (3), Reverdin (1), Scheidegger (2), Stämpfli (3), Wildberger (3).
Bemerkungen: BSV2 ohne Grossenbacher (verletzt), Badertscher, Chevallaz, Diethelm, Gehri, Kupferschmied, Laville, Stucki, Zehnder. Wildberger scheidet verletzt aus (58.).


Späte Reaktion

Das Zwöi holt sich mit einem 23:24- Sieg in der Schlussminute die zwei Punkte in Dagmersellen

«Ich will eine Reaktion sehen…» – nicht nur der Dagmersellener Präsident forderte dies nach verschlafenem Finalrundenstart von seinem Team: Die Erwartungen und Message des Trainerduos Welti/Staudenmann an die Mannschaft war im Vorfeld des Auswärtsspiels dieselbe. Nach der katastrophalen Leistung gegen die nach wie vor ungeschlagenen Seeländer und dem schlussendlich auch klar vergebenen Heimspiel gegen die SG Pilatus hatten die Hauptstädter zwei Wochen Zeit den Fehlstart in die Finalrunde wenigstens im Training zu korrigieren. Dies gelang dem Team ordentlich - wenigstens letzte Woche wurde engagiert trainiert.

Der Dorfverein aus dem Luzerner Hinterland war den Bernern völlig unbekannt. Dass aber in der Chrüzmatt (Fasnachts-)Stimmung aufkommen sollte lag von Beginn weg auf der Hand.

Beide Teams begannen sehr fehlerhaft und von den ersten Minuten an war klar, dass der BSV2 für jedes Tor sehr hart arbeiten musste. In den ersten 20 Minuten schossen die Hauptstädter den gegnerischen Torwart (47%) warm, reagierten in der Deckung schlecht und meistens zu spät: der BSV produzierte bis zum Timeout nicht weniger als 15 Fehlwürfe, während sich die Gastgeber bis dahin einen Viertorevorsprung erarbeiten konnten. Mit der Umstellung der Berner Deckung und mehr Konzentration bei Abschlüssen konnte der Rückstand erst um zwei Tore verringert werden- bis zur Pausensirene waren es dank Wildbergers Treffer dann noch deren drei. (13:10)

Die zweite Hälfte der Partie unterschied sich in zwei für die Berner entscheidenden Punkten vom ersten Durchgang: Sie erzielten den erstmaligen Ausgleich per Gegenstoss in der 37. Minute und es sollte nicht der letzte sein. Danach riss allerdings der Faden bei den Gästen ein weiteres Mal: namentlich mit der nach wie vor miserablen Wurfquote machten einige Spieler auf sich aufmerksam. Allerdings auch BSV-Schlussmann Charczuk im Positiven. Er parierte gesamthaft 15 von 38 Luzerner Torwürfen. Vom 21:18 (51.) bis zum 23:23 (57.) bewies der BSV2 doch noch seine Stärke und konnte dank dem Schlussspurt von Benjamin Henchoz (3 Tore) die wichtigen zwei Punkte aus Dagmersellen mitnehmen.

Kommenden Samstag wollen die Berner unbedingt weiterpunkten - es wäre der erste Punktegewinn gegen West Handball in der laufenden Saison: Anpfiff ist 18.30 Uhr im Moos in Gümligen.
 
TV Dagmersellen – BSV Bern Muri 2 23:24 (13:10)
Chrüzmatt, 225 Zuschauer, SR Bertin/Adel
BSV Bern Muri 2: Charczuk (40%), Häberli (n.e.); Alder (1), Dubach, Echaud (9/4), Grossenbacher, Hefti (1), Mühlemann N., Niederhauser (2), Scheidegger (5), Schildknecht (1), Stämpfli (2), Wildberger (3).
Bemerkungen: BSV2 ohne Mühlemann T. (verletzt); Chevallaz, Gehri, Reber (abwesend); Diethelm, Kupferschmied, Zehnder (nicht im Aufgebot); Stucki, Badertscher, Laville (2. Liga).


Niederlage gegen die SG Pilatus

Das Zwöi kämpft sich in der zweiten Partie der Finalrunde von einem deutlichen Rückstand zurück ins Spiel, verliert dann aber trotzdem mit 27:32 (13:15).

Die Gäste aus Luzern, die den Aufstieg anstreben und als Favorit in die Partie gingen, konnten durch Tore der beiden ehemaligen BSV-Akteure David Riederer und Raphael Muff mit 3:0 in Führung gehen. Der Berner Angriff brauchte ein wenig Anlaufzeit, doch wenn man geduldig angriff und nicht voreilig den Abschluss suchte, offenbarte die Luzerner Deckung immer wieder Löcher, die meist vom Rückraum genutzt werden konnten. Die Gäste zeigten sich aber ihrerseits im Angriff sehr effizient und vor allem durch das Zusammenspiel mit dem Kreisläufer immer wieder erfolgreich und konnten den BSV so auf Distanz halten. In der 19. Minute erhöhte Pilatus erneut über den Kreis gar auf 7:12. Trotz zwei aufeinanderfolgenden Strafen gegen das Zwöi wurde der Rückstand aber nicht noch grösser – im Gegenteil: noch vor der Pause konnte durch Hefti und Echaud auf 13:15 verkürzt werden.

In der zweiten Halbzeit musste vor allem in der Verteidigung eine Steigerung her, um mit Pilatus mitzuhalten. Doch wie schon in der Partie gegen Biel, zog das Zwöi gleich nach der Pause die schwächste Phase des Spiels ein, leistete sich zu viele Ballverluste und offerierte den Gästen so die Chance zu schnellen, einfachen Toren. Als Coach Staudenmann in der 42. Minute sein Timeout nahm, war Pilatus schon auf 16:22 enteilt. Die Auszeit hatte dann aber ihren gewünschten Effekt: die umgestellte Abwehr stellte die Gäste vor deutlich mehr Probleme und mehr defensive Ballgewinne des Zwöi führten konsequenterweise auch zu mehr Gegenstössen und schnellen Toren. Der BSV holte Tor um Tor auf und  Matti Schildknecht verwertete in der 53. Minute einen weiteren Gegenstoss zum 25:26. In der Folge boten sich dem Zwöi mehrere Chancen zum Ausgleich, die aber allesamt nicht genutzt wurden. In der Schlussphase musste man zwangsweise mehr Risiken eingehen, was den Gästen erlaubte bis zur Schlusssirene auf 27:32 zu erhöhen.

Pilatus war in den entscheidenden Momenten des Spiels schlicht einen Tick cleverer als der BSV und nutzte seine Chancen eiskalt. So bleibt der BSV auch im zweiten Spiel der Finalrunde sieglos und richtet den Fokus auf das Auswärtsspiel in zwei Wochen gegen den ebenfalls noch punktelosen TV Dagmersellen.

BSV Bern Muri II – SG Pilatus 27:32 (13:15)
Spitalacker, Bern – 100 Zuschauer – SR Bächli/Sejdaj
BSV Bern Muri II: Hauser / Häberli (ab 43.); Echaud (7), Gehri, Grossenbacher, Hefti (4), N. Mühlemann (3), T. Mühlemann, Niederhauser (2), Reber (6),  Reverdin, Scheidegger (2), Schildknecht (2), Stämpfli (1).
Bemerkungen: BSV ohne Charczuk (verletzt), Chevallaz, Dubach, Diethelm, Kupferschmied, Wildberger, Zehnder (überzählig/abwesend) und Alder (NLA-Einsatz, 1 Assist und 1 Pfostenschuss!)
Strafen: BSV 4x2min, SGP 1x2min.


Schwache Darbietung gegen den HS Biel


HS Biel - BSV Bern Muri 2 35:21 (15:12)


Der BSV2 verliert das Auswärtsspiel gegen HS Biel nach einer sehr schwachen zweiten Halbzeit zu deutlich mit 35:21 Toren.

 
Das dritte Aufeinandertreffen der beiden Teams versprach nebst der neblig-grauen Anfahrt und der gewohnt tristen Stimmung in der Halle Gym Seeland auch ein Gradmesser für beide Kontrahenten: Der Gastgeber als Aufstiegsaspirant mit weisser Weste aus der Qualirunde wollte und musste einen positiven Start in die Finalrunde hinlegen. Die Stadtberner hingegen fuhren ohne Druck, jedoch mit klarem Bewusstsein nach Biel: das Zwöi in der Aussenseiterrolle soll erstmals seit langer Zeit das Resultat gegen das solide Team von Christoph Kauer positiv gestalten. Auch der Umstand, dass weder die Offiziellen des HS Biel die Matchuhr zum Laufen brachten, noch eine manuelle Anzeige zur Verfügung stand sollte die Gäste nicht aus dem Tritt bringen. In den ersten Phase des Spiels war es Roman Scheidegger, welcher auf Seite des BSV die Fäden im Angriff zog und im Alleingang die ersten drei Gästetreffer markierte. Mit Kampf und etwas Glück liessen die Stadtberner die gewohnt soliden Bieler nicht davonziehen- auch wenn die Angriffsauslösungen harzten und technische Fehler im Angriff blitzschnell mit einem Gegenstosstor der Gastgeber bestraft wurden; über das ganze Spiel betrug die Trefferquote des HS Biel 70% gegenüber 50% der Berner. Kurz vor der Pause konnten die Gäste das Resultat noch zu einem (den Umständen entsprechend) passablen 15:12 korrigieren.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit vergab das Zwöi den Match leichtfertig: die umgestellte Deckung in eine 6:0- Formation funktionierte nicht im Ansatz und der ideenlose und ineffiziente Angriff war eine Einladung für Biels zweite Welle- in der 45. Minute trafen die Gastgeber zum 25:15. Das Timeout von Welti/Staudenmann in der 50. Minute klärte zwar das sichtlich konsternierte Team über den entschiedenen Match auf- aber verfehlte jegliche Wirkung für eine Resultatkosmetik- welche durchaus möglich gewesen wäre. Wenigstens verlor man die Schlussviertelstunde ‚nur‘ mit vier Toren- dies vermochte allerdings die hängenden Berner Köpfe am Schluss der Partie nicht anheben. HS Biel feiert einen souveränen Kantersieg und lässt den Tabellenzweiten aus der Qualirunde sehr alt aussehen. Der BSV2 hat in drei Trainings die Gelegenheit die schwache Darbietung zu vergessen, am Deckungsverbund und im Angriffsbereich zusammenzufinden und im kommenden Spiel gegen die SG Pilatus (29:17 gegen West HBC) zu korrigieren. Anspielzeit ist am Samstag 19.00 Uhr im Spitz.
 
HS Biel - BSV Bern Muri 2 35:21 (15:12)
Gym Seeland, 100 Zuschauer, SR Meili/Kamber
BSV Bern Muri 2: Häberli (23%), Hauser (16% ab 45‘); Alder, Dubach, Echaud (3), Gehri (1), Grossenbacher, Hefti, Mühlemann T. (2), Niederhauser (2), Scheidegger (7), Schildknecht, Stämpfli (4), Wildberger (2).
Bemerkungen: Saisondebüt von Martin Wildberger. BSV2 ohne Chevallaz, Badertscher, Laville, Stucki, Diethelm, Kupferschmied, Mühlemann N., Reverdin, Reber.
Verhältnis 2min-Strafen: 2:6
Verhältnis gepfiffener 7m: 4:0


NIEDERLAGE UND SIEG ZUM ABSCHLUSS DER VORRUNDE

Als Abschluss des Jahres stand für das Zwöi ein Doppelwochenende auf dem Programm. In den zwei Heimspielen gegen den Leader aus Biel und gegen HV Herzogenbuchsee wollte man nach den zuletzt schwachen Leistungen eine Reaktion zeigen und mit einem versöhnlichen Ende in die verdienten Weihnachtsferien gehen.

Am Freitagabend boten die Bieler, die verlustpunktlos an der Spitze der Tabelle stehen, zum Tanz. Es war das erwartet harte Spiel, doch der BSV konnte nach einigen Anfangsschwierigkeiten gut mithalten. Der Einsatz und die Kampfbereitschaft stimmten und man konnte einen anfänglichen 5-Tore-Rückstand bis zur Pause auf zwei Zähler verkürzen (12:14). Auch nach der Pause entsprach das Spiel der Spitzenkampf-Affiche, auf beiden Seiten wurden gut verteidigt und geduldig angegriffen. Die Klasse der Gäste zeigte sich aber dadurch, dass praktisch jeder Fehler des BSV mit einem schnellen Gegentor bestraft wurde. So war das Zwöi zwar nah dran, aber am Ende reichte es trotzdem nicht und Biel setzte sich mit 26:30 durch.

Für den Gegner am Sonntag, Herzogenbuchsee, ging es noch um die Qualifikation für die Finalrunde, die sich der BSV schon zuvor gesichert hatte. Man konnte also erwarten, dass die Oberaargauer bis in die Fingerspitzen motiviert waren und wie die Feuerwehr aus den Startlöchern kommen würden. Genau so war es auch und das Zwöi wurde in den ersten Minuten regelrecht überfahren: Nach 11 Minuten stand es 0:7 für die Gäste. Doch allmählich konnten die Hauptstädter sich vom Schock erholen, kamen besser ins Spiel und konnten bis zur Pause auf 10:13 verkürzen. Diesen Vorsprung konnten die Gäste über längere Zeit halten – bis gut 5min vor Schluss (22:25). Dank einer nun aber überzeugenden Deckung und den Toren von Dubach und Reverdin, erspielte man sich aber kurz vor Schluss die Chance zum Ausgleich, die wieder Matthias Reverdin ausnutzte.
Dank dem 25:25 Unentschieden schliesst das Zwöi die Qualifikationsrunde auf dem zweiten Rang ab!

Für das Zwöi geht es nach den Ferien am 21. Januar weiter, wenn das erste Spiel der Finalrunde angeworfen wird. Mit dem neuen Modus kommen neue interessante Begegnungen auf das Zwöi zu. Die Gegner in der Finalrunde sind: HS Biel, US Yverdon, West HBC, BSV Stans, SG Pilatus, TV Pratteln NS und TV Dagmersellen.

BSV Bern Muri II – HS Biel 26:30 (12:14)
Spitalacker, Bern – 150 Zuschauer – SR Jankevicienè/Petkevicius
BSV Bern Muri II: Hauser / Häberli; Chevallaz, Dubach, Echaud (8/3), Hefti (3), Nick Mühlemann (1), Tiziano Mühlemann (1), Niederhauser, Reber (1), Reverdin (2), Scheidegger (6), Schildknecht (1), Stämpfli (3).
Bermerkungen: BSV ohne Badertscher, Laville und Stucki (2.Liga), Alder, Charczuk, Diethelm, Gehri, Grossenbacher, Kupferschmied, Wildberger, Zehnder.
Strafen: BSV 2x2min, Biel 2x2min.
Meisterschaftsdebut von M. Reber.

BSV Bern Muri II – HV Herzogenbuchsee 25:25 (10:13)
Spitalacker, Bern – 50 Zuschauer – SR Mönig/Summ
BSV Bern Muri II: Charczuk / Häberli; Alder, Chevallaz, Dubach (1), Echaud (7/4), Grossenbacher (1), Hefti (2), Nick Mühlemann (1), Tiziano Mühlemann (1), Niederhauser (2), Reverdin (3), Schildknecht, Stämpfli (7).
Bemerkungen: BSV ohne Badertscher, Laville und Stucki (2.Liga), Diethelm, Gehri, Hauser, Kupferschmied, Scheidegger, Wildberger, Zehnder.
Strafen: BSV 4x2min, HVH 4x2min & 1 Disq. (D. Lüthi).


Rabenschwarze 45 Minuten

Das Zwöi zeigt gegen West HBC über den grössten Teil des Spiels die schlechteste Leistung der Saison. Auch eine furiose Aufholjagd gegen Schluss konnte die Niederlage 28:27 (16:10) nicht mehr verhindern.
 
Gegen West, die schon das Heimspiel im Spitz mit einem Tor unterschied gewinnen konnten, hatte man eine Rechnung offen. Offenbar war das allerdings nicht Motivation genug, denn die Mannschaft ging unkonzentriert ins Spiel. Die Lausanner, waren aber vom ersten Moment an da, verwerteten ihre Chancen und packten in der Verteidigung zu. Das Spiel des BSV hingegen, kam überhaupt nicht in Fahrt, eine ungewöhnliche Flut von technischen Fehlern und kaum Absprache in der umgestellten Abwehr prägten das Geschehen. So führte das Heimteam nach 15 Minuten bereits mit 10:3. Es schien aber als konnte das Zwöi sich nun ein bisschen fangen und verkürzte auf 11:8. Doch bis zur Pause war es wieder West, welche das Diktat übernahmen und erneut auf sechs Tore davon zogen (16:10).
 
Das Spiel des Zwöi konnte in der zweiten Halbzeit nur besser werden, also war klar, dass dieses Spiel noch nicht verloren war. Aber die Waadtländer spielten weiterhin abgeklärt und geduldig und konnten den Vorsprung immer auf ungefähr 5 Toren halten. Ausgerechnet eine Strafe gegen den BSV markierte eine gute Viertelstunde vor Spielende den Startschuss für die Schlussoffensive. Als plötzlich Stimmung in die Partie und vor allem in die Deckung der Berner kam, bekam auch das vorher souveräne Heimteam zittrige Hände. Der BSV lief konsequenterweise mehr Gegenstösse und konnte den Rückstand auf 25:24 reduzieren (54.).  In der hektischen Schlussphase erarbeitete sich das Zwöi dank zwei guten Abwehraktionen wenige Sekunden vor Schluss noch einmal die Chance zum Ausgleich, die aber der Waadtländer Torhüter mit einer sehenswerten Parade vereitelte.
 
Trotz der enttäuschenden Leistung ist keineswegs Köpfe hängen lassen angesagt. In der Hinrunde sind noch drei Spiele  zu spielen und mit einem Sieg am Sonntag bei Wacker Thun kann der Einzug in die Aufstiegsrunde bereits klar gemacht werden.
 
West HBC – BSV Bern Muri II 28:27 (16:10)
Crissier Marcolet, 150 Zuschauer, SR Christinet/Makhlouf
BSV Bern Muri II: Häberli / Charczuk (2.HZ); Alder (n.e.), Dubach (n.e.), Echaud (7/5), Gehri (1), Grossenbacher (5), Hefti (1), T. Mühlemann, Niederhauser (1), Scheidegger (4), Schildknecht (4), Stämpfli (4), Zehnder.
Bemerkungen: BSV ohne Badertscher, Laville und Stucki (2.Liga), Chevallaz, Diethelm, Hauser, Kupferschmied, N. Mühlemann, Reverdin, Wildberger.
Strafen: BSV 3x2min, West 4x2min


Eine Macht im «Spitz»

Der BSV2 gewinnt das torreiche Spiel mit 36:33 Toren und macht somit einen Riesenschritt Richtung Finalrunde.

Im Hinspiel präsentierte sich die PSG Lyss ganz schwach – die Stadtberner konnten trotz einem ungenügendem Angriff und insgesamt mässiger Leistung die zwei Punkte nach Bern holen. Dementsprechend waren die Seeländer – welche sich im Laufe der Spielzeit klar steigerten – gewillt gegen die Hausherren im ‚Spitz‘ zu punkten.

In der Anfangsphase drückte der BSV Bern Muri 2 dem Spiel klar den Stempel auf: mit starken Offensivaktionen von Stämpfli und Scheidegger sicherten sich die Hauptstädter ein Viertorepolster und konnten dieses bis kurz vor der Pause verwalten. Die Gäste stellten ihre Verteidigung auf eine Manndeckung um und profitierten immer wieder von dummen Berner Strafen. Insgesamt standen die Abwehrformationen auf beiden Seiten zu wenig gut. Speziell der BSV2 liess Schlussmann Häberli oft alleine und damit eher schwach aussehen. Dank dem verworfenen Siebenmeter von Lyss vor der Pausensirene hiess das Score immerhin 18:15. Mit weniger Strafen und einer agileren Deckung müsste der Gegner zu bezwingen sein, so das grobe Pausenrésumé von Welti/Staudenmann.

Der BSV2 kam ordentlich aus der Pause und konnte das Score innerhalb drei Minuten durch einen Treffer von Dubach zum 21:17 hochschrauben. Die Doppelmanndeckung der Gäste öffnete Räume und Torchancen für das ‚Zwöi‘, welches dieses Angebot dankend annahm. Allerdings müsste in der eigenen Deckung eine Reaktion kommen – Fehlanzeige. Bereits in der 45. Minute durfte Nick Mühlemann auf der Tribüne Platz nehmen und es folgten weitere vermeidbare Strafen. Der sicherste Berner Pfeiler über die ganze Spielzeit war Christian Stämpfli welcher mit seinem elften persönlichen Treffer aus 14 Versuchen zum vermeintlich vorentscheidenden 32:28 traf. Nach weiteren Strafen gegen Grossenbacher und Stämpfli konnte sich die PSG Lyss nochmals herankämpfen und glich in der 58. Minute sogar aus. Nach dem Timeout vom BSV war es Rückkehrer Niederhauser, welcher eine halbe Minute vor Schluss mit einem sehenswerten Treffer zum 35:33 die Seeländer Punkteträume zerstörte.

Kommenden Samstag ist der BSV2 beim HBC West zu Gast und will sich für die unglücklich vergebenen Punkte im Spitalacker revanchieren. Das Spiel findet um 18.00 Uhr in Crissier Marcolet statt.
 
 
BSV Bern Muri 2 – PSG Lyss 36:33 (18:15)
Spitalacker, 200 Zuschauer, SR Hennig/Meier
 
BSV Bern Muri 2: Häberli, Charczuk (ab 45‘); Dubach (2), Echaud (6/3), Gehri (2), Grossenbacher (3), Hefti (3), Mühlemann N. (1), Mühlemann T. (n.e.), Niederhauser (2), Reverdin, Scheidegger (5), Schildknecht (1), Stämpfli (11).
 
Bemerkungen: BSV2 ohne Badertscher, Laville und Stucki (2. Liga), Alder, Diethelm, Kupferschmied und Wildberger. Verhältnis 2min-Strafen: 9:3


Ungefährdeter Sieg gegen Lausanne-Ville/Cugy

Das Zwöi fährt gegen das Schlusslicht aus Lausanne trotz einer unterdurchschnittlichen Leistung mit 22:37 (10:17) einen souveränen Pflichtsieg ein.

Gegen die Waadtländer, die mit 0 Punkten abgeschlagen am Ende der Tabelle stehen, gab es nur eine Devise: gleich von Beginn weg konzentriert spielen und den Unterschied ausmachen, damit sich nicht plötzlich noch ein mühsamer Kampf entwickelt.

Das mit der Konzentration ist aber manchmal ein bisschen eine Sache für sich und darum brauchte der BSV eine Weile, bis man im Spiel war und den Gastgebern davonziehen konnte. Da die Berner trotz Fehlern in der Abwehr immer auf Gegenstösse über die Flügel und einfache Tore aus dem Rückraum zählen konnten, wurde ab der Vorsprung ab der 10. Minute kontinuierlich grösser und Betrug bis zur Pause 10:17.

Nach dem Seitenwechsel bäumten sich die Lausanner noch einmal ein wenig auf, aber ausgerechnet in einer langen Unterzahlperiode des BSV gelang es, dem Heimteam alle Hoffnungen auf ein spannendes Spiel zu nehmen. Fortan plätscherte das Spiel hin und her und bis auf die direkte rote Karte gegen einen Spieler von Lausanne gab es wenig Aufreger. Am Ende stand ein nie gefährdeter 22:37 Sieg fest.

Weiter geht es für das Zwöi am Samstag zuhause im Spitz um 19:00 gegen die Pfadi Sport Gruppe Lyss, von denen ein ungleich höherer Widerstand zu erwarten ist.

FSG Lausanne-Ville/Cugy 1 – BSV Bern Muri II: 22:37 (10:17)
Lausanne Bergières, 40 Zuschauer, SR Hennig/Meier
BSV Bern Muri II: Häberli / Charczuk (2. HZ); Alder (1), Echaud (7/3), Gehri (5), Grossenbacher (2), Hefti (7), Kupferschmied, Tiziano Mühlemann (4), Niederhauser (1), Schildknecht (3), Stämpfli (6), Zehnder (1).
Bemerkungen: BSV ohne Dubach (krank), Badertscher, Laville und Stucki (2. Liga), Hauser (verletzt), Chevallaz, Nick Mühlemann, Reverdin, Wildberger (abwesend) und Diethelm.
Strafen: BSV 4x2min, Lausanne 4x2min und 1xDisq.


Berner Effizienz

Der BSV2 überzeugt auf der ganzen Linie und fegt ein bescheidenes US Yverdon mit 36:21 Toren aus dem «Spitz».

Die Anspruchshaltung seitens Trainerduo Welti/Staudenmann ans Team war von Beginn weg klar: der unglückliche Start in Yverdon zum Saisonauftakt musste korrigiert und der vergebene Punkt zurückgeholt werden. Die Gäste aus der Romandie sind zwar immer noch aufsässig, aber lange nicht mehr so torgefährlich wie in früheren Jahren. Dies war sich die heimstarke Heimmannschaft bewusst und ging entsprechend motiviert in die spannende und wegweisende Partie.

Die Startviertelstunde gestaltete sich mehr oder weniger ausgeglichen. Die Berner Deckung kassierte einige einfache Tore, das Angriffspiel hingegen war sehr effizient. Beni Echaud gelangen sieben Tore aus acht Versuchen, Roman Scheidegger netzte 3mal ein. In der 20. Minute traf Schildknecht zum 13:8 und sorgte mit seinem zweiten persönlichem Treffer für eine kleine Vorentscheidung vor der Pause. (18:11) Generell wirkten die Gäste eher blass und produzierten mit gesamthaft 16 (!) doppelt so viele technische Fehler als die Hausherren. BSV-Schlussmann Lukas Häberli rief in seinem dritten aufeinanderfolgenden Spiel wiederholt eine sehr gute Leistung ab und erfreute einmal mehr mit spektakulären Paraden. Die Manndeckung auf den Berner Topscorer Echaud verfehlte einmal mehr die Wirkung und zeigt, dass das «Zwöi» gewachsen ist. Mit abgeklärten Aktionen und vor allem individueller Klasse im Gegenstoss hielt das Heimteam den Gegner souverän auf Distanz und konnte den Vorsprung sukzessive ausbauen. Der BSV Bern Muri 2 gewinnt nicht unbedingt spektakulär, aber sehr effizient und zementiert so den zweiten Tabellenrang in der Gruppe 4.

Kommendes Wochenende reisen die Berner ins Waadtland und treffen am Samstag um 16.30 Uhr auf Tabellenschlusslicht FS Lausanne-Ville/Cugy 1. Mit einer konzentrierten Leistung will der BSV2 weitere zwei Punkte holen und den Weg in Finalrunde weiter ebnen.
 
BSV Bern Muri 2 – US Yverdon 36:21 (18:11)
Spitalacker, 80 Zuschauer, SR Hennig/Meier
 
BSV Bern Muri 2: Häberli, Charczuk (ab 50‘); Alder, Dubach (4), Echaud (8), Grossenbacher (2), Hefti (4), Mühlemann N. (2), Mühlemann T. (3), Niederhauser, Reverdin (2), Scheidegger (6/1), Schildknecht (2), Stämpfli (3).
 
Bemerkungen:
BSV2 ohne Wildberger (verletzt), Badertscher, Laville und Stucki (2. Liga), Gehri, Diethelm und Kupferschmied. Verhältnis 2min-Strafen: 5:1


Knappe Angelegenheit

Der BSV2 gewinnt das fehlerhafte aber spannende Sonntagabend-Spiel in Herzogenbuchsee in Extremis mit 32:33 und grüsst nun vom zweiten Tabellenplatz.
 
Das heimstarke Buchsi war nach dem Remis vom Freitag topmotiviert, enorm wichtige Punkte aus dem zweiten Spiel ihrer Doppelrunde in der Mittelholzhalle zu behalten. Die Gäste aus Bern liefen selbstbewusst nach dem Kantersieg gegen Wacker, aber trotzdem vorbereitet und gefasst auf das schwierige Spiel in die Halle- so hatte man den Eindruck.

Bereits der erste Angriff vom HVH beschrieb die kommenden 60 Minuten: der zu früh geworfene Abschluss von Neuzuzug Schärer aus der Nationalliga B wurde vom BSV-Schlussmann Häberli abgewehrt, und der darauffolgende Berner Angriff endete mit einem technischen Fehler. Herzogenbuchsee deckte wie bereits gegen HBC West von Beginn weg ein kräfteraubendes 3:2:1- in den ersten 20 Minuten sogar erstaunlich effizient. Der gegen Wacker Thun 2 überragende Angriff des BSVs tat sich sehr schwer im Abschluss und sorgte immer wieder für rote Köpfe auf der Bank aufgrund fehlender Wurfeffizienz und unnötigen Ballverlusten. Die Hausherren beantworteten die Stadtberner Fehler jeweils gekonnt mit Gegenstössen erster Welle- wobei sich auch hier wieder Berns Torhüter unter anderem zweimal mirakulös auszeichnete und den Schaden (8:6) bis zur 18. Minute in Grenzen hielt. Das darauf durch einen Lauf des HVHs erzwungene Berner Timeout bewirkte höchstens eine Verschnaufpause für die BSV- Jungs; man war  einfach nicht bereit, den Kampf des Gastgebers anzunehmen. Buchsi deckte im gleichen Stil weiter und baute die Deckung auf eine Doppelmanndeckung aus. In den sehr zerfahrenen Schlussminuten behielten die Berner den kühleren Kopf und korrigierten mit Treffern von Topscorer Echaud (9/1) und Penaltygott Hefti auf das Pausenresultat von 14:12.

Die Devise war klar: der BSV fand allmählich zurück ins fehlerhafte Spiel, hatte vor und nach der Pause das Momentum auf seiner Seite und egalisierte den Viertore- Vorsprung der Hausherren bis in die 34. Minute mittels einem Tor vom eingewechselten Tiziano Mühlemann. Die vielen Strafen und die nach 45 Minuten kaum erstaunlich löchrige offensive Deckung vom HVH lieferte den Stadtbernern Torchancen auf dem Silbertablett: Grossenbacher nahm das Geschenk an und verwertete fehlerlos 5/5 Schüssen. Allerdings konnten die Gäste auch nach dem 28:32 in der 57. Minute den Sack noch nicht schliessen- mit zwei technischen Fehlern im Angriff war die Einladung für Buchsi perfekt dieses Spiel noch zu drehen. Doch auch ein 4:1- Lauf der aufopfernd kämpfenden Hausherren sollte nicht reichen- Lukas Häberli entschärfte den HVH Abschluss sensationell in der letzten Sekunde und sicherte seinem Team den verdienten zweiten Punkt und sich die MVP- Auszeichnung.

Nach zwei Wochen Pause geht’s am 12. November um 17.30 Uhr im Spitalacker gegen US Yverdon weiter: der unglücklich gestohlene zweite Punkt zum Saisonauftakt auswärts ist unvergessen: Das Team will sich unbedingt an den Romands revanchieren.
 
 
HVH – BSV Bern Muri 2 32:33 (14:12)
Mittelholzhalle, 200 Zuschauer, SR Hennig/Meier
 
BSV Bern Muri 2: Häberli, Hauser (für 4 Penalties); Badertscher (n.e.), Dubach (n.e.), Echaud (9/1), Grossenbacher (5), Hefti (2), Mühlemann T. (2), Niederhauser (6), Reverdin, Scheidegger (2), Schildknecht (2), Stämpfli (5), Zehnder.
 
Bemerkungen:
BSV2 ohne Alder und Wildberger (verletzt), Gehri (abwesend), Diethelm, Kupferschmied, Laville, Mühlemann N. und Stucki (überzählig).


BSV deklassiert Wacker Thun

Das Zwöi bezwingt Wacker Thun 2 im ersten Derby der Saison dank einer überzeugenden Darbietung deutlich mit 30:20 (14:9).

Nach der knappen Niederlage gegen West vor einer Woche, musste das Team eine Reaktion zeigen, um von den Oberländern nicht aus den Finalrunden-Rängen verdrängt zu werden.  Der Start in die Partie war dann auch entsprechend nervös und die Gäste konnten nach knapp 10 Minuten mit zwei Toren vorlegen. Doch nach einer gewissen Angewöhnungszeit, kam der BSV besser ins Spiel. Die löchrige Verteidigung der Thuner erlaubte den Bernern immer wieder Überzahlsituationen und freie Abschlüsse und auf der anderen Seite wurden gelegentliche Fehler der Verteidigung durch Dominik Hauser im Tor ausgebügelt. Innerhalb von drei Minuten wurde das Blatt gewendet und der BSV riss das Zepter an sich. Ab der 14. Minute liess man nur noch zwei Tore zu und zog bis zur Halbzeit auf 14:9 davon.  Allerdings nicht ganz verständlich war der versammelten Gemeinde im Spitz, wie Santiago Hefti auf rücksichtslose Art und Weise einen 7-Meter verschiessen konnte.
 
Nach der Pause fand das Geschehen seine Fortsetzung. Von einer Strafe, die sich Zehnder gleich am Ende der ersten Halbzeit eingehandelt hatte, liess das Zwöi sich nicht beirren und liess Wacker nicht mehr zurück ins Spiel. Auch R. Häberli, der von nun an das Tor des BSV hütete, fügte sich sogleich ins überzeugende Berner Kollektiv ein. Er parierte über die Hälfte der Bälle, die auf ihn geworfen wurden und erzielte mit einem Wurf ins leere Tor seinen vielumjubelten ersten Saisontreffer. Der BSV baute die Führung nach und nach aus, bis Roman Scheidegger in der 49. zum ersten Mal auf 10 Tore vorlegte (27:17).  Die Konzentration liess nun ein wenig nach und so konnte Wacker eine höhere Niederlage noch verhindern. Den krönenden Schlusspunkt lieferte jedoch erneut Schlussmann Häberli, der wenige Sekunden vor Schluss mit einem schwer zu beschreibenden Muster einen Gegenstoss parierte und so den Schlussstand von 30:20 besiegelte.
 
Das nächste Spiel bestreitet die zweite Mannschaft am nächsten Sonntag um 19:00 auswärts gegen das sechstplatzierte Herzogenbuchsee.

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BSV Bern Muri II – Wacker Thun 2 30:20 (14:9)
Spitalacker, Bern – 100 Zuschauer – SR Schmid/Walther
BSV: Hauser / Häberli (ab 35.); Badertscher (2), Dubach, Echaud (7), Grossenbacher (1), Hefti (3), T. Mühlemann (1), Niederhauser (1), Reverdin, Scheidegger (8), Schildknecht (3/1), Stämpfli (2), Zehnder (1).
Bemerkungen: BSV ohne Alder, Charczuk, Chevallaz, Gehri, Kupferschmied, N. Mühlemann, Wildberger.





Andreas Santiago Hefti in Aktion: Aus dem Feld dreimal erfolgreich, beim Penaltyduell leider mit zittriger Hand…


Unglückliche Schlussminuten

Der BSV2 muss im ersten Heimspiel in der Spitalackerhalle eine knappe und schmerzliche Niederlage (28:29) gegen HBC West hinnehmen.
 
Das nicht wiedererkennbare und mit Legionären besetzte Team aus Crissier versprach von Beginn weg eine enge und interessante Partie; die Berner waren allerdings sehr gut auf das Spiel vorbereitet. Der Anspruch ans ambitionierte Heimteam, den ersten leistungs- und einstellungsmässig soliden Match zu zeigen, war definitiv überfällig - so die Worte des Trainerduos Welti/Staudenmann in der Ansprache.

Beide Teams legten von Beginn weg los mit schnellem, intensivem und sehenswerten Handball- wobei der BSV rein resultatmässig den besseren Start erwischte (4:1 nach 5‘). In der ersten Viertelstunde agierte die 5:1 Defensive der Berner sehr effizient, trotz der leichten physischen Überlegenheit des gegnerischen Kreisläufers hatte man diesen (jeweils zu zweit) gut im Griff. Jedoch vermochte der sehr solide und robuste Aufbau der Romands das Skore bis zur 10. Minute wieder auszugleichen, die Hausherren konnten danach allerdings dank Überzahlspiel wieder einen Zweitorevorsprung herausspielen. Diesen verwaltete- unter anderem namentlich Christian Stämpfli (5 Tore)- das Team souverän aber umkämpft bis in die Halbzeitpause (14:12).

Die frühe Zeitstrafe gegen Tiziano Mühlemann (34‘) ermöglichte den Gästen den Ausgleich und sogar die erstmalige Führung. Unglücklicherweise liess die Berner Defensive in der zweiten Hälfte klar nach und konnte auch Schlussmann Charczuk zu wenig unterstützen. Mit insgesamt 16 technischen Fehlern war der BSV klar im Nachteil gegenüber dem Gegner aus Lausanne mit deren 9. Die Gäste spielten im zweiten Durchgang ein wenig zwingender und souveräner, auch wenn die Partie in den Schlussminuten nochmals knapp wurde und gut auf beide Seiten hätte kippen können. Allerdings war es der HBC West welcher in der entscheidenden Phase (drei Minuten vor Schluss) mit einem Tor vom Kreis und einem Gewaltschuss von Halblinks die Führung und somit das Berner Timeout erzwang. Die klaren Anweisungen von Staudenmann für die verbleibenden 25 Schlusssekunden wurde vom Heimteam dann nicht umgesetzt, beziehungsweise ein technischer Fehler beendete die Berner Träume nach einem Punktegewinn. Bester Werfer in der zweiten Hälfte und übers ganze Spiel war Beni Echaud mit 9 Toren.

Eine über weite Strecken gute Leistung reichte gegen West nicht- nächste Möglichkeit des eigenen Anspruchs nachzukommen bietet sich kommenden Samstag:

Um 18.00 Uhr startet die Partie im Spitz gegen Tabellennachbar Wacker Thun 2; die Oberländer verloren vergangenes Wochenende nur knapp zuhause gegen HS Biel. Das Zwöi freut sich auf lautstarke Unterstützung!
 
BSV Bern Muri 2 – HBC West 28:29 (14:12)
Spitalacker, 70 Zuschauer, SR Bodmer/Frey

 
BSV Bern Muri 2: Charczuk, Häberli (für 2 P.); Badertscher, Diethelm (1), Dubach (n.e.), Echaud (9/4), Grossenbacher (2), Hefti, Mühlemann T. (2), Niederhauser, Reverdin (1), Scheidegger (5), Schildknecht (3/2), Stämpfli (5).
 
Bemerkungen:
BSV ohne Alder und Wildberger (verletzt), Kupferschmied, Stucki und Hauser (überzählig) und Gehri und Mühlemann N. (abwesend).
Debüt 1. Liga von Noah Diethelm.


BSV2 gewinnt gegen Lyss

Zum zweiten Mal innert Wochenfrist führte der Weg des Zwöis in das Seeland. Im Gastspiel gegen die noch punktelose PSG Lyss bot sich die Chance, die Niederlage gegen Biel wett zu machen und endlich zu zeigen, zu was die Mannschaft wirklich fähig ist.

Die Anfangsphase im gut gefüllten Grien in Lyss versprach schon nicht viel Gutes für die Zuschauer, die ersten Angriffe waren geprägt durch Fehlwürfe und technische Fehler, bis der BSV in der 4. Minute den Bann brach und das erste Tor erzielte. In der Verteidigung, vor dem einmal mehr starken Charczuk im Tor wurde gut gearbeitet und die Lysser hatten Mühe  zu Torerfolgen zu kommen. Das Zwöi lag stets in Führung und war auch glücklich darüber, dass die Lysser genauso fehlerhaft spielten und nicht in der Lage waren, die unzähligen Berner Fehler im Angriff auszunutzen. Angesichts der guten Leistung in der Verteidigung und der Tatsache, dass man in den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit kein Tor kassierte, war es also sehr ärgerlich, dass bis zur Pausensirene nur ein 6:10 Vorsprung herausschaute.

Das Spiel wurde leider auch in der zweiten Hälfte kaum attraktiver, immer noch bestimmten individuelle Fehler den Verlauf und so kam auch kaum Spannung auf in der Halle. Der BSV erhöhte bis in die 47. Minute den Vorsprung auf 10:18 und war sich von da an wohl schon zu sicher. Nun liess auch in der Verteidigung die Konzentration nach und der entscheidende Schritt wurde nicht mehr gemacht. So kamen die Gastgeber immer häufiger zu erfolgreichen Abschlüssen und verkürzten gut zwei Minuten vor Schluss auf 17:20. Für mehr reichte die Zeit aber nicht und das Zwöi rette ein 17:21 über die Ziellinie.

Die einmal mehr schwache Leistung des Zwöi sollte trotz dem schlussendlich erfolgreichen Resultat zu denken geben. Hätten die Lysser nicht einen ähnlich schwachen Tag wie der BSV eingezogen, hätte diese schwache Leistung auch ins Auge gehen können.
Das nächste Spiel des Zwöi wird wohl eine ungleich schwierigere Aufgabe bedeuten, es gastiert der West HBC in Bern, der in der letzten Runde Wacker Thun 2 deutlich bezwingen konnten und nach Verlustpunkten in der Tabelle vor dem BSV steht.
Anpfiff gegen die Lausanner ist morgen Samstag, 15. Oktober um 17:30 im Spitz.

PSG Lyss – BSV Bern Muri 2: 17:21 (6:10)
Grien, Lyss – 320 Zuschauer – SR Hlubovic/Kappler
BSV: Charczuk / Häberli (ab 55.); Badertscher, Dubach (3), Echaud (4), Gehri (n.e.), Grossenbacher (2), Kupferschmied, N. Mühlemann (1), Niederhauser (1), Reverdin (2), Scheidegger (2), Schildknecht (3/2), Stämpfli (3).
Bemerkungen: BSV ohne  Alder, Chevallaz, Hauser, Hefti, T. Mühlemann, Zehnder
Strafen: BSV 6x2min, Lyss 7x2min.
57. Minute: Häberli hält Penalty von T. Dubach (Lyss)


Remis zum Saisonstart

Das Zwöi muss sich im ersten Spiel der Saison auswärts in Yverdon nach einer durchzogenen Leistung mit einem 24:24 (10:8) begnügen.

Als Gast in Yverdon macht man sich stets auf eine hitzige Atmosphäre und ein hart geführtes Spiel gefasst, doch am Samstag war in der modernen Sporthalle Les Isles alles ein bisschen anders. Obwohl der Spielstand bis am Ende immer ausgeglichen war, kam nie wirklich Stimmung auf und auf beiden Seiten gab es überraschend wenige Strafen. Beide Mannschaften fanden nicht wirklich gut ins Spiel, es ging nur sehr schleppend vorwärts und zu Beginn vielen sehr wenig Tore. Aus der Sicht der Gäste lag das daran, dass man hinten gut verteidigte und die Hausherren nur aus dem Rückraum zum Abschluss kommen liess, vorne dann aber Mal für Mal zu früh in den Abschluss ging und nicht die Geduld hatte, sich richtig gute Chancen herauszuspielen. Wenn das Zwöi aber konsequent Gegenstösse mit zweiter Welle spielte, konnte man Yverdon immer wieder in Bedrängnis bringen.

Gleich zu Beginn der zweiten Halbteit bot sich mit einem Zweitore-Vorsprung im Rücken und einer Strafe gegen den Gegner, die optimale Gelegenheit sich vorentscheidend abzusetzen. Doch genau das passierte eben nicht: Yverdon erzielte in Unterzahl ein Tor und der BSV tat sich im Angriff weiterhin schwer und stellte sich durch technische Fehler immer wieder selber ein Bein. Weil es im gleichen Stil weiter ging, konnte sich bis am Ende keine Mannschaft mit mehr als zwei Toren absetzen.  Yverdon glich rund eine Minute vor Schluss durch einen äusserst glücklichen Treffer zum 23:23 aus, worauf das Berner Trainerteam mit einem Time-Out reagierte. Der geschmiedete Plan ging auf, etwa 20 Sekunden vor der Sirene konnte der BSV erneut in Führung gehen. Doch es passte zu diesem kuriosen Spiel, dass Yverdon  praktisch mit dem Schlusspfiff noch ein Penalty zugesprochen wurde, den der Schütze eiskalt verwandelte.
 
Am Ende muss das Zwöi sich eingestehen, dass viel mehr möglich gewesen wäre und dass man den zweiten Punkt fahrlässig hergegeben hat. Die Mannschaft war schlicht zu wenig clever, die Überlegenheit auf dem Feld auszunutzen.
 
Das nächste Spiel des Zwöi ist sogleich auch das erste Heimspiel der Saison: am Samstag 24. September trifft die Zweite Mannschaft im Vorspiel der NLA-Partie um 15:30 im Moos auf den Aufsteiger FSG Lausanne-Ville/Cugy.
 
US Yverdon – BSV Bern Muri II 24:24 (10:8)
Yverdon aux Isles – 156 Zuschauer – SR Buchardi/Kunze
BSV: Charczuk / Hauser (für 1 Penalty); Alder (n.e.), Badertscher (n.e.), Chevallaz (5), Dubach (1), Echaud (7), Gehri (2), Grossenbacher (1), Hefti (3), Reverdin, Schildknecht (1/1), Stämpfli (2), Zehnder (2).
Bemerkungen: BSV ohne Häberli, Kupferschmied (beide überzählig), N. Mühlemann, Scheidegger (beide verletzt), T. Mühlemann, Niederhauser (beide abwesend)
Strafen: BSV 4x2min, USY 2x2min.


BSV2 scheidet aus dem Cup aus

Schweizer Cup, 1. Hauptrunde
BSV Bern Muri II (1. Liga) : HC KTV Altdorf (NLB) 25:30 (14:15)


Das „Zwöi“ verliert das Cupspielt gegen die Mannschaf aus Altdorf nach grossem Kampf und müssen daher ihr Ziel, die Teilnahme am „Final4“, um ein Jahr vertagen.

Die Mannschaft von Welti/Staudenmann nahm sich viel vor und glaubte an seine Chance im Spiel gegen den Oberklassigen. Die Vorgaben vom Trainerduo wurden zu Beginn gut umgesetzt. Das Zentrum hielt man in der Abwehr dicht und vorne konnte man immer wieder schöne Spielzüge erfolgreich abschliessen.

Zwar ging das Team aus der Ortschaft des legendären Apfelschusses von Wilhelm Tell schnell mit zwei Toren in Führung, diesen konnten die Hauptstädter aber bald wieder aufholen. In der 19. Minute ging der BSV2 dann auch das erste Mal in Führung und konnten diese sogleich ebenfalls auf zwei Tore ausbauen. Die Stimmung im sehr gut gefüllten „Spitz“ stieg in dieser Phase stetig.
Mit zwei Strafen kurz vor der Halbzeitsirene, nahm sich das „Zwöi“ den Wind aber gleich wieder selber aus den Segel. An dieser Stelle ist auch erwähnt, dass die Schiedsrichter Jergen/Zaugg eine äusserst solide Leistung zeigten und das Spiel zu jeder Zeit im Griff hatten.
Durch die Schwächung der Berner konnten die Altdorfer den Rückstand bis zur Halbzeit aufholen und die Mannschaften gingen mit einem 14:15 in die Halbzeitpause.
 
In der zweiten Halbzeit zeigte sich zu Beginn eine ähnliches Bild. Die Hausherren kämpften in der Abwehr weiterhin solidarisch und konnten offensiv ebenfalls Akzente setzten. So entwickelte sich eine sehr umkämpfte Partie, wobei bis zur 50. Minuten die Führung stetig wechselte und sich kein Team mit mehr als einem Tor absetzten konnte. Leider liess in den letzten 10 Minuten die Kondition beim Heimteam nach und die Altdorfer konnten mehrere einfache Tore vom rechten Flügel und über den Gegenstoss erzielen.

Hinzu kam, dass man sich vorne immer mehr in Einzelaktionen verstrickte und sich überhastete Würfe nahm. Daher ist auch nicht sehr verwunderlich, konnte man in den letzten 18 Minuten nur noch zwei Tore erzielen.

Die Spieler vom KTV Altdorf zogen ihr Ding weiterhin durch und konnten so schlussendlich einen Sieg mit 25:30 feiern.
 
Die Leistung des „Zwöi’s“ war aber über weite Strecken sehr gut und darauf lässt sich für den Saisonstart gegen US Yverdon am Samstag 17.09.2016 in Yverdon aufbauen.
 
Ein grosses Dankeschön ebenfalls an die zahlreichen Zuschauer im Spitz, die für eine würdige Kulisse bei diesem Cupfight sorgten.
 
BSV: Charczuk, Häberli; Schildknecht (1), Hefti (6), Grossenbacher (1), Reverdin (4), Mühlemann (1), Gehri, Echaud (4), Dubach, Badertscher, Zehnder (4), Reber (3), Chevallaz (1).


CH-Cup: Das «zwöi» steht in der nächsten Runde

Das Zwöi ist nach dem 25:29-Sieg über die HSG Baar/Zug Superbulls im Schweizercup eine Runde weiter und trifft dort auf das NLB-Team aus Altdorf.

Die klimatischen Bedingungen in der modernen Heimhalle des LK Zug mit geschätzten 37° Grad Celsius und 82% relativer Luftfeuchte, der unterirdische Matchball und der senfgelbe Hallenboden mit den 357 Linien waren im Nachhinein zwar Faktoren, dürfen aber keinesfalls als Ausrede für eine schwache Darbietung des oberklassigen Teams genannt werden.

Von der ersten Minute an schlich sich beim BSV in der Defensive wie auch im Angriff der Schlendrian ein. Die Partie war von Beginn weg das erwartet schwierigere Spiel als vermutet werden könnte: das Heimteam war mit einigen Ex-Nationalligaspielern besetzt. Diese beherrschen den Sport nach wie vor sehr gut, wenn auch nicht mehr ganz so spritzig. Dank einer soliden Leistung vom neuen Ausländer in den Berner Reihen erspielte sich der BSV2 bis zur Pause einen Viertorevorsprung, welcher aber eigentlich das Doppelte hätte sein sollen. Der Konjunktiv hilft genau in solchen Partien nichts – dies war auch die Message welche das Trainerduo in der Berner Garderobe dem Team zu verstehen gab.

Nach der Pause ging’s im gleichen Stil weiter: die Gäste kassierten viele unnötige Tore, produzierten geschätzte 20 technische Fehler und der einzige welcher die einfachen Tore schiessen konnte, war im zweiten Durchgang Beni Echaud.

Als sich die Zuger gegen Ende der Partie nochmals herankämpften (Zeit 57‘34“ / Spielstand 25:26) bzw. der BSV eine weitere Baisse hatte, wurde es dem Trainerduo Welti/Staudenmann zu bunt: Mit einer kurzen Wutrede schlug Staudenmann im Timeout die Nägel ein und stellte die Formation um. Andreas Hefti schloss aus ausgezeichneter Wurfposition unter Zeitdruck ab und verwertete. Danach folgten noch weitere zwei Tore der Berner.

Zum Glück verbleiben den Hauptstädtern noch drei Wochen plus Trainingslager bis zum Saisonstart am 17. September in Yverdon.

© BSV Bern Muri AG, 2016

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