BSV U19E belegt beim Lakeside Challenge einen ordentlichen 3. Platz

Traditionell bietet das Lakeside Challenge Turnier in Thun eine erste Standortbestimmung für die neu formierten U19 Teams und auch willkommene Abwechslung zum in der aktuellen Phase sehr athletisch betonten Trainingsalltag - so auch für die BärnBoyz 2017/18. Nach nur 3 Wochen Training waren die Erwartungen noch nicht allzu gross und Spiele gewinnen hatte nicht oberste Priorität. Vielmehr sollten alle Spieler Gelegenheit haben, sich den Trainern zu präsentieren und die guten Trainingseindrücke im „Ernstfall“ zu bestätigen.

Bereits um 8.00 Uhr stand das 1. Spiel gegen das Heimteam von Wacker Thun, frischgebackener Aufsteiger ins Elite, auf dem Programm. Beide Teams agierten zunächst noch etwas müde und verhalten. Vor allem der BSV Angriff zeigte sich zunächst noch nicht sehr präsent, folgerichtig legte Wacker schnell 3 Tore vor. Bis zur Pause hatte man den Score egalisiert (9:9) und hielt das Unentschieden bis Mitte der 2. Hälfte. In der Schlussphase fehlte es jedoch an Zielgenauigkeit und auch an Biss in der Abwehr, so dass man mit 16:19 den Kürzeren zog.

Auch im 2. Spiel gegen die SG Pilatus lief noch nicht alles rund. Eine Steigerung im Angriff war unverkennbar – dafür war die Abwehr zwar agil aber letztlich zu zahm und liess die Gegner zu oft zu freien Würfen kommen. So lief man fast das gesamte Spiel einem Rückstand hinterher und musste mit 20:21 die zweite Niederlage hinnehmen.

Erst nach der Mittagspause und einem energiereichem Risotto fanden die Berner besser in die Spur und zeigten nun auch in der Abwehr mehr Biss. „Leidtragender“ war das Team von Nordwest. Zwar dauerte es hier etwas bis man sich auf deren Spiel mit dem 7. Angreifer einstellen konnte, hatte diese Variante dann aber je länger das Spiel dauerte immer besser im Griff. Die bis zur Pause erspielte 2-Tore-Führung hatte auch bei Spielende Bestand (20:18) – und das „nur“, weil die Berner mehrfach ihre erspielten Chancen fast sträflich vergaben und auch Würfe aufs leere Tor noch ein wenig üben sollten.

Zum Abschluss gab es dann noch ein Schützenfest gegen das mit ein paar Thuner 1. Liga-Spielern verstärkte Inter-Team aus Endingen. Von Beginn weg dominierte die BSV Abwehr dieses Spiel und liess kaum Torchancen zu. Zudem präsentierten sich im Angriff alle Spieler mit viel Spiellaune und Zug zum Tor, und vom Gegner kam kaum Gegenwehr. Das 30:13 gab der Berner Bank viel Gelegenheit, eigene Tore zu bejubeln, war aber letztlich ein Muster ohne grossen Wert.

In der Endabrechnung blieb den Bernern der 3. Platz – die Platzierung ist jedoch zweitrangig. Die Tendenz stimmt, die Stimmung im Team stimmt – so fällt das Fazit doch recht positiv aus. Dass bis zum Saisonstart noch einiges zu tun ist, war vorher klar. Und es bleibt ja noch einige Zeit bis dahin und den BärnBoyz stehe noch viele schweisstreibende Trainingsabende bevor.

Schlussklassement Lakeside 2017 U19
1. Wacker Thun
2. SG Pilatus
3. BSV Bern Muri
4. HSG Nordwest
5. TV Endingen/Zurzibiet

Weitere Infos und Fotos zum Turnier auf der Turnier-Webseite:
https://lakeside-challenge.ch/index.php

Impressionen

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BärnBoyz verpassen unglücklich den Coup im Schweizer Cup

BSV Bern Muri – GC Amicitia Zürich (1. Liga) 17:18 (12:9)

Man hatte sich bei den BärnBoyz gegen GC’s 1. Liga Männer nicht chancenlos gesehen und wahrte die Chance aufs Weiterkommen auch lange bis in die 2. Hälfte. Am Ende reichte es dann doch knapp nicht. Vor allem die starke Defensivleistung der Berner macht Hoffnung für die kommende Saison.

Mit dem 2. Platz im RegioCup hatten sich die BärnBoyz für den Schweizer Cup 2017/18 qualifiziert. Dort hatte man in der 1. Hauptrunde das 1. Liga Team von GC Ami Zürich zu Gast. Nach einem Blick auf die Tabellen der 1. Liga, sah man sich in Bern nicht chancenlos, zumal bei den Zürichern auch einige Spieler der U19 zum Einsatz kommen, gegen die man vor kurzem in der Meisterschaft gewonnen hatte. Allerdings waren direkt vor dem Spiel die Vorzeichen alles andere als gut. Mit Max Freiberg und Lucas Rohr waren die beiden Topscorer der BärnBoyz verletzungsbedingt nicht, oder nur sehr begrenzt, einsatzfähig. Aber Bange machen galt nicht!

Motiviert und unbeschwert startete die U19 in das Spiel und stellte bald fest, dass heute vielleicht wirklich etwas drin liegen könnte. Auch wenn die Gäste mit 2:4 in Führung gingen (7. Min), liess man sich nicht aus der Fassung bringen und glich bald wieder aus (5:5, 13. Min). Jetzt hatte sich vor allem die umgestellte Abwehr gefunden und auf die Kreuzungen der Züricher eingestellt. Eine erste Überzahl nutzte man dann, um erstmals mit 2 Toren in Führung zu gehen (8:6, 17. Min). Und haderte dennoch etwas, da man gleich 2x von der 7m-Marke die Chance vergab, die Führung noch weiter auszubauen. Dies gelang dann jedoch Nico Eggimann, der mit dem Pausenpfiff bei etwa 15 Meter von der Seitenlinie aus den Ball zum 12:9 in den rechten Winkel hämmerte.

Nach der Pause schienen die Berner Youngster auf dem besten Wege, so weiter zu machen, wie sie vor der Pause aufgehört hatten und bauten die Führung gar auf 15:10 (35. Min) aus. Doch dann kam im Angriff der totale kollektive Blackout. Es reihte sich Fehler an Fehler, gegen den nun offensiver verteidigenden Vorgezogenen der GC-Abwehr fand man kein Konzept mehr, musste oft Würfe aus ungünstigen Positionen nehmen, die für den GC-Goalie leichte Beute waren. Und selbst freie Würfe aus Gegenstössen wollten plötzlich nicht mehr rein. Es war wie verhext. So gut die Abwehr weiterhin auch arbeitete, ohne eigene Tore war es nicht zu verhindern, dass GC ausgleichen (15:15, 45. Min) und sogar in Führung gehen konnte (15:17, 47. Min). Erst nach 15 torlosen Minuten erlöste Adi Bodenstein die Berner, schaffte erst den Anschluss und wenig später den Ausgleich zum 17:17 (52. Min). GC kam nochmal in der Mitte durch und ging wieder in Führung (17:18, 53. Min). Noch genügend Zeit auf der Uhr … aber die Abwehrarbeit hatte wohl zu viel Kraft gekostet, der BSV-Angriff mühte sich, doch ohne Erfolg. So blieben die letzten Minuten auf beiden Seiten torlos und die Züricher durften den Sieg und den Einzug in die nächste Cuprunde bejubeln. Schade! Der Sieg war zum Greifen nah.

So blieb nur die Erkenntnis, dass man erneut ein beherztes Spiel und grossen Kampf geboten hatte. Am Ende fehlte es den jungen Bernern dann doch etwas an spielerischer Reife, Cleverness und auch Masse – letztlich verlor man eben doch gegen ein Männerteam, denn bei GC zeichneten die fünf U19-Spieler nur für 3 Tore verantwortlich.

BSV U19E: Adrian Bodenstein (2), Nico Eggimann (6), Aaron Gisi, Ben Helmy (3), Pascal Hüttner, Michael Käser (1), Noé Meier (4), Yannick Robert, Lucas Rohr, Cyrill Soltermann, Francois Sommer (1); TW: Tobias Biedermann (1.-60.), Nick Steinmann (n.e..)

Dirk Lindner

BärnBoyz beenden eine solide Saison auf Platz 4

BSV Bern Muri - TSV St. Otmar ST. Gallen 26:36 (11:17)

Da die Schützenhilfe der Kadetten gegen Pfadi ausgeblieben war, ging es für die BärnBoyz im Spiel gegen den Meisterschaftsanwärter St. Gallen um nichts mehr. So fehlten sicher die letzten Prozent Ehrgeiz und Einsatz, während die Gäste ziemlich humorlos ihre Ambitionen auf den U19-Titel unterstrichen und eine deutliche Visitenkarte abgaben.

Irgendwie hatte man ja doch auf die Schützenhilfe der Kadetten gegen Pfadi gehofft, so dass man mit einem Sieg gegen St. Gallen sogar noch Platz 3 hätte erreichen können. Aber Pfadi hatte gewonnen und sich so „Bronze“ gesichert. Natürlich wollten die Berner das letzte Saisonspiel trotzdem gewinnen. Und der Tabellenzweite aus St. Gallen wollte das Spiel nochmals nutzen, um sich für die PlayOff-Finals gegen die Kadetten einzuspielen.

So begannen beide Teams mit offenen Visier und schnell wurde klar, dass heute viel Tore fallen würden: bereits nach 7 Minuten hatten beide Teams nahezu jeden Angriff mit einem Treffer abgeschlossen und es hiess 5:5. Danach allerdings machten es die Berner Jungs den Gästen ziemlich einfach, so dass es das letzte Unentschieden in diesem Spiel bleiben sollte. Die Fehlerquote stieg beim BSV nun schlagartig an, was die St. Galler 6x in Folge humorlos ausnutzten, um über den Gegenstoss oder einem daraus resultierenden 7m zum Torerfolg zu kommen. So stand es nach 16 Minuten 6:11. Die Berner fingen sich wieder und beim 9:11 wenig später war man wieder auf Tuchfühlung. Diese behielt man auch noch bis zur 25. Minute (11:13), produzierte dann vorne erneut Fehler und war auch in der Deckung nicht energisch genug. Die Folge: zur Pause doch noch ein deutlicher Rückstand (11:17) - allein 10 Gegentore aus Gegenstössen!

Das Umschaltverhalten in beide Richtungen war dann auch Thema in der Halbzeitansprache. Mit dem Resultat, dass man diesbezüglich die 2. Hälfte ausgeglichen gestalten konnte. Vor allem die Steals von Nico Eggimann kurz nach der Pause brachten die Berner wieder näher heran (16:20). Das allein reichte gegen die starken St. Galler allerdings nicht aus. Diese zogen nun spielerisch nochmals an, entzogen sich mehr und mehr mit schnellem und variablem Passspiel dem Zugriff der Berner Abwehr und schlossen nahezu jeden Angriff mit einem Tor ab. Der BSV Angriff mühte sich redlich, liess seinerseits sein spielerisches Potenzial ebenfalls desöfteren aufblitzen und schaffte es immer wieder, Nadelstiche zu setzen – so hielt sich nach gut 50 Minuten der Rückstand noch in Grenzen (23:28). Die Schlussphase gehörte dann aber den Gästen, die nicht nachliessen und in den letzten 10 Minuten den Vorsprung noch verdoppelten (26:36), während Highlights auf Berner Seite nur noch rar gesät waren. Eines gab es aber doch: Max Freiberg, dem Topscorer der Berner in dieser Saison, war es vorbehalten, auf Zuspiel von Ben Helmy per Kempa das 605. und letzte Tor der BärnBoyz in der Saison 2016/17 zu werfen – wie sich hinterher herausstellte, bereits mit gebrochenen Finger.

Ohne Zweifel, diese deftige Niederlage zum Saisonende tat nochmal weh. Neidlos musste man aber die Überlegenheit der St. Galler anerkennen – und wahrscheinlich fehlten aufgrund der Konstellation bei den Bernern heute die letzten Prozent Ehrgeiz, Motivation und Wille. Dennoch können die BärnBoyz auf eine solide Saison zurückblicken. Platz 4 am Ende ist aller Ehren wert, zumal wenn man bedenkt, dass man nach 5 Spieltagen auf einem Abstiegsplatz rangierte. Danach hat sich das Team aber zusammengerauft, spielerisch deutlich entwickelt und viel Freude gemacht.

Ein Spiel steht nun noch aus: am Dienstag, 2. Mai (19:45, Mooshalle) geht es im Schweizer Cup 17/18 gegen das 1.Liga-Team von GC Zürich. Die Vorzeichen könnten allerdings besser sein: Mit Lucas Rohr und Max Freiberg fallen die beiden erfolgreichsten Torschützen verletzt aus. Aber Bange machen gilt nicht!

BSV U19E: Adrian Bodenstein, Nico Eggimann (8), Max Freiberg (6), Aaron Gisi (2), Ben Helmy (5), Michael Käser, Noé Meier (3), Yannick Robert, Lucas Rohr (verletzt/n.e.), Cyrill Soltermann, Francois Sommer (2), Eric Zehnder; TW: Tobias Biedermann (1.-30.), Nick Steinmann (30.-60.)

Dirk Lindner

Starke 2. Hälfte sichert den Sieg in Zürich    

GC Amicitia Zürich – BSV Bern Muri            21:27 (13:11)

Auch den BärnBoyz ist anzumerken, dass sich eine lange Saison dem Ende neigt. Und wenn man nicht mehr um den Titel oder gegen den Abstieg spielt, fällt es mitunter schwer, sich noch richtig zu motivieren. Das war wohl anfangs auch das Problem im Duell beim 6. GC Zürich. Nach der Pause war davon allerdings nichts mehr zu spüren.

Die Berner fanden nur schwer ins Spiel. Fast schien es, die Osterpause hätte ihnen nicht sonderlich gut getan und als hätten sie Probleme, die Ferienstimmung abzulegen. So konnte das Heimteam in den Anfangsminuten fast ohne Gegenwehr schalten und walten bzw. werfen. Folgerichtig lag man nach 5 Minuten bereits mit 1:4 hinten. Erst jetzt steigerte man die Intensität in der Abwehr und konnte GC vorrübergehend am Torewerfen hindern. Da man selber im Angriff viel zu harmlos agierte, dauerte es noch bis zur 13. Minute ehe man das Spiel wieder ausgleichen konnte (4:4). Doch der BSV hatte seinen Rhythmus noch immer nicht gefunden. In Abwehr und Angriff fehlte es an Bewegung, waren Kopf und Beine zu langsam. So schaffte es GC immer wieder, Lücken in der Berner Abwehr zu reissen. Die Berner ihrerseits taten sich schwer, die Lücken in der Züricher Abwehr zu finden – und wenn doch, war man beim Wurf nicht konzentriert genug. Erneut konnte sich GC mit 3 Toren absetzen (5:8, 18. Min). Wenigstens stimmte der Kampfgeist beim BSV und so robbte man sich langsam wieder heran und glich beim 9:9 (24. Min) wieder aus. Allerdings nur, um nahezu postwendend wieder mit 3 Toren in Rückstand zu geraten (9:12, 27. Min). Bis zur Pause konnte man den Rückstand nur marginal verkürzen (11:13). Nein, die BärnBoyz waren noch nicht „on Fire“ – eine klare Halbzeitansprache war nötig.

In Durchgang Zwei zeigten der BSV dann ein ganz anderes Gesicht und vor allem eine ganz andere Körpersprache. Schnell glich man den Skore aus (14:14) und nur wenig später war es Noé Meier vorbehalten, die erste Berner Führung zu erzielen (15:14, 35. Min). Mit drei weiteren Toren vom rechten Flügel war er auch massgeblich daran beteiligt, dass diese Führung auf 19:16 ausgebaut wurde (44. Min). Nun waren die Berner „on Fire“.und hatten endgültig in die Erfolgsspur gefunden. Die Abwehr stand sicher und konnte sich zudem auf zwei gut aufgelegte Goalies verlassen. Nico Eggimann zeigte mehrfach sein Antizipationsvermögen auf, fing reihenweise Pässe aus dem GC-Angriffsspiel ab und leitete den Gegenstoss ein oder verwandelte diesen selber sicher (sofern er nicht vorher rüde gefoult wurde, was leider in beiden Fällen nicht angemessen bestraft wurde). Auch im Positionsangriff agierte man nun viel beweglicher und war vor allem im Abschluss konzentrierter. Der BSV hatte das Spiel im Griff. Daran änderte auch nichts, dass GC nochmal auf 19:18 verkürzen konnte. Spätestens als Cyrill in Unterzahl das 24:19 erzielte (55. Min), war das Spiel entschieden. Nach starken zweiten 30 Minuten gewannen die Berner verdient mit 27:21.

Mit diesem Sieg haben sich die BärnBoyz Platz 4 gesichert und auch noch die kleine Chance auf Platz 3 gewahrt. Um diesen noch zu erreichen, braucht es am kommenden Samstag eine Topleistung gegen den starken Tabellenzweiten St. Gallen und gleichzeitig Schützenhilfe von den Kadetten (1.) gegen Pfadi Winterthur (3.). Der letzte Spieltag hält damit also die Duelle der vier besten Schweizer U19 Teams parat.

BSV U19E: Adrian Bodenstein (1), Nico Eggimann (8/1), Max Freiberg (4/1), Aaron Gisi (1), Pascal Hüttner (1), Michael Käser (1), Noé Meier (5), Yannick Robert, Lucas Rohr (2), Cyrill Soltermann (1), Francois Sommer (3); TW: Tobias Biedermann (1.-50.), Nick Steinmann (50.-60.)

Dirk Lindner

Impressionen zum Spiel

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Im „Easy Going“ zum Kantersieg

SG Zurzibiet-Endingen – BSV Bern Muri           14:34 (8:14)

Die BSV U19E hatte sich vorgenommen, die Aufgabe beim Tabellenletzten Endigen in der GoEasy Arena in Siggenthal konzentriert und ernsthaft anzugehen. Die Gegenwehr des Heimteams hielt sich jedoch in Grenzen. So gelang den BärnBoyz mit einer durchschnittlichen Leistung, quasi im „Easy Going“ der höchste Saisonsieg.

Trotz aller Appelle und guter Vorsätze konnten sich die BärnBoyz nicht ganz freimachen von dem Gedanken, dass es am 20. Spieltag „nur“ gegen das bisher punktlose Schlusslicht Zurzibiet-Endingen ging. Entsprechend harzig begann das Spiel, so dass Endingen zunächst 3x jeweils 1 Tor vorlegen konnte, was die Berner jeweils ausglichen. Beim 4:4 nach 10 Minuten konnte man noch mit keinem Mannschaftsteil wirklich zufrieden sein. Erst als sich Goalie Nick Steinmann dann besser auf die Würfe der Endinger Spieler eingestellt hatte und die ersten Bälle hielt, zeigte sich die gesamte Abwehr konzentrierter und liess nicht mehr allzu viel zu. Vor allem durch Gegenstösse setzte man sich in kurzer Zeit vorentscheidend auf 10:4 ab (16. Min). Dass es zur Pause (14:8) noch immer nur 6 Tore Differenz waren, lag vor allem daran, dass die Berner im Angriff wieder weniger konsequent genug agierten und mehrere Bälle vertändelten oder unkonzentriert abschlossen.

In der 2. Hälfte erbrachte das Heimteam mit handballerischer Magerkost den Nachweis, warum sie bisher noch keinen Punkt geholt hatten. Auf Berner Seite nutzte man diesen Umstand, um munter durchzuwechseln und allen Spielern ausreichend Spielanteile zu geben. Unabhängig davon welche 7 Berner auf der Platte waren, die Abwehr stand (weitgehend) sicher, zwang den Gegner oft zu Würfen aus schlechten Positionen – und wenn doch mal einer frei vor dem Tor auftauchte, war da ja noch Nick „Marco Wölfli“ Steinmann, der u.a. mehrere 100%ige vereitelte und am Ende auf eine Abwehrquote von 65% kam. Auch im Angriff zeigte man sich im zweiten Durchgang durchgehend konzentrierter und entzog sich mit variablem Spiel ein ums andere Mal dem Zugriff der Endinger Verteidiger. Falls beim 16:10 in der 35. Minuten noch irgendwelche Fragen zum Sieger dieses Spiels offen waren, beantworteten die Berner diese mit einem 11:0-Lauf zum 27:10 (48. Min.). Danach brachten sie das Spiel einfach nur noch locker zu Ende (14:34) und nahmen wie erwartet die 2 Punkte mit nach Bern.

BSV U19E: Nico Eggimann (1), Max Freiberg (5), Aaron Gisi (4), Ben Helmy (2), Pascal Hüttner (1), Michael Käser (2), Michael Linder (4), Noé Meier (2), Lucas Rohr (3), Cyrill Soltermann (5/1), Francois Sommer (2), Eric Zehnder (3); TW: Tobias Biedermann (n.e.), Nick Steinmann (1.-60.)

Dirk Lindner


Oops, we did it again!    

BSV Bern Muri – Pfadi Winterthur                       29:26 (15:9)

Am BSV Future Tag hatte die Berner U19 den Tabellendritten Pfadi Winterthur zu Gast. Nach dem deutlichen Sieg in Winterthur (31:21) brannten die BärnBoyz darauf, diesen zu bestätigen. Es entwickelte sich ein unterhaltsames Spiel, in dem beide Teams ihr Klasse aufblitzen liessen. Dass die Schieris das körperbetonte Abwehrspiel auf beiden Seiten zuliessen, war dem Spiel zuträglich, zumal beide Teams wohl wussten, wo die Grenze zu ziehen war. Und ja, die Berner taten es wieder…

Die Berner zeigten sich erneut zu Beginn des Spiels voll konzentriert und sowohl im Angriff als auch in der Defensive gut auf den Gegner eingestellt. Am BSV Future Tag präsentierte sich die U19 von ihrer besten Seite und legte die wahrscheinlich besten 15 Minuten der Saison hin. Vorne zündete man ein wahres Feuerwerk, wirbelte Pfadis Verteidigung gehörig durcheinander und schloss von den ersten 13 Angriffen 12 mit einem Tor ab. Hinten verteidigte man überragend und liess den Winterthurer Angreifern kaum Handlungsspielraum, die sich so auf Würfe aus der 2. Reihe verlassen mussten. Diese waren aber meist sichere Beute des starken Goalies Tobi Biedermann, der in der Anfangsviertelstunde auf eine Fangquote von 75% kam. Folgerichtig führten die BärnBoyz nach 17 Minuten mit 12:3(!).

Dass es so nicht über 60 Minuten weiter gehen konnte, war eigentlich klar. Und so änderte sich nach ca. 20 Minuten das Kräfteverhältnis etwas – auch weil Pfadi nachweisen wollte, warum SIE auf Platz 3 der Tabelle und somit vor dem BSV stehen. Mit dem 7. Feldspieler im Angriff und einer Sonderbewachung für Lucas Rohr bremsten sie den Berner Lauf, fanden wieder ins Spiel und konnten bis zur Pause auf 15:9 verkürzen.

In der 2. Hälfte begegneten sich beide Teams dann auf Augenhöhe. Der BSV zeigte sich nicht mehr so dominant, wie in der 1. Hälfte. Das hatte mehrere Gründe: Zum einen hatten die weiterhin mit 7 Angreifern agierenden Gäste eine Schwachstelle in der etwas umgestellten Berner Abwehr ausgemacht, die sie konsequent nutzten. Weiterhin offenbarten die Berner nun doch etwas Mühe, gegen Pfadis mit doppelter Manndeckung agierende Verteidigung und die sich steigernden Gästegoalies zum Torerfolg zu kommen. Und nicht zuletzt scheiterten die Berner gleich 3x beim Versuch, nach Ballgewinn den Ball im leeren gegnerischen Tor unterzubringen. Bis zur 48. Minute (24:19) hielt sich der Abstand konstant bei 5 Toren. Nur wenig später war das Spiel plötzlich wieder eng. Die BSV Angreifer hatten 3 Fahrkarten nacheinander geschossen, Pfadis Angreifer 3x die Lücke in der BSV-Abwehr gefunden und es hiess 24:22. Doch die Berner Giele liessen sich davon nicht verunsichern und auch nichts mehr anbrennen. Im richtigen Moment zogen sie im Angriff wieder an, schlossen wieder konzentrierter ab und standen auch in der Abwehr wieder stabiler. So schaukelten sie das Spiel doch relativ souverän bis zum Endstand von 29:26 über die Runden. Nach dem Spiel wurden in einer Sonderaktion im Rahmen des BSV Future Tages BSV-Goalie Tobi Biedermann und Pfadi-Topscorer Lars Wuffli (12 Tore) als Best Player beider Teams geehrt.

Zurecht durften die BärnBoyz nach diesem Sieg jubeln und sich feiern lassen. Erneut hatte man das favorisierte Team von Pfadi in die Schranken gewiesen, teilweise sogar an die Wand gespielt. Yes, we did it again! Heimserie ausgebaut (11 Spiele in Folge), aktuelle Siegesserie in der Liga ausgebaut (nun 5 Siege) – und sich klammheimlich auf Platz 4 vorgeschoben. Den gilt es nun in den restlichen 3 Saisonspielen zu behaupten.

BSV: Nico Eggimann (5/4), Max Freiberg (6), Aaron Gisi (4), Ben Helmy (1), Micha Käser (4), Noé Meier (1), Yannick Robert (1), Lucas Rohr (5), Francois Sommer (1), Eric Zehnder (1); TW: Tobias Biedermann (1.-42.), Nick Steinmann (42.-60.)

Dirk Lindner


Impressionen zum
BSV Future Tag

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Beherzte Auftritte am RegioCup-Final4    

Der grosse Coup im RegioCup blieb den BärnBoyz leider verwehrt. Trotz zweier beherzter und vor allem spielerisch überzeugender Auftritte beim RegioCup Final4 mussten sie letztlich der körperlichen Überlegenheit des Gegners Tribut zollen und standen am Ende des Wochenendes mit leeren Händen da – wortwörtlich, weil diesmal der Zweitplatzierte keine Medaillen bekam.

Halbfinale: BSV Bern Muri – HV Langenthal            34:29 (16:16)
In Halbfinale beindruckten die Berner von Beginn weg mit einer sehr konzentrierten und variablen Angriffsleistung. Schnell legte man 2 Tore vor, bis zur 8. Minute war jeder Schuss ein Treffer (6:4). Während man im Angriff nun eine kleine schöpferische Pause einlegte, hatte man in der Abwehr mehr und mehr Mühe, das Zusammenspiel von Rückraum Mitte mit dem grossen und kräftigen Kreisläufer zu unterbinden. Langenthal glich aus (6:6, 10. Min) und konnte bald sogar vier Tore vorlegen (8:12, 18. Min). Ein Torwartwechsel zeigte die erhoffte Wirkung: nachdem Tobi Biedermann nur wenig Bälle fassen konnte, hielt Nick Steinmann gleich mal 3 Bälle nacheinander. Das liess nun auch den Berner Angriffsgeist wieder erwachen und nach dem 10:14 (22. Min) drehten die Berner richtig auf und mit 5 Toren in Folge das Spiel (15:14, 58. Min). Nochmal ging der HVL in Führung, doch mit dem Pausenpfiff erzielte Nico Eggimann das 16:16.

Direkt nach der Pause legte der HVL wieder ein Tor vor – es sollte die letzte Führung des 2.Liga Teams sein. Der BSV nahm nun das Heft endgültig in die Hand und legte seinerseits 3 Tore vor (20:17, 37. Min). Auch der Langenthaler Anschluss zum 20:19 als die Berner in Unterzahl verteidigten brachte sie nicht ins Wanken. Im Gegenteil, nur wenig später lagen sie wieder mit 3 Toren in Front. Ruhig, konzentriert und entsprechend erfolgreich wurde das gesamte Angriffsrepertoire heruntergespielt und vor allem die Rückraum-Shooter Lucas Rohr und Max Freiberg in günstige Wurfposition gebracht. Spätestens beim 26:22 (46. Min) hatten die Youngster das Spiel völlig im Griff. Langenthal versuchte es noch mit einer offensiveren Abwehrvariante, doch auch da hatten die Berner jederzeit eine Antwort parat. Vor allem Eric Zehnder wusste in der Schlussphase die dadurch entstehenden Räume zu nutzen – ihm war es auch vorbehalten, den Schlusstreffer zum 34:29 zu markieren. Souveräne Vorstellung. Exzellente Wurfausbeute (69%). Finale! Verdient!

BSV: Adrian Bodenstein (2), Nico Eggimann (7/1), Max Freiberg (8), Aaron Gisi, Ben Helmy (2), Micha Käser (1), Noé Meier (1), Yannick Robert, Lucas Rohr (7), Francois Sommer (1), Eric Zehnder (5); TW: Tobias Biedermann (1.-18., 45.-60.), Nick Steinmann (18.-45.)
 
Finale: BSV Bern Muri – Handball Jegenstorf            24:26 (12:11)
Im Finale wartete dann mit Handball Jegenstorf an ganz anderes Kaliber auf die BSV-Youngster. Jegenstorf war schon im Halbfinale gegen Bödeli (35:32) durch eine harte Gangart aufgefallen, und spätestens nach der schnellen Berner 2:0 Führung kannten sie auch mit den Berner Jugendlichen keine Gnade, bekamen diese die volle Härte zu spüren. Die BärnBoyz zeigten sich davon durchaus beeindruckt, liessen sie sich aber keineswegs einschüchtern und hielten vor allem spielerisch dagegen. Jegenstorf konnte mit zwei Toren in Führung gehen (4:6, 9. Min) und diesen Vorsprung lange verteidigen. Doch die Berner liessen sich nicht abschütteln. Im Gegenteil – mit 3 Toren in Folge gingen sie kurz vor der Pause sogar wieder in Führung (11:10, 25. Min) und dann mit 12:11 in die Pause. Bis dahin vieles richtig gemacht, allein die Trefferquote war suboptimal.

Die 2. Hälfte zeigte dann ein gleiches Bild: Jegenstorf warf seine körperliche Überlegenheit in die Waagschale, die BSV U19 versuchte dies mit spielerischem Konzept, viel Einsatz und viel Laufarbeit auszugleichen. Angetrieben von Teamleader Lucas Rohr gelang dies lange Zeit auch erfolgreich, auch wenn man dem 2.Liga-Vierten wieder die Führung überlassen musste (15:17, 37. Min). Mit der Zeit zehrte der Kampf „Klasse gegen Masse“ an den Kräften der Youngster, zumal auch der Erfolg ihrer Bemühungen immer öfter ausblieb. Die Abschlüsse wurden wieder unpräziser und landeten vermehrt nur am Gebälk oder in den Fängen des gut aufgelegten Jegenstorfer Goalies. Eine mitentscheidende Rolle spielte allerdings auch das SR-Gespann. Einerseits, weil sie die mitunter unfaire, weil überharte, Spielweise der Jegenstorfer des Öfteren nicht angemessen ahndeten, andererseits, weil ihnen der Nullkontakt scheinbar nicht bekannt ist und sie deswegen dem BSV 2 Tore wegen vermeintlichen Schrittfehlers abpfiffen. So liefen die wacker kämpfenden Berner Giele dem Rückstand hinterher, schafften mehrmals den Anschlusstreffer, doch konnten den Score nicht mehr ausgleichen. In der 54. Minute konnte Jegenstorf per 7m erstmals mit 3 Toren in Führung gehen (22:25). Kein Grund aufzugeben, die Berner versuchten nochmal alles, die Chancen, wenigstens den Ausgleich zu erzielen, waren da – auch weil Goalie Tobi Biedermann in der Schlussphase sein Tor zunagelte. Aber es sollte nicht reichen - 24 Fehlwürfe waren am Ende mindestens 3 zu viel. So musste man nach dem 24:26, sichtlich enttäuscht, Jegenstorf zum Cupsieg gratulieren.

Enttäuscht sein darf man auch – aber es gibt keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Die BärnBoyz haben an den beiden Finaltagen zwei sehr starke Auftritte gezeigt, die viel Freude gemacht haben, und können stolz auf ihre Leistungen sein. Und nebenbei haben sie sich ja auch für den Schweizer Cup qualifiziert - gespannt wartet man nun auf die Auslosung der 1. Vorrunde. Ein grosses Dankeschön geht an die Berner Fans, die das Team so lautstark unterstützt haben.

BSV: Adrian Bodenstein (1), Nico Eggimann (3/1), Max Freiberg (4/1), Aaron Gisi (1), Ben Helmy (4), Micha Käser, Noé Meier (1), Yannick Robert, Lucas Rohr (6), Francois Sommer (1), Eric Zehnder (3); TW: Tobias Biedermann (1.-60.), Nick Steinmann (n.e.)

Dirk Lindner    


Knapper Sieg in Birsfelden


HSG Nordwest - BSV Bern Muri            20:21 (9:9)

Es war handballerisch keine Offenbarung was die U19 Teams der HSG Nordwest und des BSV Bern Muri boten. Aber spannend und hart umkämpft war dieses Spiel allemal. Aus Berner Sicht spannender, als notwendig, hatte man nach 40 Minuten Spiel und Gegner eigentlich im Griff. Doch bekanntlich dauert ein Handballspiel 60 Minuten ...

Der Start in das Match verlief aus Berner Sicht verheissungsvoll: 2 Angriffe – 2 Tore – 2:0. Dass es nur wenig später 2:3 stand, war noch nicht beunruhigend. Die Chancen waren da, allein, die Berner sündigten etwas mit der Verwertung derselben. Und als es kurz darauf 6:3 (12. Min) aus Berner Sicht stand, schien wieder alles im Lot. Dann aber folgten 13 Minuten, in denen der Berner Angriff die notwendige Konzentration vollständig vermissen liess und Fehler an Fehler reihte. Die (vermeintlich) finalen Pässe fanden nur noch selten den Adressaten, und wenn doch, übertrafen sich die BSV-Spieler gegenseitig im Auslassen der Chancen. Wenigstens behielt man in der Abwehr weitgehend die Konzentration und wurde erneut bestens von Goalie Tobi Biedermann unterstützt. So hielt sich der Schaden in Grenzen, denn auch Nordwest blieb in dieser Phase 9 Minuten ohne Tor und ging erst in der 24. Minute in Führung (6:7). Nico Eggimann brachte mit seinen 3 Toren in der Schlussphase der ersten Hälfte den BSV wieder ins Rennen und auch in Führung (9:8). Mit dem Pausenpfiff gelang dem Heimteam über den Kreis jedoch noch der Ausgleich zum 9:9.

Mit der klaren Devise, im Angriff wieder mutiger und konzentrierter zu agieren, gingen die BärnBoyz in die zweite Hälfte. Nachdem Nordwest zunächst noch in Führung gehen konnte (9:10), nahmen die Berner das Heft in die Hand und zogen binnen 9 Minuten über 14:10 auf 16:11 (41. Min) davon. Erst eine Zeitstrafe brachte die Berner Dominanz wieder ins Wanken – dafür aber gleich richtig. Statt ruhig die Uhr runter und die bewährten Auslösungen durch zu spielen, wurde 3x hektisch der Ball verloren. Die nachfolgende Überzahl verlief nicht wesentlich besser. Zwar erspielte man sich zwei klare Torchancen, die dann allerdings vergeben wurden. So blieb man erneut 8 Minuten ohne Tor und baute das Heimteam wieder auf, dass sich dann auch nicht 2x bitten liess und bis auf 16:14 verkürzte (48. Min). Nach dem Tor zum 20:16 (55. Min) wähnten sich die Berner endgültig auf der Siegestrasse. Doch Nordwest probierte nun taktisch alles. Im Angriff agierten sie weiter konsequent mit dem 7. Feldspieler und in der Verteidigung gingen sie auf eine doppelte Manndeckung über. Vor allem letzteres machte den Bernern sehr zu schaffen und Erinnerungen an die Schlussphase gegen Möhlin wurden wach – das Zittern begann. Mit der Folge, dass einfache technische Fehler den Gegner schneller wieder in Ballbesitz brachten, als es lieb sein konnte, und dazu noch zwei Grosschancen vergeben wurden. 30 Sekunden vor Ende gelingt den Hausherren tatsächlich der Anschlusstreffer zum 21:20. Doch dabei bleibt es, auch weil der letzte Berner Wurf nur an die Latte kracht.

Erneut stellte man sich auf Berner Seite die Frage, warum ein Spiel, das man eigentlich im Griff hatte, nochmal so eng werden konnte. Noch erstaunlicher aber, dass man mit einer mageren Angriffsquote von nur 37% (bei 21 Fehlwürfen und 15 technischen Fehlern) überhaupt ein Spiel gewinnen kann. Für den Saisonendspurt muss man diese Werte nochmal deutlich verbessern. Jetzt aber gilt die volle Konzentration erstmal dem RegioCup-Final4 am kommenden Wochenende, wo zunächst das Halbfinale gegen HV Langenthal ansteht (SA 25.03.2017, 16:00, Thun Gotthelf) und vielleicht ja am Sonntag noch das Finale.

BSV: Adrian Bodenstein (3), Nico Eggimann (6/1), Max Freiberg (4/3), Aaron Gisi (1), Ben Helmy, Micha Käser, Michael Linder, Noé Meier, Yannick Robert (2), Lucas Rohr (3), Francois Sommer (2); TW: Tobias Biedermann (1.-49.), Nick Steinmann (49.-60.)

Dirk Lindner


Gedämpfte Freude nach Sieg über Möhlin    


BSV Bern Muri – SG Möhlin/Magden 27:26 (15:6)

Nach dem Sieg gegen Möhlin blieben Jubel und Siegerposen bei den BärnBoyz aus. Stattdessen trotteten sie mit gesenkten Köpfen in die Kabine. Verständlich, waren sie doch gerade noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Dabei war ihnen noch eine glanzvolle 1. Halbzeit gelungen. Doch eine indiskutable Leistung in der 2. Halbzeit machten den guten Eindruck der ersten 30 Minuten komplett zunichte, und so fühlte sich der Sieg fast wie eine Niederlage an.


Mit dem Ziel, die Schmach aus dem Hinspiel (19:30) auszugleichen, gingen die Berner ins Spiel. Die Vorzeichen hätten besser stehen können: Teamcaptain Lucas Rohr war mit dem SHL-Team im Einsatz und Max Freiberg gesundheitlich angeschlagen. Somit waren die beiden bisher erfolgreichsten Berner Torschützen out bzw. gehandicapt. Dafür rückte U17-Spieler Michael Linder in den Kader. Davon völlig unbeeindruckt legten die Berner Jungs aber eine glanzvolle erste Hälfte hin. Die Abwehr liess den Gästen aus dem Nordwesten nur wenige Entfaltungsmöglichkeiten und wenn doch mal ein Wurf aufs Tor kam, war dieser meist sichere Beute von Goalie Tobi Biedermann. Gerade mal 1 Ball fand in den ersten 20 Minuten den Weg ins Berner Tor. Und im Angriff machten die Berner da weiter, wo sie gegen Aarau aufgehört hatten. Beweglich, variabel und schnörkellos erspielten sie sich gegen Möhlins 5:1 Deckung eine Torchance nach der anderen. Obwohl nicht jede Torchance genutzt wurde, setze man sich über 3:1 (8. Min), 9:1 (20. Min) zur Pause auf 15:6 ab. Und die nicht ganz optimale Chancenverwertung war wirklich das einzige, was es in den ersten 30 Minuten zu bemängeln gab.

Entsprechend gelöst und freudig war die Stimmung in der Kabine. 30 Minuten später war dann jedoch keinem mehr zum Lachen, denn es folgte eine indiskutable 2. Halbzeit, in der der vermeintlich sichere Sieg fast noch verschenkt wurde. Während die Berner den Gegner nun auf die leichte Schulter nahmen und die mentale Spannung komplett vermissen liessen, zeigten die Gäste Moral. Mit zwei schnellen Toren liessen sie erstmals aufhorchen, dass sie wenig später auf 17:12 heran kamen (38. Min) schrieb man auf Berner Seite noch den gerade verbüssten Zeitstrafen zu. Erst recht nachdem Michi Linder mit seinen beiden ersten Toren im U19-Dress den Vorsprung wieder auf 7 Tore anwachsen liess (21:14, 46. Min). Doch die Gäste aus Möhlin hatten längst Lunte gerochen - nun waren sie es, die die Berner Abwehr ein ums andere Mal ganz blass aussehen liessen. Zudem zeigte der BSV-Nachwuchs vermehrt Mühe, Torchancen zu generieren bzw. diese dann auch zu nutzen. Die Fehlerquote stieg rapide. Das einzige Highlight der 2. Halbzeit aus Berner Sicht blieb das Tor zum 25:19 (54. Min), bei dem «Flying Max» Freiberg den hoch in den Torraum gespielten Ball sicher verwandelte. Aber auch dieses Tor brachte beim BSV keine Sicherheit und beeindruckte die Möhliner wenig. Ebensowenig das 27:23 von Aaron Gisi in der 58. Min, so dass in den restlichen zwei Minuten fast noch die verbliebenen 4 Tore Vorsprung verspielt wurden. Der Abpfiff kam einer Erlösung gleich – 27:26 – tief durchatmen.

Unglaublich, die 2. Hälfte aus dem Hinspiel in Möhlin im Oktober, die man ebenfalls nahezu widerstandlos mit 8 Toren verloren hatte, hatte sich soeben wiederholt. Umso unglaublicher nach dem souveränen Auftritt in den ersten 30 Minuten. Dabei hatte man sich doch mental und spielerisch gereifter gewähnt. Nun muss am kommenden Wochenende gegen die HSG Nordwest eine Reaktion folgen. Und gerne darf diese genauso ausfallen, wie nach der Pleite in Möhlin, nach der die BärnBoyz eine Siegesserie starteten.

BSV: Adrian Bodenstein (2), Nico Eggimann (8/3), Max Freiberg (2), Aaron Gisi (5), Ben Helmy (1), Pascal Hüttner (2), Micha Käser, Michael Linder (2), Noé Meier (2), Cyrill Soltermann (1), Francois Sommer, Eric Zehnder (2); TW: Tobias Biedermann (1.–30., 57.–60.), Nick Steinmann (30.–57.)

Dirk Lindner

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Deutlicher Sieg in Aarau dank «Finale Furioso»    


HSC Suhr/Aarau – BSV Bern Muri 29:37 (17:17)

Vielen Beteiligten auf beiden Seiten war das Duell beider Teams in der Schachenhalle aus der Vorsaison noch gegenwärtig. Dieses endete 12:12. Und vermutlich hätten beide Trainer nichts dagegen gehabt, wenn ihre Abwehrreihe heute erneut so effektiv gedeckt hätte, nur der Angriff dafür ein wenig effizienter wäre. Doch das heutige Spiel war gänzlich anders und bereits nach 22 Minuten - beim 12:12 - war klar, dass beide Angriffsreihen ausreichend Schiesspulver geladen hatten, dafür aber die Abwehrreihen nicht wirklich überzeugen können.

Mit dem Ziel, den favorisierten Aarauern ein Bein zu stellen, waren die Berner angetreten. Und es ging gut los für die BärnBoyz: Drei Angriffe, dreimal Max Freiberg in Wurfposition gebracht, drei Tore. Soweit so gut, nur leider hatten die Aarauer einen Manuel Zehnder, den die Berner zunächst gar nicht in den Griff bekommen sollten, der jeweils ausglich – so hiess es 3:3 nach 5 Min. So langsam beteiligten sich auf beiden Seiten auch andere am Tore werfen. Wobei sich das Heimteam hier etwas besser anstellte, ihm die Berner Abwehr dazu aber auch die nötigen Freiheiten gewährte. So war das 5:8 nach 12 Minuten fast die logische Konsequenz. Nun nahm Max Freiberg im Angriff wieder das Heft (oder besser den Ball) in die Hand, netzte 4x nacheinander ein und brachte den BSV wieder in Front (9:8, 18. Min). Doch die Führung hielt nicht lange, weil man hinten nicht die gleiche Laufbereitschaft und nicht das gleiche Engagement zeigte, wie vorne. Angetrieben von Zehnder legte das Heimteam stets ein Tor vor. Der BSV spielte aber im Angriff weiterhin sehr variabel und glich immer wieder aus. Da Max Freiberg für eine Verschnaufpause auf der Bank weilte, übernahmen nun vor allem Lucas Rohr und Nico Eggimann die Rolle des Scharfschützen. Über 12:12 nach 22 Minuten ging es dann mit 17:17 in die Pause.

Die Kabinenansprache war relativ einfach. Am Angriff gab es bis dahin nichts zu mäkeln: da wurde ziemlich viel ziemlich richtig gemacht – also, weiter machen. Aber die Abwehr musste deutlich zulegen, zu viele Tore fielen in der Mitte – hier musste man verdichten. Motiviert bis in die Haarspitzen gingen die Berner in die 2. Hälfte und setzten die Vorgaben um. Die weitere taktische Massnahme, den Aarauer Spielmacher Zehnder aus dem Spiel zu nehmen sollte sich auszahlen. Das nahm dem gegnerischen Angriff deutlich an Tempo und machte die Abwehrarbeit für die Berner leichter. Nach 39 Minuten lag der BSV erstmals mit 3 Toren in Front (23:20). Der HSC-Trainer reagierte auf die Manndeckung und brachte den 7. Feldspieler. Das beeindruckte die Berner Abwehrspieler aber nur kurzzeitig – die Mitte blieb dicht. Im Gegenteil: Die Berner hatten längst Oberwasser, gewannen mehr und mehr an Sicherheit, puschten sich gegenseitig, feierten jede gelungene Aktion und gingen so jeweils mit viel Selbstvertrauen in die Angriffe. Weiterhin variabel und effizient bauten sie die Führung aus (28:23, 46. Min). Erst dann ruckelte der Berner Angriffsmotor ein wenig, was Aarau nutzen konnte, um sich wieder in Schlagdistanz zu bringen (29:27, 52. Min). Aber es blieb ein kurzes Ruckeln … in den letzten 8 Minuten warteten die BärnBoyz mit einem Finale Furioso auf (man entschuldige hier die Euphorie des Autors). Doppelter Manndeckung und zweier Zeitstrafen in der Schlussphase zum Trotz, den Sieg liessen sich die Berner nicht mehr nehmen. Mehr noch: sie brachten den Motor wieder auf Hochtouren und zogen unaufhaltsam bis zum Endstand von 37:29 davon. Den Schlusspunkt durfte dann Cyrill Soltermann setzen, dem das Kunststück gelang in 2:30 Minuten Einsatzzeit, 2 Tore zu erzielen.

Da war die „12“ wieder: nur 12 Tore liess der BSV in Halbzeit Zwei zu. Der eigentliche Schlüssel zum heutigen Erfolg! Wenn es heute am Spiel überhaupt etwas zu kritisieren gibt, dann die Abwehrleistung in den ersten 30 Minuten. Dass es besser geht, haben die zweiten 30 Minuten ja gezeigt. Nichts zu bemängeln gibt es jedoch in der Offensive. Welcher Trainer freut sich nicht, wenn die Spieler die taktischen Vorgaben nahezu perfekt umsetzen? Obwohl … die ein oder andere Sache, könnte man auch hier noch besser machen.

BSV: Adrian Bodenstein (1), Nico Eggimann (7), Max Freiberg (9/1), Aaron Gisi (1), Ben Helmy (2), Micha Käser (1), Noé Meier (1), Yannick Robert (2), Lucas Rohr (10), Cyrill Soltermann (2/1), Francois Sommer, Eric Zehnder (1); TW: Tobias Biedermann (1.-32., 52.-60.), Nick Steinmann (32.-52.)

Dirk Lindner

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BärnBoyz glückt Revanche gegen Stans/Altdorf    

BSV Bern Muri – SG Stans/Altdorf            33:26 (14:12)

Die Devise war klar: Gegen den Vorletzten Stans/Altdorf musste ein Sieg her. Einerseits, um die Scharte aus dem Hinspiel (26:27) auszuwetzen, andererseits um die ärgerliche Niederlage in Stäfa aus den Köpfen zu kriegen. Obwohl man nie wirklich Angst haben musste, das Spiel zu verlieren, mussten sich die Berner mehr mühen, als es das deutliche Endergebnis erahnen lässt.

Die BärnBoyz legten schwungvoll und voll motiviert los, und machten gleich klar, dass die Punkte im Moos bleiben sollten. Beweglich in der Defensive sowie variabel und schnörkellos im Angriff lagen sie nach 12 Minuten bereits klar mit 8:3 in Front - und es hätte noch deutlicher sein können, wenn sie nicht etwas freizügig mit den Chancen umgegangen wären. Zu diesem Zeitpunkt hätte kaum jemand erwartet, dass es noch einmal enger werden könnte. So wohl auch die Berner Spieler selbst nicht, die nun vorne wie hinten etwas nachlässig wurden. Drei verpatzte Angriffe und drei Abwehrfehler später stand es nur noch 8:6. Zwar fing sich das BSV-Future-Team im Angriff wieder, doch in der Abwehr fand man nicht mehr die richtige Einstellung und hatte gegen die kleineren aber umso quirligeren Innerschweizer, die bedingungslos das 1:1 suchten, immer wieder das Nachsehen. Bis zur Pause (14:12) änderte daher sich an der Tordifferenz nichts.

Zu wenig aus Berner Sicht – gewillt, dies zu ändern ging der BSV in die 2. Hälfte. Und mit einem Doppelschlag gleich am Anfang verdoppelten man gleich mal die Differenz. Doch in den folgenden 2 Minuten in Unterzahl schrumpfte der Vorsprung wieder (16:14). Obwohl spielbestimmend, sollten es die Berner auch in der Folge nicht schaffen, sich deutlicher abzusetzen. Hauptproblem war die Verteidigung – den Stansern wurden einfach zu viele freie Würfe gegönnt. Im Angriff lief es trotz häufig wechselnder Besetzung relativ rund, wurden die Auslösungen gegen die gegnerische 3:2:1 ruhig und zumeist erfolgreich durchgespielt – etwas mehr Konzentration im Abschluss hätte trotzdem gut getan. Erst Mitte der 2. Hälfte konnten die Berner dann den Vorsprung wieder auf 4 Tore erhöhen (22:18, 43. Min), auch weil die Abwehr zunehmend bissiger wurde. Was wiederum den Schieris nicht gefiel. Der den Bernern geneigte Zuschauer konnte in der Folge den Eindruck gewinnen, dass die beiden Herren in grau nun etwas einseitig pfiffen, und nicht gerade zugunsten des BSV. Kurzzeitig waren die Berner dadurch etwas verunsichert. Eine fast 2minütige doppelte Unterzahl überstanden die Berner zwar nahezu schadlos, doch Stans konnte sich nochmal heranpirschen (24:22, 47. Min). Das weckte nun aber endgültig die Berner Kampfeslust: in den nächsten Minuten blieb der Berner Strafraum für den Gegner nahezu verriegelt, erst eine weitere Zeitstrafe eröffnete wieder Räume für Stans. Bis dahin waren die BärnBoyz aber schon auf 31:23 enteilt und schaukelten das Spiel dann am Ende auch souverän nach Hause (33:26).

Was bleibt als Fazit? Trotz Feldüberlegenheit machten sich die Berner das Leben selber schwer. Auch gegen einen vermeintlich leichten Gegner reichen eben nicht 80% Einsatz und Konzentration - vor allem nicht, wenn dieser es schafft, aus seinen Möglichkeiten das Optimum herauszuholen. Aber letztendlich hat man ja doch noch den Schalter umgelegt … Besonders erfreulich, dass trotz der vielen Wechsel nie ein Bruch ins Spiel kam und so jeder seinen Anteil am Sieg hatte. Das sollte jedem Einzelnen und dem Team Selbstvertrauen für die anstehende schwere Auswärtsaufgabe beim HSC Suhr/Aarau geben.

BSV: Adrian Bodenstein (2), Nico Eggimann (8/3), Max Freiberg (6/1), Aaron Gisi (1), Ben Helmy (4), Micha Käser (1), Noé Meier (5), Yannick Robert (2), Lucas Rohr (3), Cyrill Soltermann, Francois Sommer (1), Eric Zehnder; TW: Tobias Biedermann (30.-60.), Nick Steinmann (1.-30.)

Dirk Lindner


BärnBoyz ‚stolpern‘ in Stäfa    

GS Stäfa - BSV Bern Muri            28:25 (12:11)

Die Bäume wachsen für die Berner U19E doch nicht in den Himmel. Zu wenig Laufbereitschaft in der Verteidigung, zu viele unpräzise Abschlüsse – die Berner kommen in Stäfa nie richtig in Schwung und müssen eine unerwartete Niederlage hinnehmen.

Es ging eigentlich gut los für die BärnBoyz: gleich der erste Angriff wurde erfolgreich abgeschlossen und wenig später legte man wieder das 2:1 vor. Das Stäfa jeweils ausglich war ärgerlich, aber schien noch nicht bedrohlich. Erst als die Berner zwei Gegenstösse vergeben hatten, anschliessend in Überzahl erstmals in Rückstand gerieten (3:4, 12. Min) und Mitte der 1. Hälfte gar mit 3 Toren zurück lagen (4:7) wurde man sich bewusst, dass das Gastspiel in Stäfa kein Selbstläufer werden sollte. Zwar konnten die Berner in der Folge im Angriff deutlich zulegen - vor allem Max Freiberg traf aus allen Lagen und von allen Positionen – doch der Abwehr fehlte die Bindung und Laufbereitschaft, die sie noch vor 2 Wochen im Spiel gegen Pilatus ausgezeichnet hatte. Stäfas Angriff hingegen zeigte sich beweglich und schaffte es immer wieder mit mehreren Kreuzungen einen ihrer drei Haupttorschützen (Schlumpf (8 Tore), Ardielli (9) und Bächtiger (5)) in eine freie Wurfposition zu bringen. Immerhin konnte der BSV bis zur Pause noch auf 11:12 verkürzen.

Direkt nach der Pause war das Heimteam hellwach, während die Berner gedanklich wohl noch in der Kabine waren. Nach wenigen Angriffen war Stäfa wieder enteilt (11:15, 33. Min). Endlich fanden die Berner Giele ins Spiel, zeigten nun mitunter auch spielerische Raffinesse und phasenweise auch das gewohnt starke Abwehrspiel. Mühsam arbeiteten sie sich so wieder heran. Beim 18:19 (41. Min) war der Anschluss hergestellt und eine Überzahl konnte genutzt werden, um den Score auszugleichen (21:21, 46. Min). Und wenig später brachte Ben Helmy den BSV erstmals wieder in Front (23:22, 48. Min). Jubel auf der Berner Bank und Zuversicht, die Wende endlich geschafft zu haben. Aber daraus wurde nichts. Zwei Zeitstrafen in kurzer Folge brachten den BSV wieder aus dem Rhythmus. Die Gelb-Schwarzen forcierten den Angriff nochmal und nutzten den zusätzlichen Freiraum. Die Berner selber brachten in dieser Phase vorne nur noch wenig zustande. So lag man vier Minuten vor dem Ende wieder mit 2 Toren hinten (24:26). Ein nochmaliges Aufbäumen war zu erkennen und mit dem 25:26 Anschlusstreffer keimte nochmal Hoffnung auf, die aber nach dem 25:27 (per 7m) 70 Sekunden vor dem Abpfiff und dem folgenden Berner Fehlwurf sofort wieder verflog. Der letzte Stäfa Treffer besiegelte den 25:28 Endstand und eine weitere Auswärtspleite der BärnBoyz.

Wie begossene Pudel sassen die Berner dann noch eine Weile in der Halle und haderten mit sich selbst und mit der verpassten Chance, sich vom Tabellenmittelfeld etwas abzusetzen. Aber schon am kommenden Wochenende hat man gegen die SG Stans/Altdorf die nächste Chance auf zwei Punkte – nach der knappen Niederlage im Hinspiel hat man da ohnehin noch eine Rechnung offen …

BSV: Nico Eggimann (2), Max Freiberg (10/1), Aaron Gisi (1), Ben Helmy (3), Pascal Hüttner (1), Micha Käser (3), Noé Meier, Yannick Robert, Lucas Rohr (1), Cyrill Soltermann, Francois Sommer (3), Eric Zehnder; TW: Tobias Biedermann (1.-30.), Nick Steinmann (30.-60.)

Dirk Lindner


Klares Statement - die BärnBoyz still on fire!    

BSV Bern Muri - SG Pilatus 27:20 (11:7)

Noch zuletzt zwei deutlichen Niederlagen und dem damit verbundenen Abrutschen auf Platz 6 haben die BärnBoyz heute klargestellt, dass sich ihr Blick wieder nach oben richtet. Mit einem souveränen Auftritt eroberten sie sich Platz 5 von der SG Pilatus zurück.

Die Situation war ähnlich wie vor dem Aufeinandertreffen in der Hinrunde. Auf Berner Seite war man vor der SG Pilatus gewarnt. Erneut hatte die SG vor Wochenfrist gegen Pfadi gewonnen und die eigenen Erinnerungen an den Last-Second-Punkt im Hinspiel waren noch immer präsent. Doch diesmal sollte sich das Spiel anders entwickeln …

… und das deuteten die BärnBoyz früh an, waren von Beginn weg wieder „on fire“. Eine solide Abwehr mit einem gut aufgelegten Goalie Tobias Biedermann dahinter liess zunächst wenig zu. Und im Angriff setzte man von Beginn an das gegen die offensive Pilatus-Abwehr zurecht gelegte Konzept erfolgreich um. Das 3:0 nach 5 Minuten war schon ein erster Fingerzeig, dass man heute keine Spannung aufkommen lassen wollte. Zwar zeigten die Luzerner dann, warum sie vor dem Spiel noch vor den Bernern platziert waren und hielten den Abstand bis zum 6:4 (14. Min) bei 2 Toren. Dann aber liess die BSV-Abwehr 13 Minuten lang gar nichts mehr zu und der BSV zog bis zur 24. Minute auf 10:4 davon. Eine noch deutlichere Führung wäre durchaus möglich gewesen, doch im Abschluss fehlte die letzte Konsequenz und Konzentration. Erst ein Strafwurf brachte das nächste Tor für Pilatus, doch der BSV stellte postwendend den 6-Tore-Abstand wieder her (11:5, 28. Min). Zwei kuriose Schiri-Entscheidungen später (es waren leider die nicht die einzigen) war das Spiel plötzlich doch ein wenig spannender. Für harmlose Berner Abwehraktionen bekamen die Luzerner zwei Penalties geschenkt und diese nahmen das Geschenk dankbar an. So hiess es zur Pause nur 11:7.

Offensichtlich gaben diese späten Tore der SG Pilatus neues Selbstvertrauen, denn in den zweiten 30 Minuten zeigten sie sich deutlich spielfreudiger und agiler. Die BSV-Jungs brauchten dann auch etwa 5 Minuten, um sich in der Abwehr daran anzupassen. Bis hatten aber schon 3 Bälle den Weg ins Berner Tor gefunden, was kein Beinbruch war, da ebenso viele im Pilatus-Tor landeten (14:10, 35. Min). Nun gelang es, den Gästen wieder etwas an Schwung zu nehmen und trotz mehrfacher Auswechslungen und Umstellungen lief der Berner Angriffsmotor weiter rund. Schnell wurde wieder ein beruhigendes 6-Tore-Polster erarbeitet und lange verteidigt (über 16:10, 36. Min bis 20:14, 44. Min), um dann spätestens beim 22:14 (46. Min) alles klar zu machen. Die Gäste versuchten noch mit einer doppelten Manndeckung den Berner Angriffsfluss zu unterbrechen. Das hatte aber nur kurzzeitig Erfolg, denn nach wenigen Angriffen hatte sich der BSV auch auf diese Variante eingestellt und erhöhte gar auf 26:17 (56. Min). Und hätten die Schiris den Bernern nicht noch 2 korrekte Tore weggepfiffen, hätte es noch deutlicher aussehen können. Pilatus gelang schliesslich noch etwas Ergebniskosmetik zum 27:20 Endstand.

Mit diesem Sieg haben sich die BärnBoyz Tabellenplatz 5 zurück erobert und führen da mit 13 Punkten das breite bis Platz 10 reichende Mittelfeld an. Ziel muss es nun sein, sich in den kommenden Spielen vor den jetzt punktgleichen Teams von Nordwest und Pilatus zu behaupten und ggf. sogar den Blick nach oben Richtung der etwas enteilten Teams von Suhr-Aarau und Pfadi (beide 18 Punkte) auf Platz 3 und 4 zu richten. Vielleicht war der heutige Sieg ja nur der Auftakt zu einer neuen Siegesserie?

Nicht vergessen: Aktuelle Infos zu den BärnBoyz stets auf Instagram unter #baernboyz.

BSV: Adrian Bodenstein (2), Max Freiberg (7/2), Aaron Gisi (1), Ben Helmy (3), Pascal Hüttner, Micha Käser (1), Noé Meier (5), Yannick Robert, Lucas Rohr (6/1), Cyrill Soltermann, Francois Sommer (1), Eric Zehnder (1); TW: Tobias Biedermann (1.-50.), Nick Steinmann (50.-60.)

Dirk Lindner


BärnBoyz qualifizieren sich für das RegioCup-Final4    

BSV Bern Muri – TV Länggasse            24:20 (13:11)

Auch im 1/4-Final des Regio-Cups konnten die BärnBoyz aufgrund von Verletzungen und Krankheiten nicht mit voller Kapelle antreten. Doch angeführt von Nico Eggimann setzten sie sich am Ende relativ locker gegen das 2. Liga Team von TV Länggasse durch.

Es war keinem der beiden Teams wirklich anzumerken, dass es um den Einzug ins Cup-Halbfinal ging. So richtige Pokalstimmung kam nicht auf im Spitalacker, obwohl es dort für beide Teams eigentlich ein Heimspiel war. Das Spiel hatte eher den Charakter eines netten Trainingsspiels – was auf der anderen Seite auch positiv war, da es dadurch trotz des lange Zeit engen Spielstands nie zu hitzigen Szenen kam.

Die BSV-Youngster brauchten einige Zeit, um im Angriff in die Spur zu finden. Der TV Länggasse wartete mit einer sehr defensiven 6:0 Abwehr mit grossem Mittelblock auf. Gegen diese im Juniorenbereich doch ungewohnte Verteidigung taten sich die U19 Spieler zunächst entsprechend schwer, Chancen zu erarbeiten. Die ersten Bälle landeten im Block oder waren leichte Beute für den TVL-Goalie. Folgerichtig lag man nach 5 Minuten mit 0:2 im Rückstand. Diesem lief man noch eine Weile hinterher, doch Mitte der 1. Hälfte hatte man den Score wieder egalisiert (6:6, 16. Min). Dies vor allem dank einer starken Abwehrleistung: die deutlich offensivere „Juniorenvariante“ einer 6:0 liess den TVL-Angreifern nicht viel Freiraum und provozierte einige Fehler – und falls doch einer durch kam, war ja noch Goalie Tobi Biedermann da, der einige freie Würfe entschärfte. Nach der erneuten TVL-Führung (6:7) brachte Nico Eggimann, der jüngste Spieler auf Feld, den BSV mit drei Toren in Folge erstmals in Front (9:7). Unkonzentriertheiten im Angriff verhinderten, dass die Führung ausgebaut werden konnte und stattdessen der TVL beim 11:10 wieder Anschluss fand. Doch mit dem Pausenpfiff netzte Nico Eggimann zum 13:11-Pausenstand ein und stellte den 2-Tore-Abstand wieder her.

Die zweiten 30 Minuten boten lange Zeit das gleiche Bild. Die U19 Spieler liessen hin und wieder ihre spielerischen Qualitäten aufblitzen, hatten aber auch (zu) viele technische Fehler zu verbuchen und taten sich weiterhin schwer, gegen die schwarze TVL-Wand gute Wurfchancen zu erspielen. Die Gäste ihrerseits bestachen nicht gerade durch spielerische Highlights, konnten dafür aber immer wieder ihre körperlichen Vorteile nutzen. So blieb das Spiel noch weitere 10 Minuten eng (17:16), ehe dann Max Freiberg mit einem Dreierpack (davon 2 Tore in Unterzahl) auf 20:17 erhöhte. Endlich kam auf der BSV-Bank etwas mehr Stimmung auf, die sich auch auf die 7 Spieler auf dem Feld übertrug. Diese liessen in den folgenden 8 Spielminuten keinen Gegentreffer zu und legten ihrerseits im Angriff nach: beim 24:17 (55. Min) war das Spiel entschieden. Die letzten 5 Minuten waren dann aus Berner Sicht etwas ernüchternd (fehlerhaft, ohne eigenes Tor, aber 3 Gegentore), änderten aber nichts mehr am Sieg der BSV-U19. Endstand 24:20.
Damit stehen die BärnBoyz in RegioCup-Final4, das am Wochenende 25./26. März stattfindet. Halbfinalgegner ist aller Voraussicht nach das 2. Liga Team von HV Langenthal.
BSV: Adrian Bodenstein, Nico Eggimann (9/2), Max Freiberg (5/1), Aaron Gisi (4), Pascal Hüttner (3), Micha Käser, Noé Meier, Yannick Robert, Francois Sommer (2), Eric Zehnder (1); TW: Tobias Biedermann (1.-40.), Nick Steinmann (40.-60.)

Dirk Lindner

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Dem Tabellenführer eine Halbzeit Paroli geboten

Kadetten Schaffhausen - BSV Bern Muri            34:23 (14:14)

Aufgrund von Verletzungen und Krankheiten stark dezimiert traten die BärnBoyz beim verlustpunktfreien Tabellenführer Kadetten Schaffhausen an. Die Chance auf einen Punktgewinn war daher schon vor dem Spiel gering, aber nach den ersten 30 Minuten noch intakt. Nach 15 katastrophalen Minuten Mitte der 2. Hälfte musste man dennoch ein klares Verdikt hinnehmen.

Die Vorzeichen standen zum Auftakt der Rückrunde nicht wirklich zugunsten der Berner. Zu souverän spielen die Kadetten die 1. Saisonhälfte. Und nach dem kurzfristigen verletzungs- bzw. krankheitsbedingten Ausfalls dreier weiterer Spieler, trat der BSV nur mit 10 Spielern an. Dennoch wollte man dem Gegner die Punkte nicht auf dem Silbertablett servieren, sondern sich wenigstens gut verkaufen und bei optimalem Spielverlauf vielleicht sogar einen oder zwei Punkte mitnehmen. So begannen die BärnBoyz das Spiel auch mit offenem Visier und vor allem engagierter Abwehrarbeit. Die Kadetten versuchten schon früh den Berner Abwehrriegel mit dem 7. Feldspieler zu knacken – mit gemässigtem Erfolg. Die Berner liessen den Gegner kaum zu freien Schüssen kommen, doch die Kadetten hatten auch das Glück des Tüchtigen, so dass ein paar abgewehrt geglaubte Bälle noch ins Berner Tor trudelten. Die BSV Jungs spielten im Angriff konzentriert, liessen den Ball gut, sicher und vor allem geduldig laufen, waren aber im Abschluss nicht immer konsequent genug. So blieb das Spiel während der gesamten 1. Hälfte eng und spannend, die Kadetten legten meist ein oder zwei Tore vor, doch der BSV glich bis zum Halbzeitpfiff zum 14:14 aus.

Genauso wollten die Berner nach der Pause weiter machen. Etwa 9 Minuten lang funktionierte das auch, blieb man dem Spielkonzept treu und hielt bis zum 18:19 Anschluss. Dass die Kadetten kurz später mit 3 Toren führten (18:21) schien zunächst nicht dramatisch, sollte sich aber als Anfang eines 15 Minuten dauernden kollektiven Berner Black-outs herausstellen. Statt im Angriff weiter ruhig und geduldig zu spielen, wollte man den Rückstand mit schnellen Aktionen verkürzen. Das Gegenteil war jedoch der Fall, statt schneller Tore musste man schnelle Ballverluste hinnehmen. Reihenweise vertändelte man den Ball, nahm Würfe aus schlechten Positionen oder warf zu unkonzentriert. Und da man sich in der Abwehr noch immer mit den Fehlern im Angriff beschäftigte, war man mental nicht parat für die Verteidigungsarbeit. Das junge Kadettenteam nahm die Einladung dankend an, zeigte deutlich das vorhandene spielerische und technische Potenzial auf und spielte die BSV-Truppe in dieser Phase an die Wand – und liess dabei auch dem Berner Goalie nicht wirklich eine Chance. Am Ende dieser 15 Minuten hiess es 18:28 – die Messe war gelesen. Wenigstens rissen sich die Berner Giele nochmal zusammen, spielten im Angriff wieder mit Struktur, waren dann endlich auch wieder selber erfolgreich und gestalteten so die letzten 7 Spielminuten wieder einigermassen ausgeglichen. Dennoch stand am Ende eine deftige 23:34-Schlappe zu Buche.

BSV: Adrian Bodenstein, Max Freiberg (5/1), Pascal Giolo (1), Aaron Gisi (2), Ben Helmy (6), Micha Käser (2), Francois Sommer (4), Eric Zehnder (3); TW: Tobias Biedermann (1.-30.), Nick Steinmann (30.-60.)

Dirk Lindner


Die Siegesserie reisst zum Jahresabschluss

St. Otmar St. Gallen - BSV Bern Muri 30:18 (12:10)

Am Ende der Vorrunde erwartete die Berner Jungs mit St.Gallen ein
übermächtiger Gegner. Nach fünf Siegen in Serie, unterlagen sie auswärts klar und deutlich mit 30:18 (12:10).

Schon vor der anstrengend langen Reise erwartete die Berner Junioren ihr erstes Problem. Der einzig nominelle Rückraum Rechts, Max Freiberg und unser Goali Nick Steinmann mussten krank passen. Trotzdem reisten die Berner mit grossen Hoffnungen nach St.Gallen, ihre seit fünf spielen anhaltende Siegesserie fortzusetzen.
 
Der Start in das Spiel verlief gut. Obwohl es wenig Tore gab, konnte sich der BSV immer wieder mit einem bis zwei Toren absetzen. Neben einer aktiven und aggressiven Verteidigung, war es Tobias Bidermann, der die Berner mit wichtigen Paraden im Spiel hielt. Nur im Angriff merkte man schon, dass der BSV, der den St.Galler körperlich deutlich unterlegen war, wenig Mittel fand, den fehlenden Linkshänder zu kompensieren. Das Kopf an Kopf Rennen in der ersten Hälfte endete besser für St.Gallen, die kurz vor der Sirene den 12:10 Vorsprung erzielten und dieses Resultat mit in die Kabine nahmen.
 
Nach der Pause ging es weiter, wie es angefangen hat. Bis zur 38. Minute hielten die St.Galler den zwei-Tore-Vorsprung fest (16:14), ehe sie dann einen 4:0-Lauf starteten, und die Berner auf 6 Tore distanzierten (45. Minute). Es war der komplette Einbruch des Berner Spiels. Klar stellten die St.Galler eine starke Deckung, und klar spielten sie auch schöne Angriffe, aber der BSV zeigte kein Stück Gegenwehr mehr. Während vorne die Bälle leichtsinnig weggeschenkt wurden, erhielt man hinten viel zu einfache Tore. Etliche Fehler oder Fehlwürfe nutzten die St.Galler sofort zu Gegenstössen aus, und brachen den Bernern so das Genick. Das Feuer, dass in den letzten spielen brannte, war erloschen. Daran konnten auch die immer wieder guten Inputs von Roman Scheidegger, der heute den Posten des Head-Coaches übernahm nichts mehr ändern. Die Bärnboyz wurden mit einer 30:18 Klatsche nach Hause geschickt.
 
Zu erwähnen sind noch die ersten U19-Elite Minuten der U17 Spieler Röthlisberger, Gurtner und Linder, die sich positiv in Szene setzten.
 
Die berner Jungs haben sich nach dieser Niederlage schnell wieder gefangen. Klar war Allen, dass diese Leistung nur ein Ausrutscher war. Die Bärnboyz gehen motiviert und mit viel Rückenwind aus den fünf Spielen davor in die Winterpause, und werden in der Rückrunde wieder angreifen!

Lucas Rohr


Zittersieg gegen GC Zürich

BSV Bern Muri – GC Zürich            29:28 (16:12)

Nach zuletzt vier deutlichen Siegen mussten die BärnBoyz gegen GC diesmal wesentlich mehr kämpfen. Obwohl sie fast die gesamte Spielzeit in Führung lagen, konnte der Sieg letztlich erst in den Schlusssekunden gesichert werden.

Schon die ersten Angriffe machten klar, dass die Berner U19 gegen den Tabellenzehnten GC Zürich heute nicht ganz so einfach gewinnen würde, wie in den letzten Spielen. Zwar konnte man schnell in Führung gehen (6:3, 10. Min), war aber im Angriff nicht so effektiv, wie noch zuletzt. Schon früh zählte man ein paar Fehlwürfe und technische Fehler. Und GC bot deutlich mehr Gegenwehr als es der Tabellenplatz vermuten liess und machte schnell klar, dass man den Weg nach Bern nicht gemacht hatte, um Punkte zu verschenken. Im Gegenteil, die Züricher wussten die Berner Fehler auszunutzen und hatten Mitte der ersten Halbzeit wieder ausgeglichen (8:8, 16. Min). Nach mehreren erfolglosen Angriffsversuchen auf beiden Seiten war es dann der BSV, der das Heft wieder in die Hand nahm. Die Berner Giele steigerten sich in der Abwehr, spielten im Angriff nun konsequenter und konnten sich so bis zur Pause etwas absetzen (16:12).

Mit dem Plan, genauso weiterzumachen und die Führung auszubauen ging es in die 2. Halbzeit. Doch GC liess sich nicht abschütteln. Wobei die Line der Schieris, die doch sehr zurückhaltend pfiffen und vieles laufen liessen, der Spielweise der Gäste mehr entgegen kam als den Bernern. Während den Berner bei einigen Würfen unter Bedrängnis der (mögliche) Freiwurf verwehrt blieb, waren die Zürichern immer wieder mit (zumindest schrittverdächtigen) 1:1-Aktionen erfolgreich. Und während es die Berner nicht schafften, sich auf diese ungewohnte SR-Linie einzustellen, nutzten die Züricher die ihnen gegebenen Freiheiten clever aus. So hatte der 4-Tore-Abstand auch nach 40 Minuten noch Bestand (20:16). Als dem BSV gleich darauf das 21:16 gelang und diese 5 Tore auch noch beim 24:19 (45. Min) Bestand hatten, wähnte man sich endgültig auf der Siegesstrasse. Doch weit gefehlt, denn der Berner Angriffsmotor stotterte nun gewaltig, selbst klare Torchancen wurden vergeben – allein 4x die Torumrandung getroffen. In den letzten 12 Minuten wusste scheinbar nur noch Flügelspieler Noé Meier, wo das Züricher Tor steht. Mit seinen Toren hielt er den BSV in Front. Nachdem der BSV jedoch binnen vier Minuten vier Angriffe in Folge verdaddelt hatte und GC im Gegenzug jedes Mal erfolgreich war, stand es plötzlich 26:26 (56. Min). Zweimal noch brachte Noé Meier den BSV wieder in Führung.

Mit einem 28:27 ging es in die Schlussminute und die hatte es nochmal in sich. Bei 59:24 starten die Berner nach dem Team-Time-Out ihren Angriff. Klare Devise: wenn möglich, Zeit ausspielen und dann mit einem Treffer den Sack zumachen. Doch schon nach wenigen Sekunden heben die Schieris den Arm und erhöhen den (Zeit-)Druck. Die Berner erspielen sich eine Chance, doch bei 59:40 knallt der Wurf an die Latte, im Rückzug ist man zu zögerlich und bei 59:47 gleicht Zürich zum 28:28 aus. Schneller Anwurf Bern, der von GC regelwidrig gestoppt wird. Die Schieris entscheiden gemäss der Regel auf Disqualifikation und Strafwurf. Diesen verwandelt Nico Eggimann sicher zum 29:28-Endstand.

Es war kein hochklassiges, dafür ein spannendes und vor allem am Ende ein sehr hart umkämpftes Spiel. GC hat den BärnBoyz alles abverlangt und sie nie richtig in Spielfluss kommen lassen. Vielleicht waren die vorherigen Spiele „zu einfach“ und „zu erfolgreich“ verlaufen, so dass die Berner, trotz konzentrierter Spielvorbereitung, im Unterbewusstsein doch zu siegessicher waren? Und vielleicht war genau dieses Spiel nötig und der rechtzeitige Weckruf vor dem letzten Spiel des Jahres gegen die starken St. Galler (SO 18.12., St. Gallen).

BSV: Adrian Bodenstein (n.e.), Nico Eggimann (4/3), Max Freiberg (3), Marco Giovanelli, Aaron Gisi (4), Ben Helmy, Micha Käser (1), Noé Meier (5), Yannick Robert (1), Lucas Rohr (9/2), Francois Sommer, Eric Zehnder (2); TW: Tobias Biedermann (1.-60.), Nick Steinmann (bei 1 7m)

Dirk Lindner

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Die U19 in Torlaune   

BSV Bern Muri – SG Zurzibiet-Endingen                     38:22 (18:9)

Die Fronten waren schnell geklärt, denn die BärnBoyz liessen von Beginn an keine Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Platz gehen sollte. Ohne wirklich gefordert zu werden, zeigten sich die Berner Jungs wie schon im Cupspiel am Dienstag erneut in Torlaune und landeten den 4. Sieg in der Meisterschaft in Folge. Damit pirschen sie sich auf Rang 5 vor.

Der letzte Bericht (vom Cupspiel gegen PSG Lyss am Dienstag) endete mit der Mahnung „Schon am kommenden Samstag kann man gegen die SG Zurzibiet-Endingen zeigen, dass man als Team die richtigen Lehren aus diesem Spiel gezogen hat“. Nach dem Spiel lässt sich zweifelsohne bestätigen, dass die BärnBoyz dies getan hatten. Die bisher punktlosen Endiger wurden nicht etwa auf die leichte Schulter genommen, im Gegenteil: Von Beginn an war die nötige Spannung da, wurde vor allem im Angriff konzentriert und variabel gespielt und geworfen.

Die ersten acht Angriffe wurden allesamt mit einem Tor abgeschlossen, während man den Gästen nur in jedem zweiten Angriff einen Torerfolg gönnte. Wenn nach 10 Minuten (8:4) noch Zweifel oder Hoffnung (aus Gästesicht) bestanden, war spätestens nach 20 Minuten (14:6) alles klar. Bis dahin hatten die Berner einen sehr souveränen Auftritt hingelegt und gerade einmal 3 Angriffe nicht erfolgreich beendet. Auf BSV-Seite wurde von nun an munter durchgewechselt. Dies, verbunden mit der bereits deutlichen Führung, liess die Konzentration etwas sinken. Die Angriffe wurden nicht mehr ganz so konsequent vorgetragen und auch mal der ein oder andere risikoreichere Pass gespielt – was nicht immer von Erfolg gekrönt war. Aber alles blieb im Rahmen und so ging es mit 18:9 in die Pause.

Zu Beginn der 2. Hälfte merkte man den Endingern an, dass sie sich nicht einfach vorführen lassen wollten. Sie gingen in der Abwehr aggressiver zu Werke und trauten sich auch im Angriff mehr zu. Auf BSV-Seite lief es zwar im Angriff weiter gut (trotz gelegentlicher Fehler), aber in der Abwehr zeigte man nicht mehr die Aggressivität und mentale Spannung aus der 1. Hälfte. So pendelte der BSV-Vorsprung lange um die 9-Tore-Marke herum, letztmalig jedoch beim 27:18 in der 48. Minute. Für die letzten 10 Minuten wechselte der BSV noch einmal durch, der Trainer forderte mehr Konzentration und sein Wunsch fand Gehör. Die BärnBoyz zogen noch einmal an und die bauten die Führung bis zum Endstand von 38:22 weiter aus.

Auch wenn die Abwehr der SG Zurzibiet-Endingen kein echter Prüfstein war, muss man dem BSV-Angriff eine weitere Steigerung konstatieren. Es wurde variabel gespielt, das Timing und die Laufwege bei den Auslösungen passen immer besser und vor allem das Spiel über den Kreis zeigt sich deutlich verbessert. Als Folge daraus durften sich alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen. Wenn es hier noch etwas zu bemängeln gibt, dann höchstens dass man nicht konsequenter in den Gegenstoss gegangen ist (nur 6 Tore). Jetzt gilt es zunächst, dieses Niveau noch für die letzten beiden Spiele des Jahres aufrecht zu erhalten. Nächster Kontrolltermin ist am SA 10.12.2016 um 15:30 Uhr in der Mooshalle (Gümligen), als Kontrolleur kommt GC Zürich.

BSV: Adrian Bodenstein (1), Nico Eggimann (2/1), Max Freiberg (11/1), Aaron Gisi (4), Ben Helmy (1), Pascal Hüttner (2), Micha Käser (6/1), Noé Meier (1), Yannick Robert (1), Lucas Rohr (6/1), Francois Sommer (2), Eric Zehnder (1); TW: Tobias Biedermann (1.-30.), Nick Steinmann (31.-60.)

Dirk Lindner


Die BärnBoyz ziehen in den 1/4-Final ein    

BSV Bern Muri - PSG Lyss 2 36:33 (17:14)

Die BärnBoyz haben ohne besonders zu glänzen das 2. Liga Team PSG Lyss 2 aus dem Cup geschubst und stehen selber im 1/4-Final. Das Spiel begann auf beiden Seiten sehr harzig, nach zehn Minuten sah es noch nicht nach einem Torfestival aus.

Die BSV-Youngster brachten im 1/8-Final des Regio-Cups nicht die gleiche Konzentration und Laufbereitschaft auf das Feld, die sie in den vorherigen Meisterschaftsspielen so überzeugend reüssieren liess. Dementsprechend zäh war die Angelegenheit gegen die 2. Mannschaft der PSG Lyss. Zwar konnte die U19 zunächst ihre Schnelligkeitsvorteile nutzen und mehrfach ein Tor vorlegen, dafür nutzten die Gäste ihre körperlichen Vorteile und ihre Erfahrung und glichen stets wieder aus. Nach 10 Minuten stand es 3:3 und eigentlich sah alles danach aus, als ob es einen Endstand im unteren Zwanziger-Bereich geben würde. Doch von da an fielen die Tore im 50-Sekunden-Takt. Zunächst brachte auf beiden Seiten fast jeder Angriff einen Treffer und die Führung wechselte mehrfach. Erst ab dem 12:12 in der 25. Minute zogen die BärnBoyz das Tempo etwas an und konnten sich so bis zur Pause (17:14) etwas absetzen.

In den zweiten 30 Minute ersetzte U17-Spieler Nico Eggimann den Berner Topscorer der 1. Hälfte, Lucas Rohr (6 Tore), und machte da weiter, wo dieser aufgehört hatte. Nach seinen ersten 3 Toren hatte er die ungeteilte Aufmerksamkeit der PSG-Abwehr, wovon er sich nicht sonderlich beindrucken liess. Es schaffte aber Räume für die anderen Spieler. Vor allem Mitte der 2. Hälfte funktionierte das Spiel über den Kreis besonders gut. Nahezu jeder BSV-Angriff konnte mit einem Tor abgeschlossen und so der Vorsprung bis auf 6 Tore (27:21, 44. Min) ausgebaut werden. Wären da nicht die andauernden Nachlässigkeiten in der Abwehr gewesen, die den Lyssern immer wieder einfache Tore ermöglichten, hätte das Spiel hier schon entschieden sein können. Leider kamen nun auch Konzentrationsmängel im Angriff hinzu, die Trefferquote sank und die Abwehr blieb löchrig. Lyss konnte noch einmal verkürzen und beim 35:32 in der 58. Minute wurde das Spiel nochmal eng. Nico Eggimann mit seinem 8. Treffer und Goalie Nick Steinmann mit einem gehaltenen Strafwurf sicherten dann aber den Sieg der BärnBoyz.

Die Freude über den Sieg hielt sich jedoch in Grenzen, die Spieler waren sich ihrer Leistung bewusst. Die Highlights im Angriff konnten die mangelnde Deckungsleistung nicht überdecken. Wenn die Einstellung nicht stimmt, wird jedes Spiel schwer. Schon am kommenden Samstag (17:45, Spitalacker) kann man in der Meisterschaft gegen die SG Zurzibiet-Endingen zeigen, dass man als Team die richtigen Lehren aus diesem Spiel gezogen hat.

BSV: Adrian Bodenstein, Nico Eggimann (8), Max Freiberg (4), Aaron Gisi (7), Ben Helmy (1), Micha Käser (3), Noé Meier (2), Yannick Robert (3), Lucas Rohr (6), Francois Sommer, Eric Zehnder (2); TW: Tobias Biedermann (1.-30.), Nick Steinmann (31.-60.)

Dirk Lindner


Der 3. Sieg in Folge

Pfadi Winterthur - BSV Bern Muri 21:31 (10:13)

Die Vorzeichen waren eigentlich klar: Der Zweite Pfadi Winterhur ging gegen den Achten BSV Bern Muri als Favorit ins Spiel. Dennoch rechneten sich die BärnBoyz nach ihren letzten Auftritten durchaus eine Chance aus, ein oder zwei Punkte aus Winterthur zu entführen. Mit einem Sieg in dieser Deutlichkeit hat man aber nicht gerechnet. Taktisch diszipliniert und mit viel Bewegung liessen sie dem Heimteam nicht den Hauch einer Chance.

Die BSV Jungs schaffen es, die Einstellung und das Selbstbewusstsein aus den letzten beiden Spielen von Beginn an auf den Platz zu bringen. Ohne Abwarten oder Zögern geht man in der Abwehr gleich voll zur Sache – beweglich und aggressiv. Das scheint Pfadis Angreifer zu beeindrucken, denn diese erspielen sich kaum klare Chancen. Und auch im Angriff zeigt sich der BSV zielstrebig und gut auf die offensive Abwehr des Gegners eingestellt. Auch eine frühe Zeitstrafe bringt die Berner nicht ins Wanken. Schnell setzen sie sich auf 7:3 ab (14. Min). Nach 18 Minuten stellt Pfadi taktisch um: Im Angriff kommt von nun an der 7. Feldspieler und die Abwehr deckt im 6:0. Mit Erfolg, die Berner brauchen ein paar Angriffe bis sie sich in der Abwehr sortiert und im Angriff auf die neue Situation eingestellt haben. Dies nutzt das Heimteam, um auf 8:7 zu verkürzen (22. Min). Nach 5 erfolglosen Angriffen ist die Berner Torflaute aber wieder vorbei, und auch die Verteidigung hat nun die erzwungene Unterzahlsituation immer besser im Griff. Bis zur Pause wächst der Vorsprung wieder auf 3 Tore (13:10).

Die ersten fünf Minuten der 2. Hälfte gestalten sich noch etwas harzig, doch von da an setzen sich die Berner immer mehr vom Gegner ab. Zunächst startet Lucas Rohr eine Art One-Man-Show im Angriff – offensichtlich hatte er in der Pause ausreichend Feuerwasser getrunken, denn er zündet einen Kracher nach dem anderen und erzielt die nächsten 6 Berner Tore im Alleingang. Auch Abwehr und Goalie finden immer mehr Vertrauen in die besprochenen taktischen Massnahmen gegen Pfadis 7-Mann-Angriff und setzen diese nun engagiert um. Pfadi bleibt 9 Minuten ohne Torerfolg, und als i-Tüpfelchen darf sich auch Goalie Tobias Biedermann als 2-facher Torschütze feiern lassen. Bis zur 49. Minute ist der Vorsprung der Berner so auf 10 Tore angewachsen (24:14) – das Spiel entschieden. Die letzten zehn Minuten der Spiels sind dann recht ausgeglichen – der BSV verwaltet den Vorsprung. Während auch die anderen BSV-Angreifer ihre Torgefährlichkeit nachweisen, lässt die Spannung in der Abwehr etwas nach. Am Ende siegen die BärnBoyz überraschend, aber verdient deutlich mit 31:21.

Es war ein intensives Spiel, das läuferisch in Abwehr und Angriff vieles abverlangte. Zum Kampfgeist und Einsatz der letzten beiden Spiele kamen nun noch eine ausserordentliche taktische Disziplin und eine sehr geringe Fehlerquote hinzu: nur 7 technische Fehler und 12 Fehlwürfe ergeben eine Wurfeffektivität von 72% und eine Angriffseffektivität von 62% - die beste Angriffsleistung in der bisherigen Saison. „Man of the Match“ auf Berner Seite war Lucas Rohr (s. Foto), der insgesamt 10 Tore beisteuerte und zudem souverän die Abwehr organisierte.

Das war nun der dritte überzeugende Sieg in Folge und die BärnBoyz haben sich nach dem missratenen Saisonstart auf Platz 6 vorgekämpft – oder besser vorgespielt. Allerdings sollte der aktuelle Platz das Team nicht zu sehr in Sicherheit wiegen, denn der Zehnte Stäfa hat nur einen Punkt weniger. Das nächste Meisterschaftsspiel bestreitet die U19 am Samstag, 3.12. gegen die SG Zurzibiet-Endingen (17:45, Spitalacker). Gegen das Tabellenschlusslicht gehen die Berner diesmal als Favorit ins Spiel. Überheblichkeit ist sicher fehl am Platz, schliesslich stand man vor kurzem selber noch im Tabellenkeller. Vorher steht noch das 1/8-Finale im Regio-Cup gegen das 2.-Liga Team der PSG Lyss an (DI 29.11., 19:30, Moos).

BSV: Adrian Bodenstein, Nico Eggimann, Max Freiberg (3), Marco Giovanelli (5/1), Aaron Gisi (3), Ben Helmy (3), Micha Käser (1), Noé Meier, Yannick Robert (3), Lucas Rohr (10), Francois Sommer, Eric Zehnder (1); TW: Tobias Biedermann (1.-53. (2)), Nick Steinmann (53.-60.)

Dirk Lindner

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Die BärnBoyz on Fire

BSV Bern Muri – HSG Nordwest 31:24 (18:12)

Mit dem Slogan „BärnBoyz on Fire“ kündigt die U19 Elite des BSV auf Instagram ihre Spiele an. Spätestens nach dem Spiel gegen die HSG Nordwest vollkommen zu Recht. Denn die BärnBoyz waren von Beginn an auf Betriebstemperatur und machten mit einem Angriffsfeuerwerk in den ersten Spielminuten schnell klar, dass sich der Gegner heute an ihnen die Finger verbrennen würde.

Ok, ok! Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber es beschreibt doch gut die Emotionen, die dieses Spiel frei gesetzt hat. Von Beginn an. Den BärnBoyz gelingt ein Traumstart: in den ersten sieben Angriffen kein einziger Fehler, 100% Wurfausbeute und dazu ein starke Defensive mit einem starken Goalie. Schon nach 5 Minuten zückt Nordwests Trainer die grüne Karte. Trotzdem: Nach 7 Minuten steht es 7:2 für den BSV. Nach 10 Minuten (8:3) ein kurzer Schreckmoment: Goalie Biedermann, der bis dahin schon 6 Bälle pariert hatte wird aus kurzer Distanz am Kopf getroffen und muss mit Nasenbluten ausgewechselt werden. Ersatzmann Steinmann steht ihm jedoch in nichts nach und so können die BSV Jungs ihre Führung weiter ausbauen. Nach 15 Minuten haben die Berner erst zwei Fehlwürfe und zwei technische Fehler zu verzeichnen - zu diesem Zeitpunkt steht es bereits 11:5. Aber es war klar, dass diese Angriffseffizienz nicht über das ganze Spiel aufrecht zu erhalten ist und Nordwest wollte sich auch nicht kampflos geschlagen geben. Die zweiten 15 Minuten präsentieren sich dann etwas ausgeglichener. Zwar kann der BSV zwischenzeitlich sogar auf 8 Tore erhöhen (17:9), die Gäste aber können mit den Pausenpfiff wieder auf 6 Tore verkürzen (18:12).

Der Start in die 2. Halbzeit Hälfte gelingt den Bernern ähnlich gut, wie der in die 1. Halbzeit. Zwar brauchen sie in dieser Phase ein paar Angriffe mehr für ihre Tore, da aber Tobias Biedermann im Tor nahtlos an seine Leistung vor seiner Auswechslung anknüpft, fällt das kaum ins Gewicht. Mit variablem Angriffsspiel, geringer Fehlerquote und einer agilen Defensive baut der BSV seinen Vorsprung langsam aber kontinuierlich aus: über 23:15 (38.), 26:17 (45.) bis hin zum 31:19 (52.). Die Stimmung bei den Bernern ist auf dem Siedepunkt. Nicht erst jetzt ist klar, dass die HSG heute nicht genug Löschwasser mitgebracht hatte, um die „burning“ BärnBoyz abzukühlen.
Ein kleiner Makel aus Berner Sicht sind jedoch die letzten 8 Spielminuten, in denen man selbst torlos bleibt und dem Gegner eine markante Ergebniskorrektur zum 31:24-Endstand erlaubt. Aber darüber decken wir hier den Mantel des Schweigens, zumal sie den positiven Gesamteindruck nicht schmälern und der verdienten Freude keinen Abbruch taten.

Wie schon gegen Stäfa vor 2 Wochen war erneut eine starke Teamleistung der Schlüssel zum Erfolg: jeder fightete um den Ball, jeder feuerte den anderen an, die Bank machte durchgängig grossartige Stimmung – der Teamspirit war förmlich greifbar. Dennoch seien aus diesem Team vier Spieler hervorgehoben: Zum einen der schon mehrfach erwähnte Goalie Tobi Biedermann der in seinen gut 30 Minuten Einsatzzeit auf starke 14 Paraden (59%) kam, zum anderen Toptorschütze Marco Giovanelli, der vorne und hinten kaum etwas anbrennen liess, weiterhin Abwehrchef Lucas Rohr, der zudem immer wieder den Angriff ankurbelte und schliesslich noch Eric Zehnder, der in seinem ersten Spiel für die BärnBoyz und seinem ersten Spiel auf dem linken Flügel überhaupt gleich 6x einnetzte.

Am nächsten Wochenende müssen die Berner Giele zum aktuellen Zweiten Pfadi Winterthur. Zweifelsohne ein schwierige Aufgabe und noch vor 3 Wochen hätten sich die Berner wohl nicht viel ausgerechnet. Aber in der aktuellen Verfassung fahren sie sicher nicht chancenlos dorthin ...

BSV:Nico Eggimann (2), Max Freiberg (3), Pascal Giolo, Marco Giovanelli (10/3), Aaron Gisi (3), Ben Helmy (1), Pascal Hüttner (1), Micha Käser, Yannick Robert (1), Lucas Rohr (4), Francois Sommer, Eric Zehnder (6); TW: Tobias Biedermann (1.-11.,30.-52.), Nick Steinmann (11.-30.,52.-60.)

Dirk Lindner

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Die BärnBoyz feiern den 1. Saisonsieg

BSV Bern Muri – GS Stäfa                     32:23 (15:10)

Die BärnBoyz haben endlich den ersten Saisonsieg eingefahren und damit die Abstiegsränge verlassen. In einer heiss umkämpften Partie übernahmen sie ab der 15. Minuten das Zepter, liessen sich diesmal auch durch eine kurze Schwächephase nicht mehr aus dem Konzept bringen. Der Sieg gegen die stets gefährlichen und nie aufgebenden Gäste aus Stäfa war hart erarbeitet und auch in dieser Höhe verdient.

Man war sich der Ausgangslage bewusst. Gegen den Tabellennachbarn GS Stäfa musste ein Sieg her, wenn man nicht den Anschluss an das Tabellenmittelfeld komplett verlieren wollte. Entsprechend motiviert ging man in das Match, doch das begann aus Berner Sicht alles andere als vielversprechend. Nach wenigen Aktionen lag man bereits mit 0:3 hinten. Die beste Chance zum 1. Tor, ein 7m, wurde ebenfalls vergeben. Und schon sank die Stimmung deutlich, die Unsicherheit war schlagartig zu spüren. Ein von Simon Dreier gehaltener 7m weckte die Berner Jungs wieder aus der Lethargie und mit 2 Toren in Unterzahl schafften sie den Anschluss (3:4, 12. Min). Plötzlich war die BSV Abwehr sehr präsent, liess dem Gegner kaum Freiraum und was doch durch kam entschärfte der stark aufspielende Simon Dreier im Tor. Und auch im Angriff machte die gegnerische 5:1 Abwehr mit zunehmender Spielzeit immer weniger Probleme. Suchte man vorher noch zu schnell den Abschluss, wurde nun geduldiger und erfolgreicher gespielt. In der 15. Minute gingen die Berner erstmals in Führung, hatten ein 1:4 in ein 5:4, und wenig später sogar in ein 6:4 verwandelt. Jetzt waren die BärnBoyz wirklich „on Fire“. In der Abwehr wurde unter der Regie von Lucas Rohr mit Kopf und Herz verteidigt, so dass kaum noch etwas anbrannte. Vorne erspielte man sich mit beweglichem und variablem Angriffsspiel viele Chancen (die leider nicht alle genutzt wurden). Über 10:6 setzte sich der BSV bis auf 15:8 (29. Min) ab. Die zwei Gegentore in der Schlussminute waren ärgerlich, gingen aber als Schönheitsfehler durch und erhielten somit wenig Beachtung.

Der Einstieg in die 2. Hälfte gelang dem BSV nach Mass. Zwei Tore von Nico Eggimann eröffneten den Torreigen und beim 19:10 nach 35 Spielminuten schien das Spiel bereits entschieden und Stäfas Trainer sich zum Team-Time-Out gezwungen. Das bremste den Schwung des BSV nur unwesentlich. In Unterzahl konnte man beim 22:12 den Vorsprung auf 10 Tore ausbauen (40. Min). Doch plötzlich ruckelte der BSV-Motor: im Angriff wollte man zu viel und machte dabei mehrere einfache Fehler, vergab noch einen Strafwurf und auch die Abwehr liess im Gefühl des vermeintlich sicheren Sieges an Aggressivität nach. So blieb man selber 6 Minuten ohne Tor, gewährte Stäfa aber deren vier in Folge (22:16, 45. Min). U17-Spieler Pascal Giolo beendete mit einem Leger vom linken Flügel die Berner Torflaute (47. Min) und war mit weiteren 3 Treffern in der Schlussphase auch massgeblich daran beteiligt, dass der BSV bis zum Ende den Vorsprung wieder ausbauen konnte. Die Abwehr fand nun auch zurück in die Spur und verteidigte wieder engagierter. Spätestens beim 28:20 in der 52. Minute waren die Fronten geklärt, auch wenn Stäfa nie aufsteckte und nochmal verkürzen konnte (29:23, 57. Min). Die letzten drei Spielminuten gehörten dann aber nur noch dem BSV, der jetzt auch jede gelungene Aktion lautstark feierte. Der mittlerweile eingewechselte Goalie Nick Steinmann konnte sich nun ebenfalls noch mehrfach auszeichnen und der heutige Berner Topscorer Marco Giovanelli markierte zunächst seinen 9. Treffer, bevor er im letzten Angriff zum Kempa für Max Freiberg auflegte, der den 32:23-Endstand herstellte.

Endlich! Endlich, ist man versucht zu sagen, haben die BärnBoyz ihr Potenzial nicht nur angedeutet sondern auch mal (fast) über das gesamte Spiel hinweg ausgeschöpft. Und endlich hat man sich auch spielerisch als Team präsentiert, gemeinsam gefightet und gepusht. So übersteht man dann auch Schwächephasen einfacher. Der Sieg war daher die logische Konsequenz und wurde entsprechend gefeiert. Bleibt zu hoffen, dass der Knoten nun wirklich geplatzt ist. Die nächste Chance, diese Leistung zu bestätigen und zu beweisen, dass das heutige Spiel keine Eintagsfliege war, hat man am SA 12.11. gegen die HSG Nordwest (15:30 Uhr, Gümligen Moos).

BSV: Adrian Bodenstein (n.e.), Nico Eggimann (7), Max Freiberg (4), Pascal Giolo (5), Marco Giovanelli (9/2), Aaron Gisi (2), Ben Helmy, Micha Käser, Siro Kohl (2), Yannick Robert, Lucas Rohr (3), Francois Sommer; TW: Simon Dreier (1.-55.), Nick Steinmann (55.-60.)

Dirk Lindner

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Endgültig im Tabellenkeller angelangt

SG Möhlin/Magden – BSV Bern Muri 30:19 (12:9)

Es bleibt leider dabei: Die BärnBoyz schaffen es derzeit nicht, ihr Potenzial länger als 20 Minuten in einem Spiel abzurufen. Anders als in den vorherigen Spielen, gelang es gegen Möhlin nicht, in der Schlussphase noch einmal zuzulegen. Stattdessen verbuchte man die erste klare Niederlage dieser Saison.

Die Erwartungen an das Auswärtsspiel in Möhlin waren hoch, hatte man doch das Gefühl, dass in allen vorherigen Spielen mehr drin gewesen wäre. Nun sollte es endlich mit dem ersten Sieg klappen. Entsprechend motiviert und engagiert gingen die BärnBoyz in das Spiel (kein Zweifel: Moral und Einstellung stimmten) und konnten auch sogleich in Führung gehen. Die Abwehr stand zunächst sicher, und der erste Gegentreffer fiel erst durch einen zweifelhaften 7m. Die BSV Jungs das Spiel in den ersten 20 Minuten gut im Griff. Die zuletzt oft bemängelte Körpersprache war da und strahlte Selbstbewusstsein aus. Die Bank machte mächtig Stimmung. Alles schien nach Plan zu laufen. Einziges Manko war die mangelnde Angriffseffizienz. Aber eigentlich schien es nur eine Frage der Zeit, bis sich der BSV würde absetzen können…

… und dann kam es ganz anders. Bis zur 22. Minute hielt die Berner Führung (8:7). Zwei leichte Fehler vorn, zwei Absprachefehler hinten – und plötzlich war es vorbei mit Selbstvertrauen und Dominanz. Das grosse Zittern kam wieder und nur sporadisch traute sich im Angriff jemand, Verantwortung zu übernehmen. Mit 9:12 aus Berner Sicht ging es in die Kabine. Alle waren noch zuversichtlich, dass die letzten 8 Minuten der 1. Hälfte nur eine kurze Schwächephase waren.
Mit dem Wissen, in den letzten Spielen schon grössere Rückstände aufgeholt zu haben, ging es in die zweiten 30 Minuten. Die bei den letzten Aufholjagden erfolgreich eingesetzten taktischen Massnahmen sollten auch diesmal zum Erfolg führen. Beim 12:14 wähnte man sich auf dem richtigen Weg. Aber ein paar aufeinanderfolgende Fehler in Angriff und Abwehr liessen das Berner Seelengebäude wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Vorne wurde zwar, wie von Trainer gefordert, geduldig gespielt – mangels Mutes aber meistens der richtige Zeitpunkt für die entscheidende Aktion verpasst. Davon liessen sich auch die vermeintlichen Teamleader anstecken (die entweder gar nicht warfen oder notgedrungen dann aus schlechter Position warfen). Und hinten stand mal der, mal jener falsch zum Gegenspieler oder liess sich im 1:1 auswackeln. Problemlos konnte sich das Heimteam über 21:13 bis auf 26:15 absetzen (50. Min). Wenigstens gelang es, sich in den letzten 10 Minuten etwas zu fangen, so dass der Rückstand nicht noch grosser wurde. Das Endresultat von 30:19 für die SG Möhlin/Magden war auch so deftig genug. Da blieb den Bernern nichts mehr zum Schönreden und entsprechend leise und mit hängenden Köpfen sassen sie hinterher in der Kabine.

Wollte man es bisher nicht so richtig wahr haben, ist es jetzt nicht mehr zu ignorieren: Die U19 des BSV ist im Tabellenkeller angekommen. Aber mit hängenden Köpfen ist da noch niemand rausgekommen. Wie heisst es doch: Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Die nächste Chance, sich im Abstiegskampf Selbstvertrauen und Punkte zu holen, gibt es schon am kommenden Wochenende (SA 29.10., 14:30, Spitalacker) gegen den Tabellenzehnten GS Stäfa.

BSV: Adrian Bodenstein (1), Max Freiberg (2), Aaron Gisi, Ben Helmy (7), Micha Käser (1), Siro Kohl (2), Yannick Robert (2), Lucas Rohr (2/1), Cyrill Soltermann, Francois Sommer (2); TW: Tobias Biedermann (1.-32.), Simon Dreier (32.-38.), Nick Steinmann (48.-60.)

Dirk Lindner


Die drei Gesichter der U19

BSV Bern Muri – HSG Suhr/Aarau 26:28 (9:15)

Die BärnBoyz zeigten im Spiel gegen den amtierenden U19-Meister HSG Suhr/Aarau drei Gesichter: 20 Minuten lang zeigten sie sich recht stabil und auf Augenhöhe mit dem Favoriten, dann gut 20 Minuten lang dem aktuellen Tabellenplatz entsprechend wie ein klarer Absteiger spielend, und als das Spiel schon zu Gunsten der Gäste entschieden war, zeigten sie ihr Kämpferherz und legten einen 12:4-Lauf hin. Am Ende nutzte das leider dennoch nichts.

Doch von Beginn an. Beide Teams brauchten ein paar Angriffe, um sich zu sortieren. Im Anschluss zeigten beide recht gelungene Angriffsaktionen, so dass sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel entwickelte. Zwar konnten die Gäste in der Anfangsphase 2x drei Tore in Folge erzielen, doch der BSV konnte bis zur 20. Minute den Anschluss wahren (7:9). Auf BSV-Seite gab es bis dahin schon eine zu hohe Fehlerquote im Angriff und ein unzureichendes Rückzugsverhalten zu bemängeln, was Suhr schon im ersten Spieldrittel konsequent ausnutzte.

Die Verunsicherung im Angriff nahm nun spürbar zu, statt mit gebundenem Spiel versuchten es die Berner Giele mit Einzelaktionen, zunehmend erfolgloser. Diese Verunsicherung übertrug sich nun auch noch auf die Abwehr, die kaum noch mit dem Gegner Kontakt aufnahm und ihre Goalies nahezu im Stich liess. Suhr liess sich nicht 2x bitten und erhöhte den Vorsprung bis zur 26. Minute auf 15:8. Die letzten 4 Minuten der 1. Hälfte liessen auf Berner Seite nochmal Hoffnung aufkeimen. Ein eigenes Tor durch Max Freiberg und 2 Riesenparaden von Goalie Tobias Biedermann wirkten fast wie eine Initialzündung für das Team. Mit beherzter Abwehrarbeit liess man danach bis zur Pause (9:15) kein Tor mehr zu.

Aber trotz aller guten Vorsätze für die 2. Hälfte war die Wirkung dieser Initialzündung nach der Pause verpufft. Nach zwei weiteren Fehlern im Angriff war die Verunsicherung wieder greifbar, es wollte wenig gelingen und keiner stemmte sich wirklich dagegen. Kurz nach der Pause war beim 9:19 eigentlich alles gelaufen, ein Debakel bahnte sich an und eigentlich war nur noch die Höhe der Klatsche zu klären. Erneut waren es ein Tor durch Max Freiberg und 2 Paraden von Tobias Biedermann, die die Berner Lebensgeister weckten. Die folgende Überzahlsituation wurde souverän ausgespielt, so dass der BSV zu insgesamt 3 Toren in Folge kam (12:19, 38. min). Kurze Zeit lief es gut, doch bald hatten die Gäste den 10-Tore-Vorsprung wieder hergestellt (14:24, 45. min). Im verständlichen Gefühl des sicheren Sieges schonten die Suhrer nun einige Stammkräfte, zumal der BSV nun auch noch eine Zeitstrafe absitzen musste. Was nun passierte hätte allerdings sicher niemand mehr erwartet – auch die optimistischsten Berner nicht …

Zum 3. Mal an diesem Nachmittag folgte auf ein Tor von Max Freiberg eine Parade von Tobias Biedermann, zum 3. Mal wirkte das wie ein Weckruf bei den Bernern, diesmal fast wie eine Adrenalin-Spritze. Mit dem Mute der Verzweiflung verteidigten die BärnBoyz nun ihr Tor, griffen ebenso beherzt an und erspielten sich Chance um Chance. Natürlich konnte nicht plötzlich alles klappen und die Gäste hatten ihre Angriffsbemühungen keineswegs eingestellt. Aber man robbte sich heran und nach dem 24:27 in der 58. Minute lag kurzzeitig sogar eine Sensation in der Luft. Doch postwendend machten die Gäste mit dem 24:28 den Sack zu. Die Berner kämpften unermüdlich weiter und verkürzten in der Schlussminute noch bis zum Endstand von 26:28 – der BSV hatte in den letzten 15 Minuten einen 12:4-Lauf hingelegt.

Stark gekämpft und ein Debakel abgewendet, doch am Ende nichts Zählbares in der Hand. In der Tabelle hat sich für die BärnBoyz durch diese Niederlage natürlich nichts verändert. Entsprechend geknickt war man nach dem Spiel. Doch die Schlussphase dieses Spiels sollte Mut machen und aufzeigen, wozu das Team in der Lage ist – wenn es denn mal schafft, über 60 Minuten so engagiert aufzutreten.

BSV: Adrian Bodenstein, Nico Eggimann (5/2), Max Freiberg (9), Pascal Giolo, Marco Giovanelli (1), Aaron Gisi (4), Micha Käser (1), Emilio Kaupert, Noé Meier (1), Lucas Rohr (2), Cyrill Soltermann, Francois Sommer (2); TW: Tobias Biedermann (22.-60., 1 Tor), Simon Dreier (1.-22.)

Dirk Lindner


Niederlage im Kellerduell   

SG Stans Altdorf - BSV Bern Muri 27:26 (16:12)

Mit der Hoffnung auf den ersten Saisonsieg fuhren die BärnBoyz zum Auswärtsspiel nach Stans. Nach dem Spiel machte sich jedoch Ernüchterung breit. Nach drei Spieltagen ist man immer noch sieglos und rangiert auf einem Abstiegsplatz.

Erneut kam die Berner Abwehr nicht in Schwung und fand zunächst keinen Zugriff auf den Stanser Angriff. Der Gegner, angetrieben von den agilen Rückraumsspielern Aschwanden und Wyss waren hingegen von Beginn an parat, nutzte die Abwehrschwächen der Berner rigoros aus und ging folgerichtig in Führung. Gut zwanzig Minuten lang konnte der BSV das Spiel einigermassen ausgeglichen gestalten und den Anschluss halten (10:11). Es waren die letzten 8 Minuten der 1. Halbzeit, in der der BSV Bern entscheidend in Rückstand geriet. Während die Berner Giele ihre Angriffe vertändelten oder die erspielten Chancen nicht nutzten, gelangen dem Heimteam vier Tore in Folge (10:15), und es ging mit einem 12:16 aus Berner Sicht in die Pause.

Mit besserer Körpersprache und vor allem engagierterer Abwehrarbeit kamen die BärnBoyz aus der Kabine zurück, bereit, den Rückstand wettzumachen. Zuviel Körpersprache befanden die Schiedsrichter und bremsten die Berner Aufholjagd mit drei Zeitstrafen, von denen zwei doch sehr fragwürdig waren, innerhalb der ersten 10 Minuten. Wenigstens überstand man diese Unterzahlphasen weitgehend unbeschadet, so dass der Abstand nicht noch zunahm (16:20, 12. Min). Nun bremsten sich die Berner durch eigene Fehler wieder selbst, was zur Folge hatte, dass die SG Stans/Altdorf nach 45 Minuten erstmals mit 6 Toren führte (23:17). Diese Differenz hatte auch in der 51. Min noch Bestand (25:19).

Spiel entschieden? Die Berner mobilisieren nun alle Kräfte. Die doppelte Manndeckung gegen die Stanser Halben zeigt Erfolg und mit diesem Erfolg steigt auch das Selbstbewusstsein im Angriff. Peu à peu und kämpft sich der BSV heran. Lucas Rohr gelingt mit seinem 9. Treffer in der 58. Min der Anschluss zum 25:26. Die Chance zum Ausgleich ist da. Doch ein technischer Fehler vorne und eine individuelle Abwehrschwäche hinten erlauben es dem Heimteam, 40 Sekunden vor dem Abpfiff auf 25:27 zu erhöhen. Schnell gelingt Nico Eggimann der erneute Anschlusstreffer zum 26:27. Angriff Stans, erneuter Ballgewinn Bern 17 Sekunden vor dem Ende - doch im Eifer des Gefechts behalten die Berner Jungs nicht den Überblick und rennen sich fest. Freiwurf – noch 3 Sekunden - sollte Lucas Rohr wie schon gegen Pilatus in der Schlusssekunde der Ausgleich gelingen? Nein, diesmal streicht der Wurf knapp über die Latte (Lucas einziger Fehlwurf heute!). Abpfiff! 26:27!

Entsprechend enttäuscht schleichen die BärnBoyz nach dem Spiel in die Kabine, wohlwissend, dass nicht dieser letzte Wurf entscheidend war, sondern die schwache Abwehrleistung der 1. Halbzeit und die mässige Chancenverwertung im gesamten Spiel.

BSV: Adrian Bodenstein (n.e.), Nico Eggimann (3), Max Freiberg (5), Pascal Giolo (5), Aaron Gisi (1), Micha Käser, Noé Meier (1), Siro Kohl (1), Yannick Robert (1), Lucas Rohr (9), Francois Sommer; TW: Simon Dreier (1.-60.), Nick Steinmann (n.e.)

Dirk Lindner


In letzter Sekunde einen Punkt ergattert    

SG Pilatus - BSV Bern Muri            19:19 (8:7)

Spiele zwischen den U19 Teams des BSV Bern und der SG Pilatus sind selten hochklassig, aber immer eng und spannend. Auch das erste Aufeinandertreffen in der Saison 16/17 machte da keine Ausnahme. Fast über die gesamte Spielzeit lief der BSV einem Rückstand hinterher, doch mit dem letzten Wurf, einem direkten Freiwurf nach Ablauf der Spielzeit, sicherte Lucas Rohr den BärnBoyz einen Punkt.

Auf Berner Seite war man vor der SG Pilatus gewarnt. Zum einen aufgrund der eigenen Erfahrungen aus der Vorsaison, aber noch mehr da die SG vor Wochenfrist gegen Pfadi gewonnen hatte. So stellte man sich auf ein kampfbetontes denn spielerisch hochklassiges Spiel ein. Und die Vorahnungen wurden bestätigt…

Bevor sich die BSV-Abwehr richtig sortiert hatte, legte Pilatus bereits ein 2:0 vor. Doch eine frühe Überzahl konnten die Berner Jungs souverän nutzen, um wenig später zum 2:2 auszugleichen. Die erste Berner Führung (3:2) sollte ebenso nicht lange Bestand haben und Mitte der ersten Halbzeit lag das Heimteam wieder mit 2 Toren in Front (4:6). Schon jetzt zeigte sich, dass heute auch die Goalies im Mittelpunkt stehen würden. Und sowohl Simon Dreier auf Berner Seite als auch Kayoum Eicher für Pilatus konnten sich mehrfach auszeichnen und die Fehler ihrer Vorderleute ausgleichen und kamen so auf Quoten von 45%. Nur gegen einen Pilatus-Angreifer fanden weder die Berner Abwehr noch die Berner Goalies wirklich ein Mittel: RL Basil Gnos. Dieser hatte in den ersten 15 Minuten bereits 4x getroffen und kam am Ende auf 10 Treffer. Auf Berner Seite war die Torverteilung etwas breiter und ausgeglichener. Die Auslösungen wurden konzentriert und geduldig gespielt, so dass fast jedes Mal ein anderer Spieler zum Wurf kam – leider liess dann auch jeder mindestens eine Chance liegen. In den zweiten 15 Minuten fielen dann nur noch wenige Tore. Der BSV konnte in der 24. Minute wieder ausgleichen (7:7), musste aber 20 Sekunden vor dem Pausenpfiff das 7:8 hinnehmen.

Binnen einer Minute nach Wiederanpfiff glich Marco Giovanelli zunächst aus, um dann den BSV mit 9:8 in Führung zu bringen. Doch auch diese Führung hatte nicht lange Bestand. Die mangelnde Berner Chancenauswertung rächte sich sofort und Pilatus legte wieder 2 Tore vor. Mitte der 2. Hälfte war der Spielstand dann wieder egalisiert (14:14) und nochmals konnte der BSV in Führung gehen. Eine Zeitstrafe aufgrund eines Wechselfehlers brachte die Berner jedoch wieder ins Hintertreffen. Die BärnBoyz steckten auch nach einem erneuten 2-Tore-Rückstand (15:17) nicht auf, wollten aber nun im Angriff zu schnell zur Entscheidung kommen – mit wenig Erfolg, so dass der Abstand nicht verkürzt werden konnte. Nach dem 17:19 in der 57. Minute blieb nur noch eine offene Manndeckung als Option. Und diese Massnahme sollte sich als richtig erweisen. Pilatus wusste kaum ein Gegenmittel und nahm ungünstige Würfe oder leistete sich technische Fehler. Konnte der BSV zunächst daraus jedoch kein Kapital schlagen, gelang Aaron Gisi in der 59. Minute vom Kreis der Anschlusstreffer. Auch den nächsten Angriff der Luzerner konnte der BSV abwehren. Es blieben noch gut 20 Sekunden, die man aber nicht nutzen konnte, um einen freien Wurf zu erspielen. Es reichte nur noch zu einem direkten Freiwurf. Lucas Rohr trat an und warf im Seitwärtsfallen den Ball am Block vorbei und durch die Beine des Pilatus-Goalies ins Tor. Grosser Jubel natürlich auf Berner Seite. So wurde der Kampf der BärnBoyz wenigstens mit einem Punkt belohnt. Am Ende sicher auch ein gerechtes Ergebnis.

BSV: Max Freiberg (2/1), Marco Giovanelli (4), Aaron Gisi (2), Ben Helmy (1), Micha Käser (1), Emilio Kaupert (1), Siro Kohl (1), Yannick Robert (1), Lucas Rohr (6), Cyrill Soltermann, Francois Sommer; TW: Tobias Biedermann (32.-50.), Simon Dreier (1.-32., 50.-60.)

Dirk Lindner

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Niederlage zum Saisonauftakt

BSV Future Bern - Kadetten Schaffhausen 27:31 (15:19)

Zum Saisonauftakt hatte der Spielplan mit den Kadetten Schafhausen als Gegner einen echten Brocken für die U19 Elite des BSV vorgesehen. Doch nachdem die U15 Inter und U17 Elite zuvor ihre Spiele gegen die Kadetten jeweils gewonnen hatten, war die Motivation und Hoffnung gross, dass auch die U19 nachlegen könne. Leider wurde nichts daraus – die U19 startete mit einer Niederlage und war hinterher entsprechend enttäuscht, da ein Sieg möglich gewesen wäre.

Das Spiel begann recht hektisch auf beiden Seiten und keine der beiden Angriffsreihen hatten wirklich Mühe mit der gegnerischen Abwehr. So wogte das Spiel hin und her, und fast jeder Schuss war ein Treffer – nach nur 9 Minuten stand es bereits 7:7. Erst jetzt häuften sich die Angriffsfehler und Fehlwürfe. Der BSV tat sich schwer mit der Umstellung der Kadetten-Abwehr, die die beiden BSV-Halben nun in enge Deckung nahm. Es resultierten Abspielfehler und schlechte Wurfauswahl, was die Schaffhausener nutzen konnten, um sich in der 20. Minute erstmals mit 3 Toren abzusetzen (9:12). In der 28. Minute war der BSV wieder auf 1 Tor herangekommen (15:16), leistete sich dann aber 3 Ballverluste in kürzester Zeit und ging ohne viel Gegenwehr mit einem 15:19 in die Kabine.

Die ersten Aktionen der 2. Halbzeit gehörten dem BSV. Nico Eggimann verkürzte in den ersten beiden Angriffen auf 16:19 und 17:19. Eine Zeitstrafe brachte den BSV aber sofort wieder aus dem Rhythmus und die Kadetten konnten sogar ein 17:22 vorlegen. Die Hereinnahme des 7. Feldspielers auf BSV Seite sollte sich als erfolgreich erweisen. Zudem arbeitete die Abwehr nun beherzter und Simon Dreier im Tor vernagelte selbiges für 10 Minuten. Sieben Tore in Folge gelangen den Bernern, beim 24:22 in der 44. Minute schien das Spiel gedreht. Leider konnte der BSV die Angriffseffizienz dieser Phase nicht fortsetzen. Im Gegenteil, plötzlich war der Angriff nahezu von der Rolle und produzierte wieder Fehler oder scheiterte am SH-Goalie. Die Kadetten liessen sich nicht 2x bitten und zogen mit 4 Toren in Folge wieder am BSV vorbei (24:26). Die Unsicherheit im Angriff wirkte sich nun auch auf die Abwehr aus, die den Rückraumspielern Bührer und Wanner nun wieder mehr Raum liess, den diese zu nutzen wussten. Die Kadetten bauten den Vorsprung weiter aus und sicherten sich die 2 Punkte.

Die BärnBoyz hingegen schlichen nach dem 27:31 enttäuscht in die Kabine, wohlwissend, dass heute mehr drin gewesen wäre.

BSV: Nico Eggimann (7), Max Freiberg (5/2), Pascal Giolo (1), Aaron Gisi (3), Ben Helmy (1), Pascal Hüttner, Micha Käser (3), Emilio Kaupert (2), Noé Meier (1), Yannick Robert, Lucas Rohr (4), Francois Sommer; TW: Tobias Biedermann (1.-30.), Simon Dreier (31.-60.)

Dirk Lindner


Stämpfli-Cup: U19 Elite erreicht 5. Platz

Nicht ganz unerwartet konnte sich die U19 des BSV Bern Muri beim Stämpfli-Cup nicht unter den Top 3 platzieren, sondern belegte am Ende Rang 5. Dennoch hinterliess das Team einen positiven Eindruck.

Im ersten Spiel, bereits um 8.30 Uhr, zeigten sich die Berner zunächst hellwach und dominierten die 1. Hälfte gegen FrischAuf Göppingen, Vertreter aus der deutschen Jugendbundesliga. Vor allem die Abwehr zeigte sich auf der Höhe und Ballgewinne konnten regelmässig zu Kontertoren genutzt werden, so dass zur Pause ein 12:8 zu Buche stand. Leider gelang es nicht, auf gleichem Niveau weiterzuspielen. Während die Abwehr weiterhin einen guten Eindruck hinterliess, stieg die Fehlerquote im Angriff drastisch an. Nur drei Tore gelangen dem BSV im 2. Durchgang, zweifellos zu wenig und so resultierte am Ende eine knappe 15:16 Niederlage.

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Auch im 2. Spiel gegen den späteren Turniersieger Otmar St. Gallen haperte es vor allem im Angriff. Unkonzentriert und wenig strukturiert produzierten die Berner viele Abspielfehler, technische Fehler und Fehlwürfe, die von Otmar gnadenlos zu Kontern genutzt und in Tore umgemünzt wurden. Das 11:18 zur Halbzeit war bereits ein klares Verdikt. Die zweite Hälfte konnten die Berner dann etwas offener gestalten. Dass es am Ende (19:26) bei 7-Toren Rückstand blieb war aber vor allem Goalie Tobias Biedermann zu verdanken, der einige Hochkaräter der St. Galler vereiteln konnte.

Im Spiel um Platz 5 konnte man sich gegen das Rumpfteam von Kadetten Schaffhausen (mehrere Spieler bei der U18 EM) doch noch einen Sieg holen. Lange Zeit war das Spiel ausgeglichen, so hiess es 10:10 zur Pause und 17:17 nach 32 Minuten. Erst dann konnte sich der BSV mit 4 Toren in Folge absetzen, und die Abwehr noch etwa zulegen. Nach 40 Minuten stand es dann 24:19.

Insgesamt lässt sich aus Berner Sicht ein positives Fazit ziehen. In Abwesenheit der Nati-Spieler Lucas Rohr und Marco Giovanelli und aller etatmässigen Rückraum Mitte Spieler füllte U17 Spieler Nico Eggimann die Rolle des Spiritus Rector hervorragend aus und war mit 16 Treffern bester BSV Schütze. Zwar fehlte es dem Angriff noch an dauerhafter Durchschlagskraft und die Laufwege bei den Auslösungen sitzen noch nicht 100%ig, doch mehrere gelungene Ansätze waren zu erkennen. Die Abwehr hinterliess im Verbund mit allen drei Goalies einen durchaus positiven Eindruck.

Schlussklassement U19-Elite

1. St. Otmar St. Gallen 
2. HSC Suhr Aarau 
3. FA Göppingen 
4. Alpla HC Hard 
5. BSV Bern Muri 
6. Kadetten Schaffhausen 

Bester Spieler U19-Elite


Therry Gasser,
TSV St. Otmar St. Gallen

Bester Torhüter U19-Elite



David Pfister, HSC Suhr Aarau


Superlimax-Turnier

Am Wochenende 3./4. September nahm die U19E des BSV am international besetzten Superlimax-Turnier in Crissier teil. Neben dem BSV waren zwei weitere Schweizer Elite-Teams (Pfadi Winterthur, St. Gallen), drei Teams aus der Deutschen Jugendbundesliga Süd (SG Pforzheim, JSH Echaz-Erms, Ottenheim/Altenheim), das österreichische Team von Alpla Hard und das französische Team von Villeurbanne am Start. Rein ergebnistechnisch liest sich die Bilanz des BSV nicht sonderlich positiv: in fünf Spielen gelang nur ein einziger Sieg und am Ende blieb Rang 7. Wichtiger als die Platzierung sind jedoch die Erkenntnisse, die aus diesem Turnier gezogen werden konnten – und die stimmen durchaus optimistisch.

Auch wenn es immer schöner ist, auch bei einem Turnier Spiele zu gewinnen, stand dieses Ziel nicht im Vorderrund. Vielmehr ging es darum, sich im Angriff einzuspielen und die Abstimmung in der Abwehr zu festigen. Für die Spieler war es auch noch einmal die Chance, sich dem Trainer aufzudrängen. Da war es gut, dass die BSV Jungs von den verschiedenen Gegnern auch vor verschiedene Probleme, sprich Angriffs- und Abwehrkonstellationen, gestellt wurden und sich damit auseinander setzen mussten. Was mal besser und mal schlechter gelang…

Den Anfang machte das Spiel gegen den Ligarivalen Pfadi Winterthur. In den ersten 20 Minuten war es ein Spiel auf Augenhöhe, was sich auch im Halbzeitstand (8:9) ausdrückte. Doch nach dem Seitenwechsel gelang den Bernern zunächst kaum noch etwas und man geriet vorentscheidend mit 9:14 ins Hintertreffen. Der BSV kämpfte sich wieder auf 13:14 heran und hielt das Spiel noch bis kurz vor Schluss offen. Am Ende wollte man im Übereifer zu viel und produzierte hinten wie vorne Fehler, so dass schliesslich ein 16:20 zu Buche stand.

Das Team aus Villeurbanne stellte den BSV vor eine besondere Herausforderung: Wie verteidigt man gegen einen Hünen am Kreis, ohne die Arbeit gegen die Rückraumspieler zu vernachlässigen? Es sollte sich herausstellen, dass dies gar nicht so problematisch war –die Abwehr lies nicht allzu viel anbrennen. Das Problem lokalisierte sich dafür im Angriff, wo der BSV seine Chancen nicht nutzte. Nach 8 min lag man mit 0:4 im Rückstand, zur Pause hiess es 4:9. Eine schwere Hypothek für die 2. Hälfte – doch die Berner kämpften (und spielten) sich peu à peu heran und schafften in der 38. Minute den 14:14-Ausgleich. In der Schlussphase aber behielt man wieder nicht die Ruhe und musste ein 14:16 hinnehmen.

Ein kleines Highlight war dann das 3. Spiel gegen die SG Pforzheim/Eutingen, eines der Topteams aus Deutschland. Die Pforzheimer, die zuvor ihre Spiele gegen die Gruppengegner deutlich gewonnen hatten, waren den Bernern vor allem in Punkto Schnelligkeit, 1:1-Verhalten und Raffinesse überlegen – so bestand wenig Hoffnung, hier etwas zu reissen. Beim 2:5 schienen sich die Befürchtungen zu bestätigen. Aber die Berner hielten dagegen, vor allem mit einer starken Abwehrleistung, und drehten das Spiel bis zur Pause (8:6). Das Spiel blieb auch in der 2. Hälfte eng, denn der BSV liess nun auch im Angriff sein Können aufblitzen. Leider haperte es erneut an der Chancenverwertung, oder anders ausgedrückt, auch auf der Goalie-Position hatte Pforzheim Vorteile. So verpasste man die Überraschung und zog mit 14:15 die dritte Niederlage ein.

Um die verständliche Enttäuschung zu verarbeiten, durften die BSVler dann am Abend eine „ruhige Kugel“ schieben – genauer die Bowlingkugel. Während es einige wirklich etwas ruhiger angehen und viele Pins stehen liessen, liessen es andere richtige krachen und wuchteten die Kugel mit bis knapp 35 km/h in die Pins. Aber hier waren die Punkte nun wirklich zweitrangig (auch wenn am Ende einige der Ehrgeiz gepackt hatte, auf der Siegerliste oben zu stehen – Schade Aaron und Cyrill, hat nicht ganz gereicht …).

Am zweiten Tag stand zunächst das Duell gegen St. Otmar St. Gallen an. Diese probierten sich an einer doppelten Manndeckung gegen die Halbspieler, was den Berner Angriff nahezu lahm legte. Erst mit längerer Spieldauer bekam man auch diese Aufgabe besser gelöst, rannte jedoch stets einem Rückstand hinterher. Nach 40 Minuten musste man mit 18:21 neidlos anerkennen, dass St. Gallen besser war.

So ging es im Spiel um Platz 7 erneut gegen Villeurbanne. Deren Trainer hatte sich etwas einfallen lassen und liess sein Team in einer 3:3-Formation, gar fasst mit kompletter Manndeckung, verteidigen. Und er stellte den BSV-Angriff damit vor grosse Probleme. Wieder musste man einem Rückstand (3:6) hinterher laufen – und wieder konnte die Abwehr die Angriffsschwäche abfedern. Vor allem über Gegenstösse drehten die Berner das Spiel. Spätestens nach 30 Minuten war das Spiel entschieden und nach 40 Minuten durften sich die Berner endlich auch über einen, am Ende sogar deutlichen Sieg (24:14) freuen.

Fazit: Die BSV Abwehr zeigte sich unabhängig von der Besetzung als relativ stabil und pendelte sich bei etwa 16 Gegentoren in 40 Minuten ein – ein akzeptabler Wert angesichts der Stärke der Gegner. Im Gegensatz offenbarte der Angriff doch noch zu oft mangelnde Durchschlagskraft bzw. „glänzte“ im Auslassen guter Chancen. Es bleibt also noch etwas Arbeit bis zum Saisonstart in 2 Wochen. Die Erkenntnisse aus diesem Turnier stimmen durchaus optimistisch, dass sich der BSV in der kommenden Saison wieder in der oberen Tabellenhälfte ansiedeln wird.

Schlussklassement Superlimax-Turnier 2016
1. SG Pforzheim/Eutingen
2. Pfadi Winterthur
3. SG Ottenheim/Altenheim
4. JSG Echaz-Erms
5. St. Otmar St. Gallen
6. Alpla HC Hard
7. BSV Bern Muri
8. Villeurbanne HA

Dirk Lindner


© BSV Bern Muri AG, 2016

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